Goethe-Schule Quickborn – das Wichtigste in Kürze

Keine Zeit für die ganze Dokumentation? Hier sind die wichtigsten Punkte.

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1. Eine Schule mit langer Geschichte

Die Goethe-Schule wurde 1966 eröffnet. Seitdem wurde immer wieder umgebaut, repariert und modernisiert.

Seit fast 20 Jahren wird intensiver über den baulichen Zustand und die Zukunft des Gebäudes diskutiert.

2. Sanieren, umbauen, neu bauen

Über Jahre floss weiter Geld in den Bestand.

Gleichzeitig wurde immer deutlicher, dass die Schule räumlich und technisch an ihre Grenzen kommt. Die Schülerzahlen sind gestiegen. Der Ganztag benötigt zusätzliche Flächen.

Die Goethe-Schule soll dauerhaft dreizügig funktionieren und möglichst auf vier Züge erweitert werden können.

3. Der Umzug nach Heidkamp war schon weit vorbereitet

Zeitweise sollte die Goethe-Schule in das Schulzentrum Süd umziehen.

Dafür wurden bereits Haushaltsmittel eingeplant und Umbauten vorbereitet.

2023 wurde dieser Weg aufgegeben. Danach rückte wieder der heutige Standort an der Goethestraße in den Mittelpunkt.

4. Das Schadstoffgutachten ist ein erheblicher Befund

2026 wurde das Gebäude umfassender untersucht.

Gefunden wurden unter anderem:

Asbest, PCB, PAK, alte Mineralfasern, PCP, Lindan, Blei und weitere Schadstoffe.

Besonders auffällig sind sehr hohe PCB-Werte in einzelnen Bauteilen.

Das Gutachten ist nur orientierend. Weitere Untersuchungen sind notwendig.

Das bedeutet nicht automatisch eine Gefahr für den laufenden Schulbetrieb. Für eine umfangreiche Sanierung sind die Schadstoffe aber ein erheblicher Kosten- und Planungsfaktor.

5. Neubau oder Bestandssanierung?

Die Entscheidung ist wieder offen.

Die aktuelle Machbarkeitsstudie vergleicht eine umfassende Bestandssanierung mit einem Neubau.

Offiziell werden derzeit rund:

25,2 Millionen Euro für die Bestandssanierung

und

26,35 Millionen Euro für einen dreizügigen Neubau

angesetzt.

Mit Erweiterungsmöglichkeit auf vier Züge steigt der Neubau auf rund 28,7 Millionen Euro.

Diese Zahlen halten wir für ausgesprochen knapp.

Schadstoffbedingter Spezialrückbau und Entsorgung sind noch nicht vollständig berücksichtigt. Die Studie selbst nennt eine Schwankungsbreite von plus/minus 40 Prozent.

Für einen realistischen Neubau einschließlich Zweifeldhalle rechnen wir derzeit eher mit 32 bis 35 Millionen Euro.

6. Eine Interimsschule kann Millionen kosten

Soll die gesamte Schule während des Neubaus ausziehen, wird eine Ersatzschule benötigt.

Für eine Containerschule über rund 3,5 Jahre nennt die Machbarkeitsstudie allein etwa 5,7 Millionen Euro Mietkosten.

Grundstück, Herrichtung und Erschließung kommen noch hinzu.

Damit kann ein Neubau mit vollständigem Interim schnell in Richtung 40 Millionen Euro gehen.

7. Schnell geht es nicht

Mit dem eigentlichen Bau wird derzeit frühestens Ende 2028 gerechnet.

Die bestehende Goethe-Schule wird also noch mehrere Jahre genutzt.

Deshalb müssen Unterhaltung, Schadstoffuntersuchungen und notwendige Verbesserungen unabhängig von der späteren Grundsatzentscheidung weitergeführt werden.

Unser Zwischenfazit

Die Goethe-Schule ist inzwischen weit mehr als ein normales Schulbauprojekt.

Es geht um jahrzehntelange Planungen, einen verworfenen Umzug, erhebliche Schadstoffbefunde, steigende Anforderungen und eine Investition von mehreren zehn Millionen Euro.

Die entscheidende Frage lautet nicht mehr nur: Sanierung oder Neubau.

Entscheidend ist, dass beide Varianten endlich mit vollständigen und vergleichbaren Kosten gerechnet werden.

Die ausführliche Dokumentation auf den folgenden Seiten zeigt die Entwicklung Schritt für Schritt.