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  • Neues Tanklöschfahrzeug für Quickborn: 600.000 Euro eingeplant

    31 Jahre hat das bisherige Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Quickborn inzwischen auf dem Buckel. Nun soll ein Nachfolger angeschafft werden. Die Stadt rechnet mit Kosten von 600.000 Euro. Viel Geld für ein Fahrzeug – doch angesichts der Preise für moderne Feuerwehrtechnik könnte diese Kalkulation sogar knapp ausfallen.

    Das bisherige Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 stammt aus dem Jahr 1995. Die übliche Nutzungsdauer solcher Einsatzfahrzeuge wird mit 25 Jahren angesetzt. Eine Ersatzbeschaffung war deshalb schon länger vorgesehen, wurde jedoch mehrfach zugunsten dringenderer Anschaffungen zurückgestellt.

    Inzwischen machen sich das Alter und die zunehmende Abnutzung bemerkbar. Auch die Unterhaltung wird teurer. Hinzu kommt eine Lieferzeit von voraussichtlich drei Jahren. Wird das neue Fahrzeug wie geplant 2029 ausgeliefert, hat sein Vorgänger rund 34 Dienstjahre hinter sich.

    Mehr Löschwasser und Platz für neun Feuerwehrleute

    Das neue Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 4000 soll künftig an der Feuerwache Ost stationiert werden. Es wird insbesondere bei größeren Bränden, in Gewerbe- und Industriegebieten sowie bei Wald- und Moorbränden eingesetzt.

    Zur Ausstattung gehören ein großer Löschwassertank, eine leistungsfähige Pumpe, ein Schaum-Wasserwerfer und besondere Ausrüstung zur Bekämpfung von Vegetationsbränden.

    Eine Besonderheit ist die geplante Gruppenkabine. Statt der bei diesem Fahrzeugtyp üblichen drei Personen sollen neun Feuerwehrleute mitfahren können. Damit trägt die Feuerwehr ihrer inzwischen auf zwei Standorte verteilten Organisation und den gestiegenen personellen und taktischen Anforderungen Rechnung.

    Das Fahrzeug soll sowohl eigenständig eingesetzt werden können als auch die vorhandenen Löschfahrzeuge unterstützen. Gerade bei größeren Schadenslagen und lang andauernden Einsätzen bedeutet zusätzliche Löschwasserkapazität einen wichtigen Sicherheitsgewinn.

    600.000 Euro – und das könnte knapp werden

    Die veranschlagten 600.000 Euro sind eine erhebliche Summe. Allerdings handelt es sich bei einem Tanklöschfahrzeug nicht um einen gewöhnlichen Lastwagen, sondern um ein aufwendig konstruiertes Spezialfahrzeug mit umfangreicher Löschtechnik.

    Wie teuer solche Fahrzeuge inzwischen geworden sind, zeigen Beschaffungen anderer Kommunen. Die Stadt Giengen vergab im Oktober 2025 ein TLF 4000 für rund 580.000 Euro. Bei einer gemeinsamen Beschaffung mehrerer sächsischer Kommunen lag der Preis bereits 2024 bei rund 619.000 Euro je Fahrzeug.

    Die Ausstattungen sind nicht vollständig vergleichbar. Dennoch zeigen diese Beispiele, dass der Quickborner Ansatz von 600.000 Euro keineswegs großzügig bemessen ist. Gerade die vorgesehene Gruppenkabine könnte zusätzliche Kosten verursachen.

    Ob der Betrag ausreicht, wird sich erst nach der europaweiten Ausschreibung zeigen.

    Dabei spielt auch die lange Lieferzeit eine Rolle. Zwar sollen die Aufträge bereits 2026 erteilt werden, sodass die Preise nicht zwangsläufig erst bei der Lieferung 2029 festgelegt werden. Entscheidend sind jedoch die angebotenen Vertragspreise und mögliche Vereinbarungen über spätere Kostenanpassungen.

    Bezahlung erst in den kommenden Jahren

    Die Verwaltung hat die Beschaffung auf drei Lose aufgeteilt: Fahrgestell, feuerwehrtechnischer Aufbau und Beladung. Der Auftrag soll nach einer europaweiten Ausschreibung an die jeweils wirtschaftlichsten Anbieter vergeben werden.

    Im Haushalt sind Verpflichtungsermächtigungen von insgesamt 600.000 Euro vorgesehen. Davon entfallen 200.000 Euro auf das Jahr 2028 und weitere 400.000 Euro auf 2029.

    Über den Ausschreibungsbeschluss entscheidet der Ausschuss für kommunale Dienstleistungen am 10. November 2026.

    Investition in die Sicherheit

    Die Ersatzbeschaffung ist sinnvoll. Gerade eine Stadt wie Quickborn mit größeren Gewerbegebieten, Autobahnanschluss und ausgedehnten Wald- und Moorflächen benötigt eine leistungsfähige Feuerwehr.

    Bemerkenswert bleibt allerdings, welche Summen Kommunen inzwischen für moderne Feuerwehrfahrzeuge aufbringen müssen. 600.000 Euro sind eine Menge Geld. Und selbst dafür ist ein entsprechend ausgestattetes Tanklöschfahrzeug heute keineswegs selbstverständlich zu bekommen.

    Umso wichtiger ist es, die Beschaffung rechtzeitig einzuleiten. Die Feuerwehr Quickborn soll schließlich auch in Zukunft zuverlässig und mit moderner Technik helfen können, wenn es darauf ankommt.

    Quellen

  • Quickborns Personal: 30 zusätzliche Stellen und acht Millionen Euro mehr Kosten in 5 Jahren

    Titel:

    WordPress-Auszug:

    Die Stadt Quickborn hat ihre Personalkapazität seit 2022 erheblich ausgeweitet. Der Stellenplan wächst um 30 Vollzeitstellen. Die jährlichen Personalaufwendungen steigen von tatsächlich 17,92 Millionen Euro im Jahr 2022 auf geplante 25,99 Millionen Euro im Jahr 2027. Das sind 45 Prozent mehr. Selbst nach großzügiger Berücksichtigung der Tarifsteigerungen bleiben rund 3,47 Millionen Euro jährliche Aufwendungen, die sich durch die allgemeine Tarifentwicklung allein nicht erklären lassen.

    Quickborn Aktuell hat den beschlossenen Stellenplan 2021/2022, den Jahresabschluss 2022 und den Haushaltsentwurf 2027 miteinander verglichen.

    Inhaltsübersicht

    30 zusätzliche Stellen und 45 Prozent höhere Kosten

    Die Zahlen aus den amtlichen Unterlagen zeigen die Entwicklung zwischen 2022 und 2027:

    Kennzahl 2022 2027
    Stellenplan, volle VZÄ (abgerundet) 257 288
    Personalaufwendungen 17,92 Mio. € 25,99 Mio. €
    Kostensteigerung – +45 %

    Der Nettozuwachs beträgt 30 volle Vollzeitäquivalente, berechnet aus den ungerundeten Stellenplänen und anschließend abgerundet. Die Personalaufwendungen für 2022 stammen aus dem Jahresabschluss, die Werte für 2027 aus dem Haushaltsentwurf.

    Der Stellenzuwachs beträgt 11,7 Prozent. Die Personalaufwendungen steigen im gleichen Zeitraum um 8,07 Millionen Euro jährlich.

    Damit wächst nicht nur die Verwaltung. Auch die durchschnittlichen Aufwendungen für die vorhandenen Stellen steigen deutlich.

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    Tarifsteigerungen erklären nur einen Teil

    Natürlich ist der öffentliche Dienst seit 2022 teurer geworden. Tarifabschlüsse, Besoldungsanpassungen und höhere Arbeitgeberbelastungen müssen berücksichtigt werden.

    Quickborn Aktuell hat deshalb die tatsächlichen Personalaufwendungen von 2022 mit einer großzügigen Kostenentwicklung bis 2027 fortgeschrieben.

    Das Modell berücksichtigt kumulierte Steigerungen von 18 Prozent bis 2026 und zusätzlich eine angenommene Tariferhöhung von drei Prozent ab April 2027. Hinzu kommt ein weiterer Sicherheitszuschlag von fünf Prozentpunkten.

    Das Ergebnis:

    Berechnung für 2027 Betrag
    Tatsächliche Personalaufwendungen 2022 17,92 Mio. €
    Fortschreibung einschließlich Tarifsteigerungen und Sicherheitszuschlag 22,52 Mio. €
    Haushaltsansatz der Stadt 2027 25,99 Mio. €
    Zusätzlicher, durch das Modell nicht erklärter Aufwand 3,47 Mio. €

    Selbst nach großzügiger Berücksichtigung der allgemeinen Personalkostenentwicklung liegen die geplanten Aufwendungen rund 3,47 Millionen Euro über dem Vergleichswert.

    Diese Differenz ist keine exakte Berechnung der zusätzlichen Stellenkosten. Sie umfasst auch mögliche Auswirkungen von Höherbewertungen, Veränderungen der Arbeitszeiten, Rückstellungen und weiteren strukturellen Entwicklungen.

    Eine entsprechende Aufschlüsselung dieser Kosten legt die Stadt mit dem Stellenplanentwurf jedoch nicht vor.

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    Mehr Stellen und höhere Eingruppierungen

    Neben dem Personalaufbau hat sich die Stellenstruktur erheblich verändert. Zahlreiche Stellen wurden seit 2022 höher bewertet.

    So stieg beispielsweise eine Stelle im Kulturbereich von Entgeltgruppe E 6 auf E 11. Die Stelle umfasst weiterhin denselben Arbeitszeitanteil.

    Auch mehrere Leitungsstellen wurden deutlich höher eingruppiert. Im Bereich Digitalisierung entwickelte sich eine Leitungsstelle von A 11 auf A 13. Bei verschiedenen Fachbereichsleitungen sind höhere Bewertungen dokumentiert.

    Allein der Stellenplanentwurf 2027 enthält weitere 21 Höherbewertungen. Dazu gehören unter anderem Veränderungen von E 11 auf E 13 in den Rechtsangelegenheiten sowie von E 8 auf E 11 bei einer halben Stelle für Social Media im Büro des Bürgermeisters.

    Die Verwaltung verweist auf externe Stellenbewertungen. Welche zusätzlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten die Veränderungen im Einzelnen begründen und welche jährlichen Mehrkosten daraus entstehen, wird in der Beschlussvorlage nicht aufgeschlüsselt.

    Damit fehlt eine wichtige Grundlage, um die langfristigen finanziellen Auswirkungen beurteilen zu können.

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    Und wo bleibt die Gegensteuerung?

    Besonders auffällig ist die mittelfristige Finanzplanung. Trotz der angespannten Haushaltslage rechnet die Stadt auch für 2030 mit Personalaufwendungen von knapp 26 Millionen Euro.

    Für 2028 ist zunächst ein Rückgang vorgesehen. Bereits 2029 steigen die Personalkosten erneut, und 2030 erreichen sie nahezu wieder das Niveau von 2027.

    Eine dauerhafte Reduzierung der Personalaufwendungen ist damit nicht erkennbar.

    Dabei können und müssen auch kommunale Aufgaben überprüft werden. Nicht jede bisherige Tätigkeit muss dauerhaft im gleichen Umfang wahrgenommen werden.

    Digitalisierung, veränderte Zuständigkeiten und vereinfachte Verwaltungsabläufe sollten auch zu einem geringeren Personalbedarf führen.

    Hinzu kommt eine erhebliche Veränderung ab 2028: In der Haushaltsplanung werden die Verwaltungsleistungen für Bönningstedt, Hasloh und Ellerau nicht mehr fortgeführt.

    Die Stadt berücksichtigt die daraus folgenden Veränderungen der Personalaufwendungen bisher lediglich durch eine pauschale Reduzierung um 30 Prozent. Eine konkrete stellenbezogene Planung wird nicht vorgelegt.

    Wenn Aufgaben entfallen, muss auch überprüft werden, welche Stellen künftig noch benötigt werden und welche durch natürliche Fluktuation oder organisatorische Veränderungen eingespart werden können.

    Eine solche systematische Aufgabenkritik mit konkreten Einsparzielen ist in den vorliegenden Unterlagen nicht dokumentiert.

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    Fazit: Personalaufbau ist dokumentiert – eine dauerhafte Entlastung nicht

    30 zusätzliche Vollzeitstellen, acht Millionen Euro höhere jährliche Personalaufwendungen und zahlreiche Höherbewertungen innerhalb von fünf Jahren: Diese Entwicklung verlangt eine nachvollziehbare Personalbedarfsrechnung.

    Die Stadt muss darlegen, welche zusätzlichen Aufgaben den Stellenaufbau rechtfertigen, welche Leistungen dadurch verbessert wurden und wo künftig Personal eingespart werden kann.

    Gerade bei einem für 2027 geplanten Haushaltsdefizit von mehr als 15 Millionen Euro kann die Personalentwicklung nicht von der Haushaltskonsolidierung ausgenommen werden.

    Denn Haushaltskonsolidierung bedeutet nicht nur, neue Ausgaben zu begrenzen. Auch bestehende Aufgaben, Verwaltungsabläufe und Stellen müssen auf den Prüfstand.

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    Quellen und Berechnungsgrundlagen

    • Stadt Quickborn, Jahresabschluss 2022, Anlage 3, Ergebnisrechnung und Finanzrechnung.
    • Stadt Quickborn, beschlossener Stellenplan 2021/2022, Vorlage VO/2020/Q/077-01.
    • Stadt Quickborn, Haushaltsentwurf 2027 ff., Vorlage VO/2026/Q/82, Anlage 3.
    • Stadt Quickborn, Stellenplanentwurf 2027, Vorlage VO/2026/Q/1129, einschließlich Veränderungsliste.
    • Quickborn Aktuell: Stellenplan 2027: Keine neuen Stellen – aber viele offene Fragen.

    Methodik: Die Berechnung verwendet die tatsächlichen Personalaufwendungen des Jahresabschlusses 2022 als Ausgangspunkt. Die Tariffortschreibung einschließlich Sicherheitszuschlag ist eine Modellrechnung und keine amtliche Kostenzerlegung. Die Stellenzahlen wurden auf volle Vollzeitäquivalente abgerundet.

    Stand: 23. Oktober 2026 | Autor: Redaktion Quickborn Aktuell

  • Hoffentlich klappt das mit den Fördergeldern: Goethe-Neubau weicht grundlegend vom Antrag ab

    Drei Millionen Euro sind kein Pappenstiel. Quickborn hofft beim Neubau der Goethe-Schule weiter auf eine Millionenförderung aus dem Ganztagsprogramm. Das Problem: Beantragt wurde Ende 2025 ein anderes Projekt.

    Der Förderantrag für die Goethe-Schule stammt aus einer Planung, die inzwischen überholt ist. Ende 2025 beantragte die Stadt rund sechs Millionen Euro für den Ganztagsausbau auf Grundlage einer Erweiterungs- und Sanierungsplanung.

    Seit dem 23. September steht dagegen fest: Die Goethe-Schule soll vollständig neu gebaut werden.

    Wie viel Förderung bleibt?

    Damit stellt sich eine entscheidende Frage: Wie viel Förderung lässt sich aus dem ursprünglichen Antrag noch für den Neubau nutzen?

    Nach den inzwischen bekannten Rahmenbedingungen wird offenbar nur noch mit rund drei Millionen Euro aus dem Ganztagsprogramm gerechnet. Auch das wäre eine erhebliche Summe.

    Dass Änderungen am Projekt für die Förderung eine Rolle spielen können, war der Verwaltung bereits vor der Neubauentscheidung bewusst. Noch am 7. September fragte die Stadt bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein nach, ob der beantragte Baukörper auf dem Grundstück verschoben und in seiner Ausführung verändert werden könne.

    Der ursprüngliche Antrag war sehr konkret

    Die Förderbank prüfte einzelne Räume, Nutzungsanteile und Kostenpositionen. Bei Gruppenräumen, Mensa, Küche, Außenanlagen und Ausstattung verlangte sie weitere Nachweise. Entscheidend ist dabei jeweils, welche Flächen tatsächlich dem Ganztag dienen.

    Nun wird nicht mehr erweitert und saniert, sondern neu gebaut. Damit können sich Raumprogramm, Flächen, Kosten und die Zuordnung einzelner Bereiche zum Ganztag grundlegend verändern.

    Änderungen sind nicht beliebig möglich

    Wie sensibel größere Änderungen im Förderverfahren sein können, zeigt ein anderer Vorgang aus demselben Programm. Als Quickborn im Frühjahr prüfen ließ, ob bereits beantragte Fördermittel auf ein zum Kauf angebotenes anderes Schulgebäude übertragen werden könnten, stellte die Förderbank klar: Das wäre ein Neuantrag. Die Antragsfrist war allerdings bereits Ende 2025 abgelaufen.

    Der Neubau am bisherigen Standort ist damit nicht automatisch vergleichbar. Klar ist aber: Das Projekt, das Quickborn heute bauen will, unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von dem Projekt, für das Ende 2025 Förderung beantragt wurde.

    Fördermillionen bleiben wichtig

    Für den Neubau wurden im Sommer rund 26,35 Millionen Euro kalkuliert. Spezialabriss und Entsorgung schadstoffbelasteter Bauteile waren darin noch nicht enthalten. Im Haushaltsentwurf sind inzwischen rund 1,8 Millionen Euro allein für den Abbruch des Bestandsgebäudes vorgesehen.

    Umso wichtiger sind die Fördermittel.

    Hoffentlich klappt es. Drei Millionen Euro sind kein Pappenstiel. Entscheidend wird sein, ob und in welchem Umfang die Förderbank den ursprünglichen Antrag auch für den nun beschlossenen Neubau akzeptiert.