Unsere Carla Quickborn schaut auf Quickborn ein wenig anders als der Rest der Redaktion.
Während wir normalerweise Vorlagen lesen, Zahlen prüfen, Anfragen stellen und versuchen, komplizierte Vorgänge verständlich zu erklären, darf Carla etwas, was sich ein klassischer Nachrichtenartikel besser verkneift:
Sie darf grinsen. 😇
Carla übertreibt, spitzt zu, spielt mit Worten und nimmt vor allem eines ernst: die Realität. Denn die liefert in Quickborn manchmal schon genug Material, bevor Carla überhaupt angefangen hat zu schreiben.
Ihre Themen kommen aus dem echten Stadtleben. Rathaus, Schulen, Stadtentwicklung, Eulenmarkt, Haushalt, Bürgerinformation – aber auch Bäume, Torfbahn oder die kleinen Absurditäten des Alltags.
Frühere Ausgaben erschienen zunächst unter dem Namen Carla Columna. Inzwischen hat unsere satirische Kolumnistin dort auch namentlich ihren festen Platz, wo sie hingehört:
Carla Quickborn. 🦉
Hier haben wir einige ihrer schönsten Spitzen noch einmal zusammengesammelt.
📰 Wenn die Realität die Satire überholt
Es gibt Wochen, in denen Carla eigentlich gar keine Kolumne schreiben müsste.
Sie müsste nur ein paar Quickborner Vorgänge hintereinander aufschreiben.
Vertagt.
Und vertagt.
Und noch einmal vertagt.
Irgendwann stellte Carla deshalb eine für Satiriker ziemlich unangenehme Frage:
„Wie schreibt man Satire über etwas, das längst selbst Realsatire ist?“
Die Antwort fiel überraschend einfach aus:
„Früher musste Satire noch erfunden werden. Heute reicht manchmal ein Blick ins Rathaus.“
Seitdem macht Carla sich etwas weniger Arbeit.
Sie wartet einfach ab. 😎
🥚 Ostern in Quickborn: Wo ist das goldene Ei?
Auch zu Ostern zeigte sich, dass Quickborn seine ganz eigenen Traditionen pflegt.
Andere Orte verstecken Eier im Garten.
Quickborn hatte ein goldenes Ei in der Bücherei.
Carla fand das durchaus passend:
„Andere Orte suchen zu Ostern Eier im Garten. Quickborn versteckt sie in der Bücherei.“
Und weil man im Norden auch bei der Freizeitgestaltung gern bodenständig bleibt, ging es anschließend ins Himmelmoor.
Mit der Torfbahn.
Während andernorts von „Eventisierung des öffentlichen Raums“ und „touristischen Erlebniswelten“ gesprochen wird, reicht in Quickborn manchmal ein deutlich kürzeres Konzept:
„Wir haben Moor, Lore und los geht’s.“
Carla findet: Man muss nicht aus allem eine PowerPoint machen.
🌳 Der Baum, der schon vor dem ersten Blatt Schlagzeilen machte
Eine besondere Karriere legte ein Baum hin.
Noch bevor er richtig an seinem vorgesehenen Platz angekommen war, beschäftigte er bereits Öffentlichkeit, Straße und Verkehr.
Rund 32.000 Euro standen für den Großbaum im Raum – inklusive der Arbeiten rund um seine Pflanzung.
Carla beschrieb ihn als:
„Ein Gewächs, das schon vor dem ersten Blatt für Gesprächsstoff sorgt.“
Besonders schön fand sie, dass für einen Baum sogar eine Straßensperrung nötig werden konnte.
Carla lernte daraus:
Eine Vollsperrung lässt sich leichter ertragen, wenn am Ende ein Baum dahintersteckt.
So funktioniert Stadtbegrünung mit Erlebnisfaktor. 🌳😇
🏙️ Börnplatz, Masterplan und die Sache mit Plan B
Stadtentwicklung gehört zu Carlas Lieblingsgebieten.
Nicht weil sie Architektur studiert hätte.
Sondern weil sich kaum irgendwo schöner beobachten lässt, wie aus einer Idee ein Konzept, aus dem Konzept ein Plan und aus dem Plan irgendwann die nächste Planung wird.
Der Börnplatz brachte Carla zu einer besonders liebevollen Beschreibung:
„Ein Ort, über den man lieber spricht, als dass man ihn wirklich nutzt.“
Und beim Masterplan fragte sie irgendwann, ob auf Masterplan, Bebauungsplan und weitere Planungen vielleicht noch etwas ganz anderes folgen könnte:
„Oder war es am Ende doch eher Plan B?“
Carla weiß bis heute nicht genau, welcher Plan gerade gilt.
Aber sie ist sicher:
Irgendeinen gibt es bestimmt. 😎
📢 Ganz viel Information – nur nicht unbedingt die gesuchte
Besonders viel Freude hatte Carla mit der Quickborner Informationswelt.
An Mitteilungen mangelt es nicht. Veranstaltungen, Kurse, Hinweise, Termine und Neuigkeiten finden zuverlässig ihren Weg nach draußen.
Carla entwickelte deshalb eine neue journalistische Mindestanforderung:
„Unter zehn Pressemitteilungen am Tag brauchen wir eigentlich gar nicht mehr anzufangen.“
Spannend wurde es allerdings immer dann, wenn Bürger oder Medien etwas ganz Bestimmtes wissen wollten.
Da entstand eine ihrer inzwischen bekannteren Formulierungen:
„Der Bürger als Störfall im Informationskreislauf.“
Natürlich meint Carla das nicht ganz ernst.
Das wäre ja absurd.
Schließlich ist Information für Bürger da.
Man muss nur gelegentlich herausfinden, welche. 😇
Carla erfand dafür vorsorglich gleich einen neuen Verwaltungsbegriff:
Informationsfürsorge.
Manche Informationen erreichen den Bürger sofort.
Und vor anderen wird er offenbar liebevoll geschützt.
🦉 Eulenmarkt: Finden Sie Ihre Partei!
Auch beim Eulenmarkt beschäftigte Carla sich mit Dingen, die man zunächst gar nicht für besonders aufregend hält.
Zum Beispiel:
Wo steht eigentlich welche Partei?
Aus einer neuen Verteilung der politischen Stände machte Carla kurzerhand einen zusätzlichen Programmpunkt:
Die große politische Schnitzeljagd. 🗺️
„Finden Sie Ihre Partei!“
Der Vorteil: Wer alle Stände entdeckt, kennt anschließend möglicherweise Ecken des Eulenmarktes, die er vorher noch nie bewusst wahrgenommen hat.
Carla sah darin durchaus ein städtebauliches Konzept.
Früher standen Parteien näher beieinander.
Heute gibt es mehr Bewegung.
Mehr Orientierungstraining.
Mehr Abstand.
Und daraus entstand eine wunderbar einfache Quickborner Wachstumsformel:
„Nicht mehr von allem. Nur mehr Abstand dazwischen.“
XXL kann eben vieles bedeuten. 😇
🏫 Die Goetheschule als Buddelschiff
Die Planungen für eine neue Goetheschule brachten Carla schließlich auf ein typisch norddeutsches Bild:
das Buddelschiff. ⛵🍾
Wir Norddeutschen kennen das Prinzip.
Man bekommt ein erstaunlich großes Schiff durch einen erstaunlich kleinen Flaschenhals.
Mit Geduld, Geschick und offenbar einer Menge Optimismus.
Der Vorteil beim klassischen Buddelschiff:
„Das Schiff muss nie wieder raus.“
Bei einer Schule ist das geringfügig anders.
Da wollen morgens viele Kinder hinein.
Später wollen sie wieder hinaus.
Dazu kommen Fahrräder, Eltern, Personal, Lieferverkehr und im Ernstfall Feuerwehr und Rettungsdienst.
Carla fand deshalb, dass neben einem schönen Gebäude auch die Frage interessant bleibt, wie der tägliche Verkehr durch den sprichwörtlichen Flaschenhals funktionieren soll.
Oder anders gesagt:
Ein Buddelschiff ist schön. Eine Grundschule sollte allerdings nicht nur hineinpassen – man sollte auch gut hineinkommen.
💧 Quickborn kann Großprojekte
Manche Carla-Sätze brauchen keine lange Erklärung.
Sie funktionieren einfach.
So wie dieser:
„Quickborn kann Großprojekte. Man muss sie offenbar nur mit Wasser füllen.“
Carla findet, eine gute Pointe sollte man nicht kaputterklären.
Deshalb lassen wir die einfach so stehen. 😎
🏊 Erfolg ist manchmal eine Frage der Perspektive
Auch beim Freibad kann Carla gleichzeitig zwei Dinge richtig finden.
Viele Besucher sind ein Erfolg.
Und trotzdem darf man fragen, was ein Angebot kostet.
Deshalb lautete ihr Grundsatz:
„60.000 Besucher sind ein Erfolg. Was jeder einzelne Freibadbesuch die Allgemeinheit kostet, ist eine andere Frage.“
Carla kann eben loben und rechnen.
Manchmal sogar im selben Absatz.
🦉 Was Carla eigentlich will
Carla Quickborn will niemandem die Welt erklären.
Und sie möchte schon gar nicht den Eindruck erwecken, sie hätte für jedes Quickborner Problem die passende Lösung griffbereit.
Hat sie nämlich nicht. 😇
Carla schaut hin. Auf das, was gesagt wird. Auf das, was passiert. Und manchmal auf den erstaunlichen Abstand zwischen beidem.
Dabei kann es das Rathaus treffen, eine Partei, ein Projekt, eine Planung – oder einfach eine Situation, die schon komisch genug ist, bevor Carla ihren ersten Satz geschrieben hat.
Aber Carla weiß natürlich auch:
Wer regelmäßig über andere schmunzelt, sollte über sich selbst lachen können.
Deshalb bekommen gelegentlich auch Carla selbst, Quickborn Aktuell und die eigene journalistische Betriebsamkeit ihr Fett weg.
Denn wer ständig Anfragen stellt, Zahlen nachrechnet, alte Protokolle ausgräbt und bei einer Pressemitteilung schon wieder die nächste Frage im Kopf hat, darf ruhig gelegentlich feststellen:
Vielleicht sind wir ja auch ein kleines bisschen speziell. 😂
Und ein bisschen Nabelschau gehört ebenfalls dazu.
Carla beschäftigt sich schließlich sehr intensiv mit Quickborn. Manchmal so intensiv, dass man den Eindruck bekommen könnte, zwischen A7 und Himmelmoor entscheide sich täglich das Schicksal der westlichen Welt.
Carla kann beruhigen:
Tut es vermutlich nicht.
Aber für uns ist es eben Quickborn. ❤️
Und deshalb darf man über eine neue Schule genauso ausführlich reden wie über einen Baum, über Millionen genauso wie über einen Eulenmarktstand – und gelegentlich sogar darüber, warum Carla schon wieder so ausführlich darüber geschrieben hat.
Das Schöne an Quickborn ist:
Es gibt ständig neue Geschichten.
Das Schöne für Carla ist:
Manche schreiben ihre Pointe gleich selbst.
Und wenn einmal niemand eine liefert, findet Carla vielleicht eine.
Und wenn selbst das nicht klappt, bleibt immer noch die sicherste Quelle für Satire:
Carla Quickborn selbst. 🦉😇
Denn ein bisschen Selbstironie hat noch keiner Kolumne geschadet.
Und ein bisschen Nabelschau?
Nun ja. Wir sind schließlich Quickborn Aktuell. Irgendwo muss „aktuell“ ja herkommen. 😎
Carla Quickborn ist die satirische Kolumne von Quickborn Aktuell. Sie greift reale Themen aus Quickborn auf und kommentiert sie mit Übertreibung, Wortspiel und Augenzwinkern. Dabei dürfen Rathaus, Politik, Stadtleben, Quickborn Aktuell und selbstverständlich Carla selbst gleichermaßen zum Gegenstand der Satire werden.