Die kommunale Wärmeplanung zeigt für Quickborn ein erhebliches Potenzial für Wärmenetze. Doch ein technisch geeignetes Gebiet ist noch lange kein bezahlbares Wärmenetz. Quickborn Aktuell hat deshalb einmal überschlägig gerechnet: Welche Investition könnte hinter einem größeren Ausbau stehen – und was könnte das am Ende für einen Hauseigentümer bedeuten?
Die Rechnung ist ausdrücklich keine Kostenprognose der Stadt, von HIC Consulting oder der Stadtwerke Quickborn. Dafür fehlen bislang konkrete Trassenplanungen, Ausbaugebiete, Anschlusszahlen und Angebote. Sie soll vielmehr eine realistische Größenordnung zeigen – mit heutigen Kostenansätzen, einer moderaten Fortschreibung bis 2035 und offen ausgewiesenen Annahmen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. 81 GWh – zunächst nur ein technisches Potenzial
- 2. Was könnte ein größerer Ausbau kosten?
- 3. Förderung hilft – aber bezahlt nicht alles
- 4. Was könnte das für ein Einfamilienhaus bedeuten?
- 5. Gibt es dafür genügend Geld und Baukapazitäten?
- 6. Welche Zahlen fehlen noch?
- 7. Fazit: Die entscheidende Frage kommt erst noch
- Quellen
1. 81 GWh – zunächst nur ein technisches Potenzial
HIC Consulting kommt bei der kommunalen Wärmeplanung zu einem bemerkenswerten Ergebnis. In Quickborn gibt es bebaute Bereiche mit zusammen rund 81 GWh Wärmebedarf pro Jahr, die aufgrund ihrer sogenannten Wärmeliniendichte grundsätzlich für Wärmenetze interessant sein könnten.
Davon entfallen rund 50 GWh auf Bereiche mit einer Wärmeliniendichte zwischen 2 und 4 MWh je Meter und Jahr und weitere 31 GWh auf besonders wärmedichte Bereiche mit mehr als 4 MWh je Meter und Jahr.
HIC weist selbst ausdrücklich darauf hin: Das ist eine obere Potenzialgrenze. Entscheidend ist insbesondere die spätere Anschlussquote.
Das bestehende Quickborner Wärmenetz steht in der Bestandsanalyse derzeit lediglich für rund 10 GWh Wärme pro Jahr.
Ein weitgehender Ausbau in den von HIC identifizierten Bereichen wäre deshalb kein kleines Erweiterungsprojekt, sondern eine erhebliche zusätzliche Infrastrukturinvestition.
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2. Was könnte ein größerer Ausbau kosten?
HIC hat bislang weder einen fertigen Trassenplan noch eine Kostenschätzung für Quickborn veröffentlicht. Eine Größenordnung lässt sich aus den veröffentlichten Wärmeliniendichten aber überschlägig ableiten.
Aus den 50 GWh im Bereich zwischen 2 und 4 MWh je Trassenmeter und den weiteren 31 GWh oberhalb von 4 MWh ergibt sich – je nachdem, wie die späteren Gebiete zugeschnitten werden – eine Größenordnung von etwa 20 bis 25 Kilometern Wärmetrasse.
Für unsere Modellrechnung verwenden wir 23 Kilometer.
Der aktuelle KWW-Technikkatalog und darauf basierende kommunale Wärmeplanungen zeigen für Wärmetrassen in bebauten und überwiegend versiegelten Gebieten je nach Dimension, Oberfläche und örtlichen Bedingungen Kosten von grob 1.300 bis 2.200 Euro je Meter. Für die Rechnung setzen wir mit 1.800 Euro je Meter einen Wert in der Mitte dieser Größenordnung an.
Damit ergeben sich allein für das Verteilnetz überschlägig:
23.000 Meter × 1.800 Euro = rund 41 Millionen Euro.
Damit ist aber noch nicht die gesamte Wärmeversorgung finanziert. Benötigt werden zusätzlich Erzeugungsanlagen für erneuerbare Wärme, Speicher, Pumpen, technische Einrichtungen, Einbindungen und Planung.
Eine bundesweite Prognos-Untersuchung für AGFW und VKU geht beim Fernwärmeausbau davon aus, dass knapp 60 Prozent der Investitionen auf Wärmenetze und rund 40 Prozent auf Erzeugungsanlagen und deren Einbindung entfallen.
Übertragen wir dieses Verhältnis lediglich als Orientierungsgröße auf Quickborn, ergibt sich für einen größeren Ausbau eine Investition von rund:
70 Millionen Euro zu heutigen Preisen.
Das ist kein präziser Kostenvoranschlag. Abhängig von tatsächlicher Trassenführung, Dimensionierung, Straßenbau, Querungen und Art der künftigen Wärmeerzeugung könnte die tatsächliche Summe deutlich abweichen. Eine vernünftige grobe Spannbreite sehen wir derzeit bei etwa 55 bis 90 Millionen Euro.
Für die weitere Rechnung bleiben wir aber konsequent bei unserem mittleren Wert von 70 Millionen Euro.
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3. Förderung hilft – aber bezahlt nicht alles
Ein solcher Ausbau würde nicht sofort erfolgen. Für eine langfristige Betrachtung rechnen wir deshalb bis zum Jahr 2035.
Bei einer moderaten Preissteigerung von durchschnittlich zwei Prozent jährlich würden aus heutigen 70 Millionen Euro bis 2035 rechnerisch rund:
84 Millionen Euro.
Nach den derzeitigen Regeln der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze können bis zu 40 Prozent der förderfähigen Investitionsausgaben bezuschusst werden. Allerdings ist nicht garantiert, dass sämtliche Kosten förderfähig sind. Die Förderung ist zudem auf die Wirtschaftlichkeitslücke begrenzt. Und niemand kann heute garantieren, welche Förderbedingungen im Jahr 2035 gelten.
Wir rechnen deshalb bewusst nicht mit den maximal möglichen 40 Prozent, sondern mit einem effektiven Zuschuss von 30 Prozent der Gesamtinvestition.
Damit blieben rund:
84 Millionen Euro Investition
minus rund 25 Millionen Euro Zuschuss
= rund 59 Millionen Euro zu finanzierendes Kapital.
Wird dieser Betrag über 30 Jahre mit vier Prozent finanziert, ergibt sich ein jährlicher Kapitaldienst von rund:
3,4 Millionen Euro.
Und genau hier kommt die Anschlussquote ins Spiel.
HIC weist ein maximales Wärmenetzpotenzial von rund 81 GWh aus. Es wäre wenig realistisch anzunehmen, dass jedes potenziell geeignete Gebäude tatsächlich angeschlossen wird. Für unsere Rechnung unterstellen wir deshalb einen späteren Wärmeabsatz von rund 50 GWh jährlich. Das entspricht ungefähr 60 Prozent des ausgewiesenen theoretischen Potenzials.
3,4 Millionen Euro Kapitaldienst verteilt auf 50.000 MWh verkaufte Wärme ergeben:
rund 68 Euro Kapitaldienst je MWh Wärme.
Das ist eine zentrale Zahl. Sie zeigt, welche zusätzliche Investitionslast ein weitgehender Netzausbau rechnerisch tragen müsste – noch unabhängig davon, wie diese Kosten später tatsächlich über Tarife, Grundpreise, Baukostenzuschüsse oder andere Finanzierungsinstrumente verteilt werden.
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4. Was könnte das für ein Einfamilienhaus bedeuten?
Millionenbeträge bleiben abstrakt. Deshalb rechnen wir die Größenordnung einmal auf ein normales Einfamilienhaus herunter.
Wir nehmen ein Haus mit einer Wohneinheit und einem jährlichen Wärmeverbrauch von 15 MWh beziehungsweise 15.000 kWh.
Was kostet die Fernwärme heute?
Die Stadtwerke Quickborn verlangen 2026 brutto 127,99 Euro je MWh Arbeitspreis, 11,72 Euro je MWh Emissionspreis, 59,16 Euro Grundpreis pro Wohneinheit und Monat sowie 101,90 Euro Messpreis im Jahr.
Bei 15 MWh Jahresverbrauch ergibt sich damit derzeit:
rund 2.907 Euro im Jahr
oder rund 242 Euro im Monat.
Fortgeschrieben bis 2035
Wir unterstellen auch für diese Rechnung lediglich zwei Prozent jährliche Preissteigerung. Das ist keine Prognose des Fernwärmepreises, sondern eine reine Preisfortschreibung.
Aus 2.907 Euro würden damit bis 2035 rund:
3.475 Euro jährlich.
Jetzt kommt die oben errechnete Kapitalbelastung für den großen Netzausbau hinzu.
Bei rund 68 Euro je MWh und einem Jahresverbrauch von 15 MWh ergibt das für unser Beispielhaus rechnerisch weitere:
rund 1.020 Euro jährlich.
Damit kommen wir in unserer Modellrechnung für 2035 auf laufende Wärmekosten von ungefähr:
4.500 Euro im Jahr
oder rund 375 Euro im Monat.
Das ist der Kernsatz unserer Rechnung: Für ein Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Wärmebedarf könnte eine stark ausgebaute Quickborner Fernwärmeversorgung unter den von uns gewählten mittleren Annahmen perspektivisch eine laufende Belastung in der Größenordnung von rund 375 Euro monatlich bedeuten.
Das ist ausdrücklich kein prognostizierter Fernwärmetarif der Stadtwerke. Die tatsächliche Belastung kann niedriger oder höher liegen. Sie hängt unter anderem von den tatsächlichen Baukosten, Fördermitteln, Finanzierungskonditionen, der Anschlussquote, den Kosten der Wärmeerzeugung und der späteren Tarifgestaltung ab.
Und dann kommt möglicherweise noch der Hausanschluss
Die Stadtwerke Quickborn veröffentlichen hierfür derzeit keinen Einheitspreis. Im bestehenden Fernwärmevertrag ist vielmehr geregelt, dass die Kosten für die erstmalige Herstellung eines Hausanschlusses und ein möglicher Baukostenzuschuss gesondert angeboten und in Rechnung gestellt werden.
Für unsere Modellrechnung setzen wir für eine kurze Hausanschlussleitung einschließlich Übergabestation zunächst 20.000 Euro zu heutigen Preisen an. Dieser Wert ist keine Preisangabe der Stadtwerke, sondern eine Arbeitsannahme auf Grundlage aktueller Kostenkennwerte.
Mit zwei Prozent jährlicher Preissteigerung wären daraus 2035 rund 24.000 Euro geworden.
Finanziert ein Eigentümer diese Summe über 20 Jahre zu vier Prozent, entspricht das nochmals ungefähr:
147 Euro monatlich.
Während der Finanzierungszeit des Hausanschlusses käme unser Beispielhaushalt damit rechnerisch auf eine Gesamtbelastung von ungefähr:
520 Euro im Monat.
Davon entfallen rund 375 Euro auf die modellierten laufenden Wärmekosten und etwa 147 Euro auf die Finanzierung des angenommenen Hausanschlusses.
Eine mögliche individuelle Förderung des Gebäudeanschlusses haben wir dabei nicht eingerechnet. Umgekehrt sind auch mögliche zusätzliche Umbauten innerhalb des Hauses nicht berücksichtigt.
Die Rechnung ist damit weder bewusst günstig noch bewusst teuer angesetzt. Sie soll zeigen, in welcher Größenordnung sich ein Eigentümer bewegen könnte, wenn ein größerer Netzausbau tatsächlich umgesetzt und über Jahrzehnte refinanziert werden muss.
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5. Gibt es dafür genügend Geld und Baukapazitäten?
Technisch ist ein solcher Ausbau grundsätzlich machbar. Die schwierigere Frage ist, wie viele solcher Projekte gleichzeitig geplant, finanziert und gebaut werden können.
Quickborn wäre damit keineswegs allein. Prognos beziffert für den bundesweiten Aus- und Umbau von Fernwärmenetzen, Speichern und neuen Erzeugungsanlagen allein bis 2030 einen Investitionsbedarf von rund 43,5 Milliarden Euro.
Das bedeutet: Stadtwerke und Kommunen konkurrieren bundesweit um Fördermittel, Fremdkapital, Planungsbüros und Bauunternehmen.
Auch beim Personal ist die Lage nicht beliebig entspannt. Der Fernwärmeverband AGFW verweist ausdrücklich auf Fachkräfteengpässe in für den Ausbau wichtigen Bereichen wie Tiefbau, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Rohrleitungsbau.
Das heißt nicht, dass Quickborn ein Wärmenetz nicht bauen könnte. Es bedeutet aber, dass ein sehr ambitioniertes Ausbauprogramm über Jahre geplant und ausgeschrieben werden müsste. Personal- und Baukapazitäten können dabei ebenso zum Kostenfaktor werden wie die eigentliche Investition.
Und hat Quickborn beziehungsweise haben die Stadtwerke das Geld?
Auch das lässt sich derzeit noch nicht beantworten.
Die HIC-Präsentation enthält eine technische Potenzialanalyse. Eine konkrete Investitions- und Finanzierungsplanung für den möglichen Wärmenetzausbau ist darin noch nicht enthalten.
Bei unserer mittleren Rechnung müssten trotz erheblicher Förderung rund 59 Millionen Euro langfristig finanziert werden. Das wäre auch für ein kommunales Versorgungsunternehmen eine erhebliche Investitionsentscheidung.
Entscheidend wäre deshalb, wie viel Eigenkapital eingesetzt werden kann, welche Fremdfinanzierung möglich ist, welche Förderung tatsächlich bewilligt wird und welcher Teil über Baukostenzuschüsse beziehungsweise Wärmepreise von den Kunden getragen werden soll.
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6. Welche Zahlen fehlen noch?
Genau an dieser Stelle muss die kommunale Wärmeplanung nun konkreter werden.
Die bisherigen Karten beantworten die Frage, wo ein Wärmenetz aufgrund der Wärmedichte grundsätzlich interessant sein könnte.
Für Eigentümer und letztlich auch für die Stadtwerke reicht das aber nicht.
Bevor aus einem Wärmenetzpotenzial eine Investitionsentscheidung werden kann, muss für jedes ernsthaft verfolgte Gebiet dargestellt werden, wie lang das tatsächlich benötigte Netz wäre, wie viele Gebäude angeschlossen werden sollen, welche Anschlussquote realistisch erwartet wird, wie hoch die Investitionskosten sind, welche Wärmeerzeugung vorgesehen ist, welche Förderung eingeplant werden kann und welcher Wärmepreis daraus langfristig entsteht.
Vor allem die Anschlussquote ist entscheidend.
Ein Netz kann auf dem Papier hervorragend geeignet sein. Wenn anschließend aber viele Eigentümer eine eigene Wärmepumpe wählen und auf den Fernwärmeanschluss verzichten, verteilt sich ein erheblicher Teil der Investitionskosten auf weniger Kunden.
Genau deshalb reicht die Aussage „Wärmenetz geeignet“ für eine wirtschaftliche Entscheidung nicht aus.
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7. Fazit: Die entscheidende Frage kommt erst noch
Die kommunale Wärmeplanung zeigt, dass Wärmenetze in Quickborn durchaus eine größere Rolle spielen könnten. Das von HIC ausgewiesene technische Potenzial von bis zu 81 GWh ist erheblich.
Aber Potenzial ist noch keine Planung – und erst recht keine Finanzierung.
Unsere überschlägige Rechnung zeigt für einen weitgehenden Ausbau eine Größenordnung von rund 70 Millionen Euro zu heutigen Preisen. Bis 2035 können daraus bei moderater Preisentwicklung rund 84 Millionen Euro werden.
Selbst bei einer erheblichen Förderung bliebe ein zweistelliger Millionenbetrag, der finanziert und anschließend über Jahrzehnte refinanziert werden muss.
Für einen Eigentümer mit einem Einfamilienhaus und 15.000 kWh Jahreswärmebedarf ergibt unsere mittlere Modellrechnung für 2035 rund 375 Euro laufende Wärmekosten im Monat. Muss zusätzlich ein Hausanschluss in der von uns angenommenen Größenordnung finanziert werden, könnten es während dieser Finanzierungszeit rund 520 Euro monatlich sein.
Das kann am Ende günstiger ausfallen. Es kann auch teurer werden.
Entscheidend ist deshalb, dass die nächste Stufe der Quickborner Wärmeplanung nicht nur weitere farbige Flächen auf einer Karte liefert.
Für jedes geplante Wärmenetzgebiet brauchen Eigentümer eine nachvollziehbare wirtschaftliche Perspektive.
Was kostet der Ausbau? Wie viele Kunden müssen sich anschließen? Was kostet der Hausanschluss? Und welcher Wärmepreis ergibt sich daraus?
Erst wenn diese Zahlen auf dem Tisch liegen, lässt sich seriös beurteilen, ob Fernwärme an einem konkreten Standort tatsächlich die wirtschaftlich überzeugende Lösung ist.
Die spannende Frage der Quickborner Wärmeplanung lautet deshalb nicht nur:
Wo wäre Fernwärme technisch möglich?
Sondern ebenso:
Wer soll das bezahlen – und was kostet es am Ende den einzelnen Haushalt?
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Quellen und Grundlagen der Modellrechnung
HIC Consulting – Kommunale Wärmeplanung Quickborn, Präsentation vom 9. September 2026
Bestandsanalyse, Wärmenetzpotenzial und Wärmeliniendichten. Die Präsentation weist rund 10 GWh bestehenden Wärmenetzverbrauch und eine obere Potenzialgrenze von insgesamt rund 81 GWh in Gebieten mit für Wärmenetze relevanter Wärmeliniendichte aus.
Stadtwerke Quickborn – Fernwärmepreise 2026
https://www.stadtwerke-quickborn.de/de/Energie-Wasser/Fernwaerme/Aktuelle-Preise/
Stadtwerke Quickborn – Fernwärmeversorgungsvertrag
Hausanschlusskosten und Baukostenzuschüsse werden für den jeweiligen Anschluss gesondert angeboten und in Rechnung gestellt.
Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende – KWW-Technikkatalog Wärmeplanung
https://www.kww-halle.de/praxis-kommunale-waermewende/bundesgesetz-zur-waermeplanung
BAFA – Bundesförderung für effiziente Wärmenetze
Die derzeitige systemische Förderung beträgt bis zu 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben und ist unter anderem auf die Wirtschaftlichkeitslücke begrenzt.
https://www.bafa.de/
AGFW / VKU / Prognos – Perspektive der Fernwärme
Bundesweiter Investitionsbedarf und Verhältnis zwischen Investitionen in Wärmenetze sowie Wärmeerzeugung und Einbindung.
https://www.agfw.de/strategien-der-waermewende/perspektive-der-fw-7070-4040
AGFW – Personalentwicklung und Fachkräftesituation in der Fernwärme
https://www.agfw.de/technik-normung/personalentwicklung
Hinweis zur Berechnung: Die genannten zukünftigen Kosten sind keine Prognosen oder Angebote der Stadtwerke Quickborn. Quickborn Aktuell verwendet eine überschlägige Modellrechnung auf Basis der von HIC veröffentlichten Potenziale, aktueller Kostenkennwerte und transparent ausgewiesener Annahmen. Die tatsächlichen Kosten können insbesondere durch Trassenführung, Anschlussquote, Wärmeerzeugung, Baupreise, Zinsen, Förderbedingungen und Tarifgestaltung erheblich abweichen.
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Die kommunale Wärmeplanung zeigt für Quickborn ein erhebliches Potenzial für Wärmenetze. Doch ein technisch geeignetes Gebiet ist noch lange kein bezahlbares Wärmenetz. Quickborn Aktuell hat deshalb einmal überschlägig gerechnet: Welche Investition könnte hinter einem größeren Ausbau stehen – und was könnte das am Ende für einen Hauseigentümer bedeuten?
Die Rechnung ist ausdrücklich keine Kostenprognose der Stadt, von HIC Consulting oder der Stadtwerke Quickborn. Dafür fehlen bislang konkrete Trassenplanungen, Ausbaugebiete, Anschlusszahlen und Angebote. Sie soll vielmehr eine realistische Größenordnung zeigen – mit heutigen Kostenansätzen, einer moderaten Fortschreibung bis 2035 und offen ausgewiesenen Annahmen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. 81 GWh – zunächst nur ein technisches Potenzial
- 2. Was könnte ein größerer Ausbau kosten?
- 3. Förderung hilft – aber bezahlt nicht alles
- 4. Was könnte das für ein Einfamilienhaus bedeuten?
- 5. Gibt es dafür genügend Geld und Baukapazitäten?
- 6. Welche Zahlen fehlen noch?
- 7. Fazit: Die entscheidende Frage kommt erst noch
- Quellen
1. 81 GWh – zunächst nur ein technisches Potenzial
HIC Consulting kommt bei der kommunalen Wärmeplanung zu einem bemerkenswerten Ergebnis. In Quickborn gibt es bebaute Bereiche mit zusammen rund 81 GWh Wärmebedarf pro Jahr, die aufgrund ihrer sogenannten Wärmeliniendichte grundsätzlich für Wärmenetze interessant sein könnten.
Davon entfallen rund 50 GWh auf Bereiche mit einer Wärmeliniendichte zwischen 2 und 4 MWh je Meter und Jahr und weitere 31 GWh auf besonders wärmedichte Bereiche mit mehr als 4 MWh je Meter und Jahr.
HIC weist selbst ausdrücklich darauf hin: Das ist eine obere Potenzialgrenze. Entscheidend ist insbesondere die spätere Anschlussquote.
Das bestehende Quickborner Wärmenetz steht in der Bestandsanalyse derzeit lediglich für rund 10 GWh Wärme pro Jahr.
Ein weitgehender Ausbau in den von HIC identifizierten Bereichen wäre deshalb kein kleines Erweiterungsprojekt, sondern eine erhebliche zusätzliche Infrastrukturinvestition.
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2. Was könnte ein größerer Ausbau kosten?
HIC hat bislang weder einen fertigen Trassenplan noch eine Kostenschätzung für Quickborn veröffentlicht. Eine Größenordnung lässt sich aus den veröffentlichten Wärmeliniendichten aber überschlägig ableiten.
Aus den 50 GWh im Bereich zwischen 2 und 4 MWh je Trassenmeter und den weiteren 31 GWh oberhalb von 4 MWh ergibt sich – je nachdem, wie die späteren Gebiete zugeschnitten werden – eine Größenordnung von etwa 20 bis 25 Kilometern Wärmetrasse.
Für unsere Modellrechnung verwenden wir 23 Kilometer.
Der aktuelle KWW-Technikkatalog und darauf basierende kommunale Wärmeplanungen zeigen für Wärmetrassen in bebauten und überwiegend versiegelten Gebieten je nach Dimension, Oberfläche und örtlichen Bedingungen Kosten von grob 1.300 bis 2.200 Euro je Meter. Für die Rechnung setzen wir mit 1.800 Euro je Meter einen Wert in der Mitte dieser Größenordnung an.
Damit ergeben sich allein für das Verteilnetz überschlägig:
23.000 Meter × 1.800 Euro = rund 41 Millionen Euro.
Damit ist aber noch nicht die gesamte Wärmeversorgung finanziert. Benötigt werden zusätzlich Erzeugungsanlagen für erneuerbare Wärme, Speicher, Pumpen, technische Einrichtungen, Einbindungen und Planung.
Eine bundesweite Prognos-Untersuchung für AGFW und VKU geht beim Fernwärmeausbau davon aus, dass knapp 60 Prozent der Investitionen auf Wärmenetze und rund 40 Prozent auf Erzeugungsanlagen und deren Einbindung entfallen.
Übertragen wir dieses Verhältnis lediglich als Orientierungsgröße auf Quickborn, ergibt sich für einen größeren Ausbau eine Investition von rund:
70 Millionen Euro zu heutigen Preisen.
Das ist kein präziser Kostenvoranschlag. Abhängig von tatsächlicher Trassenführung, Dimensionierung, Straßenbau, Querungen und Art der künftigen Wärmeerzeugung könnte die tatsächliche Summe deutlich abweichen. Eine vernünftige grobe Spannbreite sehen wir derzeit bei etwa 55 bis 90 Millionen Euro.
Für die weitere Rechnung bleiben wir aber konsequent bei unserem mittleren Wert von 70 Millionen Euro.
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3. Förderung hilft – aber bezahlt nicht alles
Ein solcher Ausbau würde nicht sofort erfolgen. Für eine langfristige Betrachtung rechnen wir deshalb bis zum Jahr 2035.
Bei einer moderaten Preissteigerung von durchschnittlich zwei Prozent jährlich würden aus heutigen 70 Millionen Euro bis 2035 rechnerisch rund:
84 Millionen Euro.
Nach den derzeitigen Regeln der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze können bis zu 40 Prozent der förderfähigen Investitionsausgaben bezuschusst werden. Allerdings ist nicht garantiert, dass sämtliche Kosten förderfähig sind. Die Förderung ist zudem auf die Wirtschaftlichkeitslücke begrenzt. Und niemand kann heute garantieren, welche Förderbedingungen im Jahr 2035 gelten.
Wir rechnen deshalb bewusst nicht mit den maximal möglichen 40 Prozent, sondern mit einem effektiven Zuschuss von 30 Prozent der Gesamtinvestition.
Damit blieben rund:
84 Millionen Euro Investition
minus rund 25 Millionen Euro Zuschuss
= rund 59 Millionen Euro zu finanzierendes Kapital.
Wird dieser Betrag über 30 Jahre mit vier Prozent finanziert, ergibt sich ein jährlicher Kapitaldienst von rund:
3,4 Millionen Euro.
Und genau hier kommt die Anschlussquote ins Spiel.
HIC weist ein maximales Wärmenetzpotenzial von rund 81 GWh aus. Es wäre wenig realistisch anzunehmen, dass jedes potenziell geeignete Gebäude tatsächlich angeschlossen wird. Für unsere Rechnung unterstellen wir deshalb einen späteren Wärmeabsatz von rund 50 GWh jährlich. Das entspricht ungefähr 60 Prozent des ausgewiesenen theoretischen Potenzials.
3,4 Millionen Euro Kapitaldienst verteilt auf 50.000 MWh verkaufte Wärme ergeben:
rund 68 Euro Kapitaldienst je MWh Wärme.
Das ist eine zentrale Zahl. Sie zeigt, welche zusätzliche Investitionslast ein weitgehender Netzausbau rechnerisch tragen müsste – noch unabhängig davon, wie diese Kosten später tatsächlich über Tarife, Grundpreise, Baukostenzuschüsse oder andere Finanzierungsinstrumente verteilt werden.
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4. Was könnte das für ein Einfamilienhaus bedeuten?
Millionenbeträge bleiben abstrakt. Deshalb rechnen wir die Größenordnung einmal auf ein normales Einfamilienhaus herunter.
Wir nehmen ein Haus mit einer Wohneinheit und einem jährlichen Wärmeverbrauch von 15 MWh beziehungsweise 15.000 kWh.
Was kostet die Fernwärme heute?
Die Stadtwerke Quickborn verlangen 2026 brutto 127,99 Euro je MWh Arbeitspreis, 11,72 Euro je MWh Emissionspreis, 59,16 Euro Grundpreis pro Wohneinheit und Monat sowie 101,90 Euro Messpreis im Jahr.
Bei 15 MWh Jahresverbrauch ergibt sich damit derzeit:
rund 2.907 Euro im Jahr
oder rund 242 Euro im Monat.
Fortgeschrieben bis 2035
Wir unterstellen auch für diese Rechnung lediglich zwei Prozent jährliche Preissteigerung. Das ist keine Prognose des Fernwärmepreises, sondern eine reine Preisfortschreibung.
Aus 2.907 Euro würden damit bis 2035 rund:
3.475 Euro jährlich.
Jetzt kommt die oben errechnete Kapitalbelastung für den großen Netzausbau hinzu.
Bei rund 68 Euro je MWh und einem Jahresverbrauch von 15 MWh ergibt das für unser Beispielhaus rechnerisch weitere:
rund 1.020 Euro jährlich.
Damit kommen wir in unserer Modellrechnung für 2035 auf laufende Wärmekosten von ungefähr:
4.500 Euro im Jahr
oder rund 375 Euro im Monat.
Das ist der Kernsatz unserer Rechnung: Für ein Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Wärmebedarf könnte eine stark ausgebaute Quickborner Fernwärmeversorgung unter den von uns gewählten mittleren Annahmen perspektivisch eine laufende Belastung in der Größenordnung von rund 375 Euro monatlich bedeuten.
Das ist ausdrücklich kein prognostizierter Fernwärmetarif der Stadtwerke. Die tatsächliche Belastung kann niedriger oder höher liegen. Sie hängt unter anderem von den tatsächlichen Baukosten, Fördermitteln, Finanzierungskonditionen, der Anschlussquote, den Kosten der Wärmeerzeugung und der späteren Tarifgestaltung ab.
Und dann kommt möglicherweise noch der Hausanschluss
Die Stadtwerke Quickborn veröffentlichen hierfür derzeit keinen Einheitspreis. Im bestehenden Fernwärmevertrag ist vielmehr geregelt, dass die Kosten für die erstmalige Herstellung eines Hausanschlusses und ein möglicher Baukostenzuschuss gesondert angeboten und in Rechnung gestellt werden.
Für unsere Modellrechnung setzen wir für eine kurze Hausanschlussleitung einschließlich Übergabestation zunächst 20.000 Euro zu heutigen Preisen an. Dieser Wert ist keine Preisangabe der Stadtwerke, sondern eine Arbeitsannahme auf Grundlage aktueller Kostenkennwerte.
Mit zwei Prozent jährlicher Preissteigerung wären daraus 2035 rund 24.000 Euro geworden.
Finanziert ein Eigentümer diese Summe über 20 Jahre zu vier Prozent, entspricht das nochmals ungefähr:
147 Euro monatlich.
Während der Finanzierungszeit des Hausanschlusses käme unser Beispielhaushalt damit rechnerisch auf eine Gesamtbelastung von ungefähr:
520 Euro im Monat.
Davon entfallen rund 375 Euro auf die modellierten laufenden Wärmekosten und etwa 147 Euro auf die Finanzierung des angenommenen Hausanschlusses.
Eine mögliche individuelle Förderung des Gebäudeanschlusses haben wir dabei nicht eingerechnet. Umgekehrt sind auch mögliche zusätzliche Umbauten innerhalb des Hauses nicht berücksichtigt.
Die Rechnung ist damit weder bewusst günstig noch bewusst teuer angesetzt. Sie soll zeigen, in welcher Größenordnung sich ein Eigentümer bewegen könnte, wenn ein größerer Netzausbau tatsächlich umgesetzt und über Jahrzehnte refinanziert werden muss.
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5. Gibt es dafür genügend Geld und Baukapazitäten?
Technisch ist ein solcher Ausbau grundsätzlich machbar. Die schwierigere Frage ist, wie viele solcher Projekte gleichzeitig geplant, finanziert und gebaut werden können.
Quickborn wäre damit keineswegs allein. Prognos beziffert für den bundesweiten Aus- und Umbau von Fernwärmenetzen, Speichern und neuen Erzeugungsanlagen allein bis 2030 einen Investitionsbedarf von rund 43,5 Milliarden Euro.
Das bedeutet: Stadtwerke und Kommunen konkurrieren bundesweit um Fördermittel, Fremdkapital, Planungsbüros und Bauunternehmen.
Auch beim Personal ist die Lage nicht beliebig entspannt. Der Fernwärmeverband AGFW verweist ausdrücklich auf Fachkräfteengpässe in für den Ausbau wichtigen Bereichen wie Tiefbau, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Rohrleitungsbau.
Das heißt nicht, dass Quickborn ein Wärmenetz nicht bauen könnte. Es bedeutet aber, dass ein sehr ambitioniertes Ausbauprogramm über Jahre geplant und ausgeschrieben werden müsste. Personal- und Baukapazitäten können dabei ebenso zum Kostenfaktor werden wie die eigentliche Investition.
Und hat Quickborn beziehungsweise haben die Stadtwerke das Geld?
Auch das lässt sich derzeit noch nicht beantworten.
Die HIC-Präsentation enthält eine technische Potenzialanalyse. Eine konkrete Investitions- und Finanzierungsplanung für den möglichen Wärmenetzausbau ist darin noch nicht enthalten.
Bei unserer mittleren Rechnung müssten trotz erheblicher Förderung rund 59 Millionen Euro langfristig finanziert werden. Das wäre auch für ein kommunales Versorgungsunternehmen eine erhebliche Investitionsentscheidung.
Entscheidend wäre deshalb, wie viel Eigenkapital eingesetzt werden kann, welche Fremdfinanzierung möglich ist, welche Förderung tatsächlich bewilligt wird und welcher Teil über Baukostenzuschüsse beziehungsweise Wärmepreise von den Kunden getragen werden soll.
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6. Welche Zahlen fehlen noch?
Genau an dieser Stelle muss die kommunale Wärmeplanung nun konkreter werden.
Die bisherigen Karten beantworten die Frage, wo ein Wärmenetz aufgrund der Wärmedichte grundsätzlich interessant sein könnte.
Für Eigentümer und letztlich auch für die Stadtwerke reicht das aber nicht.
Bevor aus einem Wärmenetzpotenzial eine Investitionsentscheidung werden kann, muss für jedes ernsthaft verfolgte Gebiet dargestellt werden, wie lang das tatsächlich benötigte Netz wäre, wie viele Gebäude angeschlossen werden sollen, welche Anschlussquote realistisch erwartet wird, wie hoch die Investitionskosten sind, welche Wärmeerzeugung vorgesehen ist, welche Förderung eingeplant werden kann und welcher Wärmepreis daraus langfristig entsteht.
Vor allem die Anschlussquote ist entscheidend.
Ein Netz kann auf dem Papier hervorragend geeignet sein. Wenn anschließend aber viele Eigentümer eine eigene Wärmepumpe wählen und auf den Fernwärmeanschluss verzichten, verteilt sich ein erheblicher Teil der Investitionskosten auf weniger Kunden.
Genau deshalb reicht die Aussage „Wärmenetz geeignet“ für eine wirtschaftliche Entscheidung nicht aus.
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7. Fazit: Die entscheidende Frage kommt erst noch
Die kommunale Wärmeplanung zeigt, dass Wärmenetze in Quickborn durchaus eine größere Rolle spielen könnten. Das von HIC ausgewiesene technische Potenzial von bis zu 81 GWh ist erheblich.
Aber Potenzial ist noch keine Planung – und erst recht keine Finanzierung.
Unsere überschlägige Rechnung zeigt für einen weitgehenden Ausbau eine Größenordnung von rund 70 Millionen Euro zu heutigen Preisen. Bis 2035 können daraus bei moderater Preisentwicklung rund 84 Millionen Euro werden.
Selbst bei einer erheblichen Förderung bliebe ein zweistelliger Millionenbetrag, der finanziert und anschließend über Jahrzehnte refinanziert werden muss.
Für einen Eigentümer mit einem Einfamilienhaus und 15.000 kWh Jahreswärmebedarf ergibt unsere mittlere Modellrechnung für 2035 rund 375 Euro laufende Wärmekosten im Monat. Muss zusätzlich ein Hausanschluss in der von uns angenommenen Größenordnung finanziert werden, könnten es während dieser Finanzierungszeit rund 520 Euro monatlich sein.
Das kann am Ende günstiger ausfallen. Es kann auch teurer werden.
Entscheidend ist deshalb, dass die nächste Stufe der Quickborner Wärmeplanung nicht nur weitere farbige Flächen auf einer Karte liefert.
Für jedes geplante Wärmenetzgebiet brauchen Eigentümer eine nachvollziehbare wirtschaftliche Perspektive.
Was kostet der Ausbau? Wie viele Kunden müssen sich anschließen? Was kostet der Hausanschluss? Und welcher Wärmepreis ergibt sich daraus?
Erst wenn diese Zahlen auf dem Tisch liegen, lässt sich seriös beurteilen, ob Fernwärme an einem konkreten Standort tatsächlich die wirtschaftlich überzeugende Lösung ist.
Die spannende Frage der Quickborner Wärmeplanung lautet deshalb nicht nur:
Wo wäre Fernwärme technisch möglich?
Sondern ebenso:
Wer soll das bezahlen – und was kostet es am Ende den einzelnen Haushalt?
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Quellen und Grundlagen der Modellrechnung
HIC Consulting – Kommunale Wärmeplanung Quickborn, Präsentation vom 9. September 2026
Bestandsanalyse, Wärmenetzpotenzial und Wärmeliniendichten. Die Präsentation weist rund 10 GWh bestehenden Wärmenetzverbrauch und eine obere Potenzialgrenze von insgesamt rund 81 GWh in Gebieten mit für Wärmenetze relevanter Wärmeliniendichte aus.
Stadtwerke Quickborn – Fernwärmepreise 2026
https://www.stadtwerke-quickborn.de/de/Energie-Wasser/Fernwaerme/Aktuelle-Preise/
Stadtwerke Quickborn – Fernwärmeversorgungsvertrag
Hausanschlusskosten und Baukostenzuschüsse werden für den jeweiligen Anschluss gesondert angeboten und in Rechnung gestellt.
Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende – KWW-Technikkatalog Wärmeplanung
https://www.kww-halle.de/praxis-kommunale-waermewende/bundesgesetz-zur-waermeplanung
BAFA – Bundesförderung für effiziente Wärmenetze
Die derzeitige systemische Förderung beträgt bis zu 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben und ist unter anderem auf die Wirtschaftlichkeitslücke begrenzt.
https://www.bafa.de/
AGFW / VKU / Prognos – Perspektive der Fernwärme
Bundesweiter Investitionsbedarf und Verhältnis zwischen Investitionen in Wärmenetze sowie Wärmeerzeugung und Einbindung.
https://www.agfw.de/strategien-der-waermewende/perspektive-der-fw-7070-4040
AGFW – Personalentwicklung und Fachkräftesituation in der Fernwärme
https://www.agfw.de/technik-normung/personalentwicklung
Hinweis zur Berechnung: Die genannten zukünftigen Kosten sind keine Prognosen oder Angebote der Stadtwerke Quickborn. Quickborn Aktuell verwendet eine überschlägige Modellrechnung auf Basis der von HIC veröffentlichten Potenziale, aktueller Kostenkennwerte und transparent ausgewiesener Annahmen. Die tatsächlichen Kosten können insbesondere durch Trassenführung, Anschlussquote, Wärmeerzeugung, Baupreise, Zinsen, Förderbedingungen und Tarifgestaltung erheblich abweichen.
