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  • Einbruchssaison hat begonnen: Wohnungseinbrüche und Trickbetrüger in Quickborn und Umgebung

    Einbruchssaison hat begonnen: Wohnungseinbrüche und Trickbetrüger in Quickborn und Umgebung

    Die Einbruchssaison hat begonnen. In Quickborn und der Umgebung meldet die Polizei mehrere Wohnungseinbrüche innerhalb weniger Tage. Gleichzeitig häufen sich Taschendiebstähle in der Pinneberger Innenstadt. Dazu kommen falsche Handwerker, Schockanrufe und eine neue Betrugsmasche mit angeblichen Finanzbeamten.

    Die Tage werden kürzer, es wird früher dunkel. Für Wohnungseinbrecher beginnt damit die besonders günstige Jahreszeit. Die jüngsten Polizeimeldungen aus unserer Region zeigen, dass die Täter bereits unterwegs sind. Dabei schlagen sie keineswegs nur nachts zu. Mehrere Einbrüche ereigneten sich am helllichten Tag.

    Wohnungseinbrüche in Quickborn und Umgebung

    Quickborn: Am 29. September gegen 21 Uhr versuchten zwei dunkel gekleidete Personen, die Haustür eines Einfamilienhauses in der Talstraße aufzuhebeln. Der Bewohner bemerkte verdächtige Geräusche. Die Täter brachen ihren Einbruchsversuch ab und flüchteten nach Polizeiangaben mit einem weißen SUV in Richtung Harksheider Weg.

    Kummerfeld: Am 5. Oktober drangen Unbekannte zwischen 11:30 und 14:20 Uhr in ein Einfamilienhaus in der Straße Am Sportplatz ein. Sie durchsuchten die Räume und stahlen Schmuck und Bargeld.

    Pinneberg: Am 13. Oktober brachen Täter zwischen 7:50 und 12:20 Uhr in eine Wohnung in der Friedrich-Ebert-Straße ein. Sie durchsuchten die Räume und entwendeten unter anderem Bargeld.

    Halstenbek: Am 14. Oktober traf es eine Wohnung in der Bahnhofstraße. Zwischen 6 und 16 Uhr drangen Unbekannte gewaltsam über die Wohnungstür ein und durchsuchten die Räume.

    Norderstedt: Ebenfalls am 13. Oktober wurden im Heidehofweg gleich zwei Wohnungen eines Mehrfamilienhauses aufgebrochen. Die Täter benötigten dafür offenbar nur ein kurzes Zeitfenster zwischen 11:25 und 12 Uhr. Gestohlen wurden unter anderem Bargeld und eine Spielkonsole.

    Die Fälle machen deutlich: Einbrecher nutzen auch die Stunden, in denen die Bewohner arbeiten, einkaufen oder anderweitig unterwegs sind.

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    Wie entwickeln sich die Einbruchszahlen?

    Die aktuellen Polizeimeldungen zeigen mehrere Einbrüche innerhalb kurzer Zeit. Eine statistische Einordnung ist allerdings wichtig.

    Im Jahr 2024 registrierte die Polizei im Kreis Pinneberg 390 Wohnungseinbrüche. Im Jahr 2025 ging die Zahl auf 233 zurück. Das waren 157 Fälle weniger, ein Rückgang um rund 40 Prozent.

    Für das laufende Jahr 2026 liegt noch keine abgeschlossene Jahresstatistik vor. Die aktuellen Einbrüche sollten deshalb nicht mit einer bereits nachgewiesenen Zunahme im gesamten Kreis verwechselt werden.

    Unabhängig davon hat die dunkle Jahreszeit begonnen. Die Polizei empfiehlt gerade im Herbst und Winter besondere Aufmerksamkeit und einen wirksamen Einbruchschutz.

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    Pinneberger Innenstadt: Polizei verstärkt Kontrollen wegen Taschendiebstählen

    Auch in der Pinneberger Innenstadt gibt es Probleme mit Diebstählen.

    Am 16. Oktober meldete die Polizeidirektion Bad Segeberg ausdrücklich eine Häufung von Taschendiebstählen, besonders im Innenstadtbereich.

    Allein in der betreffenden Woche wurden in Pinneberg, Bönningstedt und Schenefeld vier Taschendiebstähle angezeigt. Alle ereigneten sich beim Einkaufen. Zusätzlich wurden bei der Polizei vier gefundene Geldbörsen abgegeben, deren Besitzer zunächst nicht ermittelt werden konnten.

    Insgesamt liegt die Zahl der bekannt gewordenen Taschendiebstähle der vergangenen Wochen nach Polizeiangaben im niedrigen zweistelligen Bereich.

    Die Polizei reagierte mit zusätzlichen Kontrollen. Dabei waren sowohl zivile als auch uniformierte Einsatzkräfte unterwegs.

    Bereits Ende August hatte die Polizei außerdem den besonderen Kontrollbereich in der Pinneberger Innenstadt und im Bahnhofsumfeld bis zum 28. Februar 2027 verlängert. Hintergrund ist die anhaltend hohe Kriminalitätsbelastung in diesem Gebiet.

    Unsere Empfehlung: Geldbörsen, Smartphones und Wertsachen gehören beim Einkaufen nicht in offene Jackentaschen oder leicht zugängliche Außentaschen. Handtaschen sollten geschlossen und möglichst vor dem Körper getragen werden.

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    Falsche Handwerker und Schockanrufe

    Neben Einbrechern sind auch Trickbetrüger in der Region unterwegs.

    Ende September meldete die Polizei mehrere Vorfälle aus Klein Nordende, Heede und Bullenkuhlen. Dort hatten sich drei Männer als Handwerker ausgegeben und angebliche Dach- oder Dachrinnenarbeiten angeboten.

    In einem Fall folgte einer der Männer einem älteren Hausbewohner unter einem Vorwand ins Haus und suchte nach Wertgegenständen. Die vermeintlichen Handwerker verlangten außerdem Geld für Arbeiten, die teilweise ohne Zustimmung der Eigentümer begonnen worden waren.

    Die Polizei warnt ausdrücklich davor, unbekannte Handwerker ohne vorherige Vereinbarung ins Haus zu lassen oder Bargeld für unangekündigte Arbeiten auszuhändigen.

    Hinzu kommen sogenannte Schockanrufe. Dabei behaupten Betrüger beispielsweise, ein Familienmitglied habe einen schweren Unfall verursacht oder befinde sich in einer Notlage. Als angebliche Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Ärzte verlangen die Anrufer anschließend Geld oder Wertsachen.

    Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und den betroffenen Angehörigen selbst anrufen. Niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen übergeben!

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    Neue Betrugsmasche: Falsche Finanzbeamte rufen an

    Am 16. Oktober veröffentlichte das Finanzministerium Schleswig-Holstein eine weitere Warnung.

    Unbekannte geben sich am Telefon als Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des Finanzamts aus. Sie versuchen, persönliche Informationen, Steuernummern und Bankverbindungen zu erfragen.

    Das Finanzministerium stellt klar: Das Finanzamt fordert niemals unvermittelt telefonisch zu Zahlungen auf und fragt am Telefon keine sensiblen Daten wie Bankverbindungen oder Steuernummern ab.

    Auch bei unerwarteten E-Mails oder SMS mit Zahlungsaufforderungen oder der Bitte um persönliche Daten ist Vorsicht geboten.

    Die Steuerverwaltung empfiehlt, bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen. Wer unsicher ist, ob eine Kontaktaufnahme tatsächlich vom Finanzamt stammt, sollte sich selbst über die offiziellen Kontaktdaten an sein zuständiges Finanzamt wenden.

    Die Warnung des Finanzministeriums Schleswig-Holstein wurde am 16. Oktober veröffentlicht.

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    So schützt Ihr Euch vor Einbrechern und Betrügern

    Einige einfache Maßnahmen können helfen, Einbrüche und Betrugsversuche zu verhindern:

    • Haustüren abschließen: Auch bei kurzer Abwesenheit. Eine nur zugezogene Tür ist schnell geöffnet.
    • Fenster sichern: Gekippte Fenster sind für Einbrecher praktisch offene Fenster.
    • Aufmerksamkeit zeigen: Unbekannte Personen oder Fahrzeuge, die sich auffällig für Nachbarhäuser interessieren, können ein Anlass sein, genauer hinzuschauen.
    • Keine Fremden ins Haus lassen: Besonders bei unangekündigten Handwerkern oder angeblichen Behördenmitarbeitern vorsichtig sein.
    • Keine sensiblen Daten herausgeben: Weder am Telefon noch per E-Mail oder SMS.
    • Nicht unter Druck setzen lassen: Betrüger arbeiten häufig mit angeblicher Eile, Drohungen oder erfundenen Notfällen.
    • Verdächtige Beobachtungen melden: Bei akuter Gefahr oder einem Einbruch sofort die Polizei unter 110 verständigen.

    Wer Hinweise zu den geschilderten Wohnungseinbrüchen geben kann, erreicht die Kriminalpolizei Pinneberg unter 04101 202-0.

    Niemand sollte versuchen, Einbrecher selbst aufzuhalten oder zu verfolgen.

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    Bitte weitersagen – besonders an ältere Menschen!

    Quickborn Aktuell bittet alle Leserinnen und Leser, diese Warnungen auch im Familien- und Freundeskreis weiterzugeben.

    Sprecht mit Euren Eltern, Großeltern, Nachbarn und Bekannten über die aktuellen Betrugsmaschen. Gerade ältere Menschen werden von Trickbetrügern häufig gezielt angesprochen.

    Wer allein lebt, freut sich vielleicht auch über einen aufmerksamen Nachbarn, der gelegentlich ein Auge auf das Haus wirft.

    Eine gute Nachbarschaft ist kein Ersatz für wirksamen Einbruchschutz. Aber Aufmerksamkeit und gegenseitige Unterstützung können helfen, Straftaten zu verhindern.

    Also: Passt auf Euch auf, achtet auf Eure Nachbarn und gebt die Warnungen bitte weiter!

    Bei einem laufenden Einbruch, akuter Gefahr oder anderen Notfällen gilt: Polizeinotruf 110.

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    Quickborn Aktuell informiert über aktuelle Entwicklungen in Quickborn und der Region. Grundlage dieses Berichts sind Polizeimeldungen der Polizeidirektion Bad Segeberg, die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 und die Medieninformation des Finanzministeriums Schleswig-Holstein vom 16. Oktober 2026.