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  • Diese Rede gehört in die Quickborner Ratsversammlung. Chapeau, Annabell Krämer!

    Diese Rede gehört in die Quickborner Ratsversammlung. Chapeau, Annabell Krämer!

    Quickborn Aktuell | 13. Oktober 2026 | Thomas Köppl

    In Kiel warnt die FDP vor immer neuen kommunalen Schulden. In Quickborn trägt die Partei den finanzpolitischen Kurs der CDU mit. Eine Landtagsrede, die auch vor Ort zu denken geben sollte.

    Klare Worte aus dem Landtag

    Manchmal hört man eine politische Rede und denkt: Genau das müsste jetzt auch einmal in Quickborn gesagt werden.

    Am 7. Oktober 2026 hat die FDP-Landtagsabgeordnete Annabell Krämer im Schleswig-Holsteinischen Landtag eine bemerkenswerte Rede gehalten. Thema war die geplante Erleichterung der Kreditaufnahme für finanziell angeschlagene Kommunen.

    Krämer fand deutliche Worte gegen eine Politik, die Haushaltsprobleme mit immer neuen Schulden beantwortet.

    „Die Entscheidung über einen Kredit fällt heute. Zinsen und Tilgung zahlen die Haushalte von morgen.“

    Ein Satz, der genauso gut über der nächsten Quickborner Ratsversammlung stehen könnte.

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    Quickborn liefert das passende Beispiel

    Denn während Annabell Krämer in Kiel vor einer kommunalen Schuldenspirale warnt, entwickelt sich der Quickborner Haushalt in genau diese Richtung.

    Der Haushaltsentwurf 2027 weist ein Defizit von rund 15,24 Millionen Euro aus. Bis 2030 summieren sich die geplanten Fehlbeträge auf rund 59,77 Millionen Euro.

    Neue Investitionskredite treiben die Verschuldung weiter nach oben. Gleichzeitig steigen die Zinsausgaben. Von rund 1,65 Millionen Euro im Jahr 2025 auf voraussichtlich 3,42 Millionen Euro im Jahr 2030.

    Geld, das dann weder für Schulen noch für Straßen, Vereine oder andere kommunale Aufgaben zur Verfügung steht.

    Und die großen Investitionen der kommenden Jahre sind längst nicht alle vollständig finanziell berücksichtigt.

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    In Kiel warnen, in Quickborn mittragen?

    Besonders interessant wird Krämers Rede beim Blick auf die Quickborner FDP.

    Während ihre Parteifreundin im Landtag die Verschuldungspolitik von CDU und Grünen scharf kritisiert, trägt die FDP in Quickborn den finanzpolitischen Kurs der CDU mit.

    Dabei sind die Haushaltsprobleme bekannt. Die Defizite wachsen, die Kreditbelastung steigt und eine belastbare Sparbilanz der Stadtverwaltung liegt weiterhin nicht vor.

    Natürlich brauchen Kommunen Investitionen. Schulen müssen gebaut, Straßen erhalten und gesetzliche Aufgaben erfüllt werden.

    Aber nicht jede Investition ist deshalb automatisch wirtschaftlich. Und nicht jedes politisch gewünschte Projekt wird dadurch finanzierbar, dass sich die Stadt weiteres Geld leiht.

    Genau davor warnt Annabell Krämer.

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    Eine Rede mit Wirkung – hoffentlich auch in Quickborn

    Krämer beschreibt einen einfachen Zusammenhang: Wer dauerhaft mehr ausgibt, als er einnimmt, löst seine Probleme nicht durch zusätzliche Kredite.

    Das gilt für das Land Schleswig-Holstein. Und selbstverständlich auch für die Stadt Quickborn.

    Bemerkenswert ist dabei, dass Annabell Krämer als finanzpolitische Sprecherin ihrer Fraktion nicht irgendeine Stimme innerhalb der FDP ist. Sie gehört zu denjenigen, die den finanzpolitischen Kurs ihrer Partei maßgeblich prägen.

    Vielleicht lohnt es sich deshalb, ihre Rede auch innerhalb der Quickborner FDP einmal gründlich zu lesen.

    Denn die entscheidende Frage lautet nicht, wie viel Geld eine Stadt noch leihen darf.

    Die entscheidende Frage lautet, wie viel Verschuldung sie ihren Bürgerinnen und Bürgern und den kommenden Generationen noch zumuten kann.

    Annabell Krämer hat dazu in Kiel eine klare Haltung gezeigt.

    Chapeau!

    Diese Rede gehört in die Quickborner Ratsversammlung. Am besten noch vor der nächsten Haushaltsentscheidung.

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