QUICKBORN. Internationale Küche, Musik, Begegnungen und vor allem viele Menschen, die sich ehrenamtlich für ihre Stadt engagieren: Am Samstag, 26. September, wird rund um St. Marien am Kurzen Kamp das 43. Quickborner Ausländerfest gefeiert. Seit mehr als vier Jahrzehnten gehört es fest zur Quickborner Veranstaltungskultur. Unser Tipp ist deshalb ziemlich einfach: Das ist ein Fest, bei dem man dabei sein sollte.
Veröffentlicht am 22. September 2026 um 07:10 Uhr | Von Thomas Köppl
Ein Fest, das von Menschen lebt
Es sind nicht nur die Stände, das Essen oder die Musik, die den besonderen Charakter des Ausländerfestes ausmachen. Es sind die Menschen dahinter. Menschen aus vielen Teilen der Welt, die in Quickborn leben und sich gemeinsam ehrenamtlich engagieren.
Sie kochen, organisieren, bauen auf, stehen hinter den Ständen, kümmern sich um das Programm und schaffen einen Ort, an dem man miteinander ins Gespräch kommt. Vieles ist handgemacht, persönlich und mit reichlich Herzblut verbunden. Genau das spürt man, wenn man über den Kirchplatz geht.
Das Ausländerfest ist dadurch weit mehr als ein Veranstaltungstermin im Kalender. Es zeigt ganz praktisch, wie vielfältig Quickborn ist und wie gut gemeinsames Engagement funktionieren kann.
Die Welt zu Gast in Quickborns Küchen
Ein ganz wesentlicher Bestandteil des Festes ist die internationale Küche. An den verschiedenen Ständen werden Spezialitäten aus zahlreichen Ländern angeboten. Hinter vielen Gerichten stehen traditionelle Rezepte, persönliche Geschichten und manchmal sicherlich auch das eine oder andere Familiengeheimnis.
In diesem Jahr wächst die kulinarische Vielfalt noch einmal: Erstmals sind auch die Niederlande und Portugal vertreten.
Das Schöne daran: Man muss für eine kleine kulinarische Weltreise keinen Koffer packen. Ein Spaziergang über den Kirchplatz reicht. Und wer neugierig ist, kommt beim Probieren fast automatisch mit den Menschen ins Gespräch, die das Essen zubereitet haben.
Also: am besten nicht vorher zu viel frühstücken. 😋
Das Programm am Wochenende
Eigentlich beginnt das internationale Wochenende bereits am Freitag, 25. September. Die „Boys in Green“, die Fußballmannschaft der katholischen Kirchengemeinde, laden in der Heidkamphalle zu ihrer internationalen „Weltmeisterschaft“ ein. Auch Freizeitkicker, die neu dazukommen möchten, sind willkommen.
Am Samstag, 26. September, startet das eigentliche Fest:
- 13:00 Uhr: Festgottesdienst in St. Marien
- 14:00 Uhr: Öffnung der internationalen Stände auf dem Kirchplatz unter Glockengeläut
- Ab 14:00 Uhr: internationale Küche und Begegnungen rund um St. Marien
- Musikprogramm: von Rock bis Bigband unter der bewährten Regie von Stefan Schwiederski
- 22:00 Uhr: traditioneller Abschluss mit dem Läuten der Kirchenglocken
Auch der gute Zweck gehört zum Fest. Die Erlöse kommen gemeinnützigen Projekten zugute. In diesem Jahr werden damit Projekte in Afrika unterstützt.
Ein großes Dankeschön an das Ehrenamt
Ein solches Fest funktioniert nicht von allein. Dahinter stehen Menschen, die ihre Freizeit investieren, Verantwortung übernehmen und über viele Wochen vorbereiten, damit am Ende für die Besucher ein schöner Tag entsteht.
Deshalb gehört an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an alle Ehrenamtlichen, die das Quickborner Ausländerfest möglich machen. An diejenigen, die kochen und verkaufen, auf- und abbauen, organisieren, Musik machen, planen, koordinieren und an den vielen Stellen helfen, die man als Besucher vielleicht gar nicht sieht.
Ein besonderer Dank gilt auch Renate Butler. Sie hat das Ausländerfest über viele Jahre ehrenamtlich organisiert und entscheidend geprägt. In diesem Jahr hat sie den Staffelstab an Michael Malewski weitergegeben, der die Organisation gemeinsam mit einem großen Team Ehrenamtlicher fortführt.
Dass eine Veranstaltung über Jahrzehnte lebendig bleibt, ist alles andere als selbstverständlich. Dafür braucht es Menschen, die Verantwortung übernehmen – und andere, die bereit sind, diese Verantwortung irgendwann weiterzutragen.
Seit 1983 ein Stück Quickborn
Begonnen hat die Geschichte des Ausländerfestes im Jahr 1983 auf Initiative von Pfarrer Heinrich Hülsmann. Damals ging es darum, Menschen zusammenzubringen, die aus anderen Ländern nach Quickborn gekommen waren, um hier zu arbeiten und zu leben.
43 Feste später ist daraus eine feste Quickborner Tradition geworden. Generationen haben mitgemacht, gekocht, organisiert und gefeiert. Viele Nationen und Kulturen gehören heute ganz selbstverständlich zu Quickborn – und beim Ausländerfest wird diese Vielfalt sichtbar, hörbar und vor allem schmeckbar.
Vielleicht liegt genau darin das Erfolgsrezept dieses Festes: Es wird nicht für die Menschen gemacht, sondern von den Menschen selbst.
Unser Fazit: Wer am Samstag Zeit hat, sollte sich auf den Weg zum Kurzen Kamp machen. Hunger mitbringen, etwas Neues probieren, Musik hören und vor allem Zeit für Begegnungen einplanen. Das Quickborner Ausländerfest ist eines dieser Feste, bei denen man einfach dabei sein sollte. ❤️🌍
Quelle
Stadt Quickborn, Pressemitteilung vom 16. September 2026:
43. Ausländerfest: Quickborn feiert die Vielfalt der Nationen
