Schlagwort: A7

  • A7-Brücke am Harksheider Weg wird gesperrt – jetzt muss es plötzlich schnell gehen!

    Fast drei Jahre Tempo 30, monatelange Nachfragen und nun fünf Tage Vollsperrung. Eine Glosse von Quickborn Aktuell.

    Es gibt Momente, da muss man die Quickborner Stadtverwaltung einfach bewundern. Seit Dezember 2023 gilt auf der Brücke am Harksheider Weg über die A7 Tempo 30.

    Und jetzt wird endlich saniert!

    Von Montag, 2. November, bis Freitag, 6. November 2026, wird die Brücke vollständig gesperrt.

    Der Termin war bereits im Asphaltprogramm der Stadt vom 1. Oktober enthalten. Die genaueren Informationen zu Umleitungen, Busverkehr und Fahrbahnschäden folgten allerdings erst am 29. Oktober.

    Vier Kalendertage vor Beginn der Vollsperrung.

    Auch frühzeitige Hinweisschilder zur bevorstehenden Sperrung sind uns bislang nicht aufgefallen. Die könnten die Autofahrer schließlich unnötig irritieren.

    Die Umleitung – auch eine interessante Idee

    Gesperrt wird zwischen Kugelfang und Kurzer Weg. Auch die Zufahrt zum Parkplatz des Hotels Seegarten, dem ehemaligen Sporthotel, ist betroffen.

    Aber es ist ja nur ein Hotel. Da können die Gäste mit ihren Koffern ruhig ein wenig spazieren gehen. Ein bisschen Bewegung nach der Anreise kann schließlich nicht schaden.

    Und dann wäre da noch das Holsten-Stadion. Immerhin eine städtische Sportanlage. Auch die Fußballer des TuS Holstein Quickborn und des 1. FC Quickborn dürften sich für die Sperrung interessieren.

    In der Pressemitteilung findet das Stadion allerdings keine Erwähnung. Wie die Sportler während der Arbeiten dorthin gelangen sollen, wird ebenfalls nicht erläutert.

    Kann passieren. Man kann schließlich nicht an alles denken.

    Als Umleitung nennt die Stadt die Feldbehnstraße. Warum auch immer.

    Von dort könnte man mit dem Pkw über die Malchower Brücke Richtung Ellerau fahren. Kann man machen. Wer nach Norderstedt möchte, dürfte sich allerdings über diesen Umweg wundern.

    Die Ulzburger Landstraße oder die Ellerauer Straße wären sicherlich naheliegender.

    Die Buslinie 594 wird übrigens über die Ulzburger Landstraße und die Friedrichsgaber Straße umgeleitet. Mehrere Haltestellen entfallen.

    Einen gesonderten Umleitungsfahrplan haben wir bislang nicht gefunden. Quickborn Aktuell hat deshalb bei vhh.mobility nachgefragt.

    Der Asphalt hat offenbar doch etwas

    Die ursprüngliche Tempo-30-Anordnung stammt vom 10. Dezember 2023. Nach unserer rechtlichen Einschätzung war sie, vorsichtig ausgedrückt, nicht ganz unproblematisch.

    Am 18. Juni 2026 erließ die Stadt eine neue Verkehrsanordnung.

    Kurz darauf wurde der Asphalt untersucht. Bohrkerne wurden entnommen und fachlich geprüft.

    Das Ergebnis: Kein einziger untersuchter Bohrkern zeigte Auffälligkeiten. Der Asphalt wurde als „augenscheinlich schadensfrei“ beschrieben.

    Super! Das klingt doch erfreulich.

    Nun erklärt die Stadt allerdings, die Fahrbahn sei teilweise abgesackt und habe sogar Fahrzeuge beschädigt.

    Entsprechende Beschwerden haben wir in den Unterlagen tatsächlich gesehen. Ob sie die behaupteten Schäden und deren Ursachen ausreichend belegen, ist eine andere Frage.

    Uns sind bei unseren Fahrten über die Brücke jedenfalls keine massiven Fahrbahnschäden aufgefallen.

    Vielleicht habt Ihr ja etwas anderes beobachtet?

    Und weshalb Tempo 30 auch für Pkw gilt und nicht nur für schwere Lkw angeordnet wurde, erschließt sich uns weiterhin nicht. Auch darauf hat die Stadt bislang keine nachvollziehbare Antwort gegeben.

    Drei Jahre Tempo 30 – fünf Tage Sanierung

    Seit März 2026 bemüht sich Quickborn Aktuell um die Aufklärung der Geschwindigkeitsbeschränkung. Nachfragen, Schriftverkehr, Akteneinsicht. Inzwischen haben wir die vollständige Verfahrensakte erneut angefordert.

    Vielleicht bringt sie Licht ins Dunkel. Oder wenigstens in den Asphalt.

    Währenddessen führte die Landespolizei regelmäßig Geschwindigkeitsmessungen durch. Die Autofahrer durften sich an Tempo 30 gewöhnen.

    Jetzt soll die Asphaltdecke innerhalb von fünf Arbeitstagen erneuert werden.

    Und anschließend soll wieder Tempo 50 gelten!

    Das klingt erfreulich. Vielleicht können wir ab Samstag, 7. November, tatsächlich wieder mit normaler Geschwindigkeit über die Brücke fahren.

    Wir wünschen den Bauarbeitern einen reibungslosen Ablauf, den Autofahrern starke Nerven und den Hotelgästen ausreichend Kondition für ihre Koffer.

    Die eigentliche Frage bleibt allerdings, weshalb es fast drei Jahre gedauert hat, bis die Fahrbahn nun endlich saniert wird.

    Und weshalb die konkreten Informationen für Autofahrer, Busfahrgäste, Hotelgäste und Sportler erst so kurz vor der Sperrung veröffentlicht wurden.

    Wir sind gespannt. Auf die Akten, die Antworten und die neue Asphaltdecke.

    Hoffentlich ist wenigstens eine davon überzeugend.


    Quellen und Unterlagen

    #Quickborn #News #HarksheiderWeg #Verkehr #Glosse


  • V9: Neue Lkw-Ausweichstrecke zwischen A7 und B4 – auch Norderstedt profitiert

    Die geplante V9 schafft eine neue durchgehende Verbindung für den Schwerlastverkehr zwischen der A7 und der B4. Besonders bei den regelmäßigen Staus auf der Autobahn wird die Strecke für Lkw von und nach Hamburg interessant. Zusätzlich entsteht für Teile Norderstedts eine neue Zufahrt zur A7, insbesondere in Fahrtrichtung Norden. Die Bahnstraße und die Ellerauer Straße werden dadurch entlastet. Auf der Ulzburger Landstraße und dem Harksheider Weg ist dagegen mit deutlich mehr Verkehr zu rechnen.

    23. Oktober 2026 | Quickborn Aktuell | Thomas Köppl

    Aus der V9 wird eine neue Lkw-Verbindung

    Bereits im August 2025 hatte Quickborn Aktuell bei der Stadt nachgefragt, ob auf der geplanten V9 künftig Lkw-Verkehr vorgesehen sei. Eine konkrete Antwort konnte die Verwaltung seinerzeit nicht geben.

    Inzwischen plant die Stadt entlang der V9 rund 3,2 Hektar neue Gewerbeflächen. Die Erschließung muss entsprechend auch für schweren Lieferverkehr ausgelegt werden.

    Bürgermeister Thomas Beckmann hat erklärt, dass es für den Straßenbau der V9 keine Förderung geben wird. Die Stadt will deshalb einen erheblichen Teil der Kosten über den Verkauf der neuen Gewerbegrundstücke finanzieren.

    Allerdings sind die zusätzlichen Kosten für die Erschließung der Gewerbegrundstücke bislang nicht kalkuliert. Dazu gehören Grundstückszufahrten, Straßenbeleuchtung, Begrünung, Grünstreifen und Versickerungsflächen.

    Mit der V9 entsteht zugleich eine neue durchgehende Lkw-Verbindung zwischen der A7 und der B4.

    ↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis

    Neue Ausweichstrecke bei Autobahnstau

    Auf der A7 kommt es regelmäßig zu Staus, Unfällen und Verkehrsstörungen. Der Ausweichverkehr belastet dann auch die Straßen in Quickborn und Ellerau.

    Bisher führt eine wichtige Ausweichroute zwischen der Autobahn und der B4 über die Friedrichsgaber Straße, die Bahnstraße und die Ellerauer Straße.

    Mit der V9 entsteht eine direktere Verbindung: Von der A7 geht es künftig über die neue Trasse zur Ulzburger Landstraße, weiter über den Harksheider Weg bis zur B4 – und umgekehrt.

    Für den Durchgangsverkehr, insbesondere für schwere Lastwagen von und nach Hamburg, entfällt damit der bisherige Umweg über die Bahnstraße und die Ellerauer Straße.

    Die neue Strecke wird auch für Navigationssysteme interessant, die bei Autobahnstörungen alternative Fahrtrouten anbieten.

    ↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis

    Auch Lkw aus Norderstedt bekommen eine neue Autobahnzufahrt

    Hinzu kommt Schwerlastverkehr aus Norderstedt.

    Für bestimmte Bereiche Norderstedts wird die neue Verbindung über die B4, den Harksheider Weg und die V9 eine interessante Alternative zur bisherigen Fahrt über die Friedrichsgaber Straße.

    Besonders für Lastwagen mit Fahrziel A7 Richtung Norden bietet sich damit ein neuer Zubringer zur Autobahnanschlussstelle Quickborn an.

    Der Harksheider Weg wird dadurch nicht nur Ausweichstrecke bei Autobahnstörungen, sondern auch Teil einer neuen regulären Verbindung für den Wirtschaftsverkehr aus Norderstedt.

    Diese Verkehrsverlagerung betrifft ebenso den Pkw-Verkehr. Die V9 verändert damit die Fahrtrouten auf beiden Seiten der A7.

    ↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis

    Weniger Verkehr am Knotenpunkt Bahnstraße/Friedrichsgaber Straße

    Der Knotenpunkt Bahnstraße/Friedrichsgaber Straße ist bereits heute stark belastet. Er spielte insbesondere in der Diskussion um das Hillwood-Logistikzentrum in Ellerau eine wichtige Rolle.

    Durch die V9 bekommt der bisher über Ellerau geführte Durchgangsverkehr zwischen A7 und B4 eine neue Route.

    Dabei geht es nicht um den Lieferverkehr zum oder vom Hillwood-Gelände, sondern um den Verkehr, der bisher dieselben Straßen und Kreuzungen nutzt.

    Mit der Verlagerung dieses Verkehrs auf die V9 werden die Bahnstraße, die Ellerauer Straße und der Knotenpunkt Bahnstraße/Friedrichsgaber Straße entlastet.

    Auch die Zufahrt zur Autobahn aus Richtung Ellerau profitiert, weil sich dort weniger Durchgangsverkehr mit dem örtlichen Verkehr mischt.

    Die Anschlussstelle Quickborn erreicht nach den Untersuchungen der Stadt bereits heute die schlechteste Qualitätsstufe F.

    ↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis

    Mehr Lkw auf dem Harksheider Weg und der Ulzburger Landstraße

    Die neue Verkehrsführung bringt für andere Anwohner zusätzliche Belastungen.

    Der Harksheider Weg wird Teil einer durchgehenden Verbindung zwischen A7 und B4. Dort ist künftig mit mehr Pkw und insbesondere mit mehr Schwerlastverkehr zu rechnen.

    Zusammen kommen der Verkehr aus dem geplanten Gewerbegebiet, der Durchgangsverkehr zwischen A7 und B4, der Ausweichverkehr bei Autobahnstörungen sowie zusätzliche Fahrten aus Norderstedt.

    Auch die Ulzburger Landstraße wird stärker belastet.

    Das betrifft ebenso die Bewohner der Friedlandstraße. Zahlreiche Grundstücke grenzen mit ihren rückwärtigen Bereichen unmittelbar an die Ulzburger Landstraße. Zusätzliche Lastwagen werden dort vor allem durch Lärm und Abgase wahrnehmbar sein.

    Bleibt zu hoffen, dass der Lkw-Verkehr nicht auch noch die Goethestraße als Ausweichstrecke entdeckt – vorbei an der dann neu gebauten Goethe-Grundschule.

    ↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis

    Verkehrsuntersuchung erst 2027

    Die Stadt hat die großräumige Verkehrsuntersuchung für die V9 erst im Juli 2026 beauftragt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2027 erwartet.

    Konkrete Zahlen zu den künftig zu erwartenden Lkw-Fahrten auf der Ulzburger Landstraße und dem Harksheider Weg liegen bislang nicht vor.

    ↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis

    Quellen und weiterführende Unterlagen

    1. Stadt Quickborn – Machbarkeitsuntersuchung und Beschluss zur V9:
      Mitteilung der Stadt Quickborn
    2. Anfrage vom 6. August 2025 zum Lkw-Verkehr auf der V9:
      Anfrage bei FragDenStaat
    3. Stadt Quickborn, 23. Januar 2026 – Verkehrsbelastung an der A7-Anschlussstelle und Verkehrsströme aus Norderstedt:
      Pressemitteilung der Stadt Quickborn
    4. Quickborn Aktuell, 5. Oktober 2026 – Neue Gewerbeflächen sollen die Straße bezahlen:
      Bericht auf Quickborn Aktuell
    5. Quickborn Aktuell, 9. Oktober 2026 – Verkehrsuntersuchung und Zeitplan:
      Bericht auf Quickborn Aktuell

    ↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis

  • Neue Umgehungsstraße an der A7: Baubeginn soll 2027 sein – aber die Trasse steht noch nicht fest

    QUICKBORN. Die Stadt will westlich der A7 eine neue Straßenverbindung bauen. Sie soll über den Ohlmöhlenweg und „Auf dem Halenberg“ führen und die problematische Verkehrsführung an der Ulzburger Landstraße entlasten.

    Das Projekt heißt in den Planungen kurz V9.

    Und der Zeitplan ist sportlich:

    Baubeginn soll im Juni oder Juli 2027 sein.

    Nur: Die Trasse steht noch gar nicht endgültig fest.

    Das zeigt ein Protokoll des Ausschusses für kommunale Dienstleistungen vom 27. August 2026, das Quickborn Aktuell vorliegt.

    Verkehrsuntersuchung läuft noch

    Die große Verkehrsuntersuchung wurde erst am 27. Juli 2026 vergeben. Eine großräumige Verkehrserhebung soll noch im Laufe dieses Jahres stattfinden.

    Mit den Ergebnissen rechnet die Stadt nach eigener Aussage erst Anfang des zweiten Quartals 2027.

    Auch die konkrete Trassenführung war Ende August noch nicht abgeschlossen. Im Protokoll heißt es, diese werde derzeit durch das beauftragte Ingenieurbüro erarbeitet und sei von den Ergebnissen der Artenschutzuntersuchung abhängig.

    Und trotzdem soll schon ausgeschrieben werden

    Gleichzeitig soll bereits Anfang 2027 ausgeschrieben und vergeben werden.

    Da stellt sich eine ziemlich einfache Frage:

    Was genau soll ausgeschrieben werden, wenn wesentliche Planungsgrundlagen zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen sind?

    Auch die Abstimmungen mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Forstbehörde sind Teil des weiteren Verfahrens.

    Die Verwaltung selbst hält im Protokoll fest, dass ein Maßnahmenbeschluss erst auf Grundlage der Untersuchungen und Abstimmungen vorbereitet werden soll.

    Gewerbeflächen werden schon mitgedacht

    Parallel wird bereits über neue Gewerbeflächen entlang der geplanten Straße gesprochen. Deren spätere Verkaufserlöse sollen zur Finanzierung der V9 beitragen.

    Nur sind diese Flächen bislang noch gar nicht als Gewerbegebiet ausgewiesen.

    Damit ergibt sich ein bemerkenswertes Bild:

    Die Trasse ist noch nicht fertig geplant. Die Verkehrsuntersuchung läuft. Die Behördenabstimmungen laufen. Die Gewerbeflächen gibt es planungsrechtlich noch nicht. Aber der Baubeginn soll schon im Juni oder Juli 2027 sein.

    Das Rathaus plant weit voraus.

    Sehr weit.


    Quelle: Protokoll der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für kommunale Dienstleistungen der Stadt Quickborn vom 27. August 2026.

    Veröffentlicht am 6. Oktober 2026 | Quickborn Aktuell