Schlagwort: Heidkampstraße

  • Straßensperrungen in Quickborn: Aktuelle Baustellen und angekündigte Einschränkungen

    In Quickborn stehen mehrere Straßensperrungen an, andere Baustellen laufen bereits. Besonders betroffen sind die Heidkampstraße und ab Montag die Autobahnbrücke im Harksheider Weg. Auch in der Innenstadt müssen sich Verkehrsteilnehmer weiterhin auf Einschränkungen einstellen. Die Übersicht fasst die veröffentlichten laufenden und angekündigten Maßnahmen zusammen.

    Stand: 31. Oktober 2026

    Heidkampstraße: Vollsperrung bis Ende November angekündigt

    Für die Heidkampstraße sieht das Asphaltprogramm der Stadt vom 29. Oktober bis 30. November eine Vollsperrung zwischen Hausnummer 20 und dem AKN-Bahnübergang vor. In diesem Abschnitt wird die Fahrbahn erneuert. Eine Durchfahrt ist während der Arbeiten nicht möglich, eine Umleitung wird ausgeschildert.

    Harksheider Weg: Autobahnbrücke vom 2. bis 6. November gesperrt

    Von Montag, 2. November, bis Freitag, 6. November, wird der Harksheider Weg zwischen Kugelfang und Kurzer Weg einschließlich der Zufahrt zum Parkplatz am Sporthotel vollständig gesperrt. Auf der Brücke über die A7 wird die beschädigte Asphaltdecke erneuert.

    Die ausgeschilderte Umleitung führt über die Feldbehnstraße.

    Auch die Buslinie 594 ist betroffen. Sie wird über die Ulzburger Landstraße, die Friedrichsgaber Straße und Beim Umspannwerk umgeleitet. Nach Angaben der Stadt entfallen die Haltestellen Quickborn, Heidefriedhof, Quickborn, Hasloher Weg sowie Friedrichsgabe, Waldstraße (Friedhof), in Richtung Wedel.

    Klaus-Groth-Straße: Vollsperrung vom 9. bis 13. November

    Die Klaus-Groth-Straße wird von Montag, 9. November, bis Freitag, 13. November, zwischen der Ulzburger Landstraße und dem Kiefernhain vollständig gesperrt. Grund ist ebenfalls die Erneuerung der Asphaltdecke. Für den Verkehr wird eine Umleitung ausgeschildert.

    Birkenweg: Hausanschlussarbeiten vom 18. bis 26. November

    Im Birkenweg ist auf Höhe der Hausnummer 14 von Mittwoch, 18. November, bis voraussichtlich Donnerstag, 26. November, eine Vollsperrung für Kraftfahrzeuge angekündigt. Dort wird ein Hausanschluss verlegt.

    Eine Umleitung wird ausgeschildert. Fußgänger können die Baustelle passieren.

    Dorotheenstraße und Dorotheenring: Längerfristige Bauarbeiten

    Die Grundsanierung von Dorotheenstraße und Dorotheenring läuft seit dem 24. August. Das Gesamtvorhaben ist in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt und soll voraussichtlich bis Mitte 2029 dauern. Erneuert werden Straßen, Gehwege, Kanalisation und Versorgungsleitungen.

    Während der Bauarbeiten ist die Durchfahrt vom Harksheider Weg zur Bahnhofstraße nicht möglich. Die Zufahrten zu den Grundstücken können sich mit dem Baufortschritt ändern. Auch der Fußweg zwischen Bahnhofstraße und Dorotheenring kann zeitweise teilweise oder vollständig gesperrt werden.

    Die lange Bauzeit bedeutet dabei keine durchgehende Vollsperrung sämtlicher Straßenabschnitte: Gebaut wird abschnittsweise.

    Ladenzeile am Harksheider Weg: Einschränkungen bis Jahresende

    An der Ladenzeile im Bereich Harksheider Weg 95 bis 107 werden Entwässerungsleitungen und angrenzende Flächen erneuert. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende 2026 dauern.

    Betroffen sind die Erschließungsfahrbahn, öffentliche Parkplätze und die Fußgängerquerung an der Ampel. Die Zufahrt zu den Parkplätzen wird zeitweise zur Sackgasse. Möglichst viele Stellplätze sollen erreichbar bleiben.

    Der Harksheider Weg selbst bleibt in diesem Bereich geöffnet. Die Geschäfte sind während der Bauzeit zu Fuß erreichbar.

    Querstraße: Eintägige Sperrung am 22. Dezember

    Bereits angekündigt ist außerdem eine Vollsperrung der Querstraße auf Höhe der Hausnummern 15 bis 17 am Dienstag, 22. Dezember, von 7 bis 17 Uhr. Anlass sind Kranarbeiten.

    Kraftfahrzeuge können die Baustelle während dieser Zeit nicht durchfahren. Für Fußgänger und Radfahrer bleibt eine Passage möglich.

    Bauzeiten können sich ändern

    Insbesondere Asphaltarbeiten sind vom Wetter abhängig. Die angekündigten Zeiträume können sich deshalb kurzfristig verschieben. Maßgeblich sind die Beschilderung vor Ort und ergänzende Mitteilungen der Stadt.

    Quellen

  • 790.000 Euro für Asphalt – Quickborn unterhält Straßen trotz Millionen-Defizit

    Quickborn setzt im Oktober und November sein Asphaltprogramm fort. Auf mehreren Straßen werden die Fahrbahndecken unterhalten. Insgesamt sollen 2026 rund 15.000 Quadratmeter neue Asphaltdecken aufgebracht werden. Für die jetzt angekündigten Arbeiten nennt die Stadt Kosten von rund 790.000 Euro.

    Die Straßenunterhaltung ist sinnvoll und notwendig. Der Blick auf die Finanzierung zeigt allerdings das inzwischen bekannte Quickborner Problem: Geld auszugeben, ist in einer Stadt selten die Schwierigkeit. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, auch die Einnahmen zu erzielen, mit denen diese Ausgaben bezahlt werden können.

    Diese Straßen sind betroffen

    Im zweiten Bauabschnitt sind mehrere Straßen und Straßenabschnitte betroffen. Während der Arbeiten sind jeweils Vollsperrungen vorgesehen.

    • Kurzer Kamp: Zwischen Langenkamp und Querkamp vom 5. bis 9. Oktober 2026.
    • Langenkamp: Vom Harksheider Weg einschließlich des Kreisverkehrs vom 12. bis 20. Oktober 2026.
    • Querkamp: Zwischen Langenkamp und Kurzer Kamp vom 19. bis 23. Oktober 2026.
    • Klingenberg/Himmelmoorchaussee: Zwischen Heinrich-Hertz-Straße und Himmelmoorchaussee bis Hausnummer 16 vom 26. bis 30. Oktober 2026.
    • Heidkampstraße: Zwischen Hausnummer 20 und dem Bahnübergang der AKN vom 29. Oktober bis 30. November 2026.
    • Harksheider Weg: Zwischen Kugelfang und Kurzer Weg einschließlich der Zufahrt zum Parkplatz des Sporthotels vom 2. bis 6. November 2026.
    • Klaus-Groth-Straße: Zwischen Ulzburger Landstraße und Kiefernhain vom 9. bis 13. November 2026.

    Umleitungen werden ausgeschildert. Die angegebenen Zeiträume können sich nach Angaben der Stadt aufgrund der Witterung oder unvorhergesehener Störungen im Bauablauf noch verändern.

    1,5 Millionen Euro jährlich für Asphaltarbeiten

    Die Asphaltarbeiten gehören zur Straßenunterhaltung. Im Haushalt sind dafür jährlich 1,5 Millionen Euro eingeplant.

    Dass verschlissene Fahrbahndecken unterhalten werden, ist richtig. Wer notwendige Straßenunterhaltung immer weiter aufschiebt, riskiert größere Schäden und am Ende höhere Kosten.

    Das Problem liegt deshalb nicht in den Arbeiten selbst, sondern in ihrer Finanzierung.

    12,5 Millionen Euro Defizit

    Der Haushalt 2026 ist mit einem Defizit von rund 12,5 Millionen Euro hochdefizitär. Das entspricht rund 558 Euro pro Einwohner und Jahr.

    Quickborn kann seine laufenden Ausgaben derzeit nur mit zusätzlicher Kreditaufnahme vollständig finanzieren.

    Geld auszugeben, ist in einer Stadt selten das Problem. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, auch das Geld einzunehmen, mit dem die vielen beschlossenen Leistungen und Projekte bezahlt werden können. Genau dort liegt inzwischen die entscheidende Baustelle des Quickborner Haushalts.

    Die Rechnung verschwindet nicht

    790.000 Euro für Straßenunterhaltung sind schnell beschlossen und ausgegeben. Eine überzeugende Geschichte wäre es, wenn die Stadt gleichzeitig einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen könnte und diejenigen, die die Leistungen heute nutzen, dafür auch heute die Rechnung bezahlen.

    Bei einem Defizit von rund 12,5 Millionen Euro funktioniert dieses Prinzip derzeit nicht. Ein Teil der heutigen Ausgaben wird damit in zukünftige Haushalte verschoben.

    Die Straßen werden heute unterhalten und heute genutzt. Bezahlen müssen die Folgen der heutigen Finanzierung jedoch auch kommende Generationen – unsere Kinder, Enkel und möglicherweise noch deren Kinder.

    Haushaltsausgleich ist kein neuer Gedanke

    Dabei ist der Grundsatz keineswegs neu. Bereits seit den Anfangsjahren der schleswig-holsteinischen Gemeindeordnung gehört eine geordnete Haushaltswirtschaft zu den zentralen Pflichten der Kommunen.

    § 75 der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein formuliert den Grundsatz heute eindeutig: Der Haushaltsausgleich hat Vorrang vor allen anderen finanzpolitischen Erwägungen.

    Straßenunterhaltung bleibt notwendig. Nachhaltige Finanzpolitik bedeutet aber mehr, als sinnvolle Ausgaben zu beschließen. Sie bedeutet auch, die Einnahmen zu erwirtschaften, mit denen diese Ausgaben bezahlt werden.

    Genau das dürfte für Quickborn die deutlich schwierigere Aufgabe werden.