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  • Waldschule: Gute Nachrichten bei der Millionenförderung – IB.SH bestätigt Quickborns Berechnung

    12. Oktober 2026 | Quickborn Aktuell

    Gute Nachrichten für die Waldschule: Die Investitionsbank Schleswig-Holstein hält die Förderberechnung der Stadt Quickborn für grundsätzlich nachvollziehbar. Rund 4,92 Millionen Euro Zuschuss sind beantragt. Unsere Akteneinsicht zeigt: Die zentrale Berechnungsgrundlage hat die erste Prüfung bestanden.

    Quickborn Aktuell hat die Förderakten für alle drei Quickborner Grundschulen bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) eingesehen. Bei der Waldschule gibt es dabei eine erfreuliche Feststellung.

    Die Stadt hat 20,8 Prozent der gesamten Baukosten dem Offenen Ganztag zugerechnet. Grundlage ist der Anteil der Gebäudeflächen, der künftig für die Ganztagsbetreuung vorgesehen ist.

    Die Förderbank schreibt dazu ausdrücklich: „Dieser Ansatz ist grundsätzlich nachvollziehbar.“

    Das ist noch keine Förderzusage. Aber ein gutes Signal.

    Knapp fünf Millionen Euro beantragt

    Aus der Berechnung ergeben sich rund 5,78 Millionen Euro Kosten für den Ganztagsanteil. Bei einer Förderung von 85 Prozent stehen damit rund 4,92 Millionen Euro Zuschuss im Raum.

    Die Stadt hat den Ganztagsanteil anhand der vorgesehenen Flächen ermittelt. Genau diese Herleitung bezeichnet die Förderbank als grundsätzlich nachvollziehbar.

    Die IB.SH möchte noch bestätigt haben, dass die dem Ganztag zugeordneten Flächen tatsächlich vollständig für diesen Zweck genutzt werden.

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    Einige Fragen bleiben offen

    Ganz ohne Nachfragen geht es auch bei der Waldschule nicht.

    Die Förderbank verlangt unter anderem eine detaillierte Ausstattungsliste. Außerdem möchte sie wissen, ob ein beantragter Transportbus ausschließlich dem Ganztag dient und wie die geplante Photovoltaikanlage genutzt und finanziert werden soll.

    Weitere Angaben sind zur Nutzung vorhandener Räume und zur Finanzierung der nicht förderfähigen Baukosten erforderlich.

    Hinzu kommt der Zeitplan. Nach dem Antrag sollen die geförderten Maßnahmen bis zum 31. Dezember 2029 abgeschlossen sein. Die IB.SH fordert deshalb einen detaillierten Bauzeitenplan.

    Diese Punkte muss Quickborn noch klären. Die grundsätzliche Berechnung des Ganztagsanteils hat die Förderbank bislang jedoch nicht beanstandet.

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    Bei Goethe und Mühlenberg wackeln Millionen

    Wie wichtig eine nachvollziehbare Förderberechnung ist, zeigen die beiden anderen Quickborner Grundschulen.

    Bei der Mühlenberg-Grundschule wurden unter anderem Bewegungsraum, Mensa und Küche vollständig dem Ganztag zugerechnet. Die Förderbank verlangte dafür zusätzliche Nachweise.

    Ursprünglich wurden rund 12,83 Millionen Euro Förderung beantragt. Bürgermeister Thomas Beckmann rechnet inzwischen offenbar nur noch mit etwa der Hälfte. Damit könnten rund 6,4 Millionen Euro der ursprünglich erhofften Zuschüsse wegfallen.

    Bei der Goethe-Schule ist die Lage ebenfalls schwierig. Dort wurden ursprünglich rund sechs Millionen Euro beantragt. Inzwischen hofft die Stadt auf etwa drei Millionen Euro.

    Ob selbst diese Summe erreicht wird, bleibt offen. Schließlich wurde ursprünglich eine Erweiterung mit Sanierungsmaßnahmen beantragt. Inzwischen ist ein vollständiger Neubau beschlossen worden.

    Das ist ein grundlegend verändertes Projekt. Quickborn Aktuell sieht deshalb auch das Risiko, dass aus dem ursprünglichen Ganztagsantrag am Ende überhaupt keine Förderung bewilligt wird. Eine entsprechende Entscheidung der Förderbank liegt bislang nicht vor.

    Hoffen wir, dass wenigstens die drei Millionen Euro noch kommen. Auch das wäre kein Pappenstiel.

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    Ein gutes Signal für die Waldschule

    Bei der Waldschule sieht die Ausgangslage erfreulicher aus. Die Stadt hat ihren Ganztagsanteil klar abgegrenzt und dafür von der Förderbank eine positive erste Bewertung erhalten.

    Jetzt müssen die offenen Fragen beantwortet und der Bauzeitenplan abgestimmt werden.

    Rund 4,92 Millionen Euro sind beantragt. Wenn daraus eine verbindliche Förderzusage wird, wäre das eine richtig gute Nachricht für die Waldschule und für Quickborn.

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  • Mühlenberg: Millionen-Förderung auf dem Prüfstand

    Quickborn hat für den Ausbau der Mühlenberg-Grundschule kräftig Fördermittel beantragt. Bürgermeister Thomas Beckmann rechnet inzwischen offenbar nur noch mit rund der Hälfte. Nach Akteneinsicht bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein wird deutlich, wo das Problem liegt.

    Quickborn Aktuell hat die Förderakten für die drei Grundschulen bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein eingesehen. Bei der Mühlenberg-Grundschule fällt dabei eines besonders auf: Die Stadt hat zahlreiche Räume mit sehr hohen Ganztagsanteilen angesetzt. Die Förderbank wollte dafür Belege.

    Der Antrag war Ende Juli noch nicht bewilligungsreif. Es ging nicht um fehlende Unterschriften oder Kleinigkeiten. Die IB.SH stellte Fragen zur Nutzung von Räumen, zu den angesetzten Quoten und damit unmittelbar zur Höhe der Förderung.

    100 Prozent für einen Bewegungsraum

    Ein Beispiel ist der geplante Bewegungsraum.

    Quickborn rechnete ihn vollständig dem Offenen Ganztag zu – 100 Prozent. Die Investitionsbank fragte nach: Wird dieser Raum wirklich nicht für regulären Schulsport oder andere Zwecke genutzt?

    Zum Vergleich verwies die Förderbank für Sportflächen auf einen Orientierungswert von lediglich 35 Prozent Ganztagsnutzung. Wer deutlich darüber liegt, muss das nachvollziehbar begründen.

    Auch bei Gruppenräumen, Lernlandschaften und Fachräumen schaute die IB.SH genau hin. Für Räume, die Schule und Ganztag gemeinsam nutzen, ist regelmäßig eine deutlich niedrigere Förderquote anzusetzen.

    Mensa und Küche ebenfalls voll angesetzt

    Dasselbe Bild bei Mensa und Schulküche.

    Auch diese Bereiche wurden nach den Unterlagen vollständig dem Ganztag zugerechnet. Die Förderbank wollte wissen, ob dort tatsächlich ausschließlich Ganztagskinder versorgt werden – oder ob Mensa und Küche auch während des normalen Schulbetriebs, bei Veranstaltungen oder für andere Zwecke genutzt werden.

    Das klingt technisch. Ist es aber nur auf den ersten Blick.

    Denn jeder Prozentpunkt entscheidet darüber, welcher Teil der Baukosten überhaupt förderfähig ist. Bei einem Millionenprojekt können aus unterschiedlichen Nutzungsquoten schnell Millionenbeträge werden.

    Beckmann rechnet nur noch mit rund der Hälfte

    Bürgermeister Thomas Beckmann hat inzwischen selbst deutlich gemacht, dass Quickborn bei der Mühlenberg-Grundschule wohl nicht mehr mit der ursprünglich erhofften Förderung rechnen kann. Im Raum stehen nur noch etwa 50 Prozent der beantragten Summe.

    Nach der Akteneinsicht überrascht das nicht.

    Der Antrag wurde Ende 2025 fristgerecht gestellt. Doch noch sieben Monate später musste die Stadt wesentliche Nutzungsanteile gegenüber der Förderbank näher erklären. Die IB.SH hatte die Anträge aller drei Schulen am 30. Juli noch nicht als bewilligungsreif eingestuft.

    Jetzt zählt, was anerkannt wird

    Für Quickborn geht es damit um viel Geld.

    Die Stadt hatte für den Ausbau der Mühlenberg-Grundschule mit erheblichen Zuschüssen gerechnet. Entscheidend ist jetzt aber nicht mehr, was beantragt wurde.

    Entscheidend ist, was die Investitionsbank am Ende anerkennt.

    Und gerade bei der Mühlenberg-Grundschule zeigt die Akte: Bei mehreren großen Flächen wollte die Förderbank genauer wissen, ob tatsächlich 100 Prozent Ganztag drinstecken, wo Quickborn 100 Prozent Ganztag draufgeschrieben hat.

    Wenn am Ende tatsächlich nur ungefähr die Hälfte der beantragten Förderung übrig bleibt, wäre das kein kleiner Abschlag. Es ginge um mehrere Millionen Euro.

    Und genau deshalb lohnt sich der Blick in die Akten.

  • Hoffentlich klappt das mit den Fördergeldern: Goethe-Neubau weicht grundlegend vom Antrag ab

    Drei Millionen Euro sind kein Pappenstiel. Quickborn hofft beim Neubau der Goethe-Schule weiter auf eine Millionenförderung aus dem Ganztagsprogramm. Das Problem: Beantragt wurde Ende 2025 ein anderes Projekt.

    Der Förderantrag für die Goethe-Schule stammt aus einer Planung, die inzwischen überholt ist. Ende 2025 beantragte die Stadt rund sechs Millionen Euro für den Ganztagsausbau auf Grundlage einer Erweiterungs- und Sanierungsplanung.

    Seit dem 23. September steht dagegen fest: Die Goethe-Schule soll vollständig neu gebaut werden.

    Wie viel Förderung bleibt?

    Damit stellt sich eine entscheidende Frage: Wie viel Förderung lässt sich aus dem ursprünglichen Antrag noch für den Neubau nutzen?

    Nach den inzwischen bekannten Rahmenbedingungen wird offenbar nur noch mit rund drei Millionen Euro aus dem Ganztagsprogramm gerechnet. Auch das wäre eine erhebliche Summe.

    Dass Änderungen am Projekt für die Förderung eine Rolle spielen können, war der Verwaltung bereits vor der Neubauentscheidung bewusst. Noch am 7. September fragte die Stadt bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein nach, ob der beantragte Baukörper auf dem Grundstück verschoben und in seiner Ausführung verändert werden könne.

    Der ursprüngliche Antrag war sehr konkret

    Die Förderbank prüfte einzelne Räume, Nutzungsanteile und Kostenpositionen. Bei Gruppenräumen, Mensa, Küche, Außenanlagen und Ausstattung verlangte sie weitere Nachweise. Entscheidend ist dabei jeweils, welche Flächen tatsächlich dem Ganztag dienen.

    Nun wird nicht mehr erweitert und saniert, sondern neu gebaut. Damit können sich Raumprogramm, Flächen, Kosten und die Zuordnung einzelner Bereiche zum Ganztag grundlegend verändern.

    Änderungen sind nicht beliebig möglich

    Wie sensibel größere Änderungen im Förderverfahren sein können, zeigt ein anderer Vorgang aus demselben Programm. Als Quickborn im Frühjahr prüfen ließ, ob bereits beantragte Fördermittel auf ein zum Kauf angebotenes anderes Schulgebäude übertragen werden könnten, stellte die Förderbank klar: Das wäre ein Neuantrag. Die Antragsfrist war allerdings bereits Ende 2025 abgelaufen.

    Der Neubau am bisherigen Standort ist damit nicht automatisch vergleichbar. Klar ist aber: Das Projekt, das Quickborn heute bauen will, unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von dem Projekt, für das Ende 2025 Förderung beantragt wurde.

    Fördermillionen bleiben wichtig

    Für den Neubau wurden im Sommer rund 26,35 Millionen Euro kalkuliert. Spezialabriss und Entsorgung schadstoffbelasteter Bauteile waren darin noch nicht enthalten. Im Haushaltsentwurf sind inzwischen rund 1,8 Millionen Euro allein für den Abbruch des Bestandsgebäudes vorgesehen.

    Umso wichtiger sind die Fördermittel.

    Hoffentlich klappt es. Drei Millionen Euro sind kein Pappenstiel. Entscheidend wird sein, ob und in welchem Umfang die Förderbank den ursprünglichen Antrag auch für den nun beschlossenen Neubau akzeptiert.