Schlagwort: CDU Quickborn

  • Schulhaushalt Quickborn: CDU fragt nach – Ganztag und Krisenvorsorge kosten dauerhaft Geld

    Die CDU hat im Quickborner Ausschuss für Bildung, Kultur und Freizeit größere Positionen des Schulhaushalts hinterfragt. Eine mobile Notstromanlage soll die Investitionskosten senken, höhere Landeszuschüsse die Ganztagsbetreuung entlasten. Doch die laufenden Belastungen bleiben erheblich.

    800.000 Euro für die Notstromversorgung am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium: Diesen Ansatz wollte die CDU-Fraktion bei den Beratungen zum Haushalt 2027 genauer erklärt haben. Auch zur Ganztagsfinanzierung, zu Schulbaukosten und zu den Außenanlagen am Elsensee-Gymnasium legte sie konkrete Fragen vor.

    Der Fragenkatalog vom 29. September ist mit Reinhardt Ax unterzeichnet. In der Ausschusssitzung am 6. Oktober erinnerte der CDU-Ratsherr an die Beantwortung. Angesichts der angespannten Stadtfinanzen sind solche Nachfragen notwendig: Investitionen müssen begründet, günstigere Lösungen geprüft und Folgekosten sichtbar gemacht werden.

    Mobile Notstromanlage soll günstiger werden

    Statt einer fest installierten Netzersatzanlage plant die Verwaltung inzwischen ein mobiles Aggregat. Es soll flexibler einsetzbar und günstiger sein. Unter anderem entfällt ein Kabelgraben.

    Der Ausschuss beschloss einstimmig, die Investitionsplanung um 600.000 Euro zu verringern. Für das mobile Gerät sind zunächst 200.000 Euro vorgesehen. Wegen der Lieferzeit sollen diese im zweiten Haushaltsentwurf vorerst als Verpflichtungsermächtigung erscheinen.

    Damit ist die Gesamtrechnung allerdings noch nicht vollständig. Umbauten am Transformator und an der Elektroverteilung sollen erst für 2028 eingeplant werden. Ihre Kosten werden im Protokoll nicht beziffert.

    Auch die Vorhaltung kostet jedes Jahr Geld

    Mit dem Kaufpreis ist es nicht getan. Abschreibung, Finanzierung, Wartung, Prüfungen und Probeläufe belasten den Haushalt auch dann, wenn kein längerer Stromausfall eintritt.

    Eine Modellrechnung zeigt die Größenordnung: Bei 200.000 Euro Anschaffungskosten, angenommenen 15 Jahren Nutzungsdauer und vollständiger Kreditfinanzierung zu vier Prozent entstehen anfänglich rund 21.300 Euro jährlich für Abschreibung und Zinsen. Die genannten Annahmen sind keine bestätigten Quickborner Kalkulationswerte. Betrieb und Unterhaltung sowie die noch ausstehenden elektrischen Umbauten kommen hinzu.

    Krisenvorsorge kann sinnvoll sein. Quickborn muss sie aber auch finanzieren können. Dazu gehört eine vollständige Rechnung über Anschaffung, notwendige Anschlussarbeiten und jährliche Folgekosten. Was eine umfassende Krisenversorgung des Schulzentrums insgesamt kostet, lässt sich aus den vorliegenden Angaben noch nicht beziffern.

    Unsere Einordnung: Krisenvorsorge gehört zur öffentlichen Sicherheit

    Die Verwaltung will die mobile Anlage weiterhin beim Gymnasium führen. Sie begründet dies mit dem vorgesehenen Haupteinsatzort und damit, dass es kein eigenes Haushaltsprodukt für Krisenmanagement gebe.

    Das überzeugt aus Sicht von Quickborn Aktuell nicht. Allgemeine Krisenvorsorge gehört in den Bereich der öffentlichen Sicherheit. Ein fehlendes Haushaltsprodukt lässt sich einrichten. Es ist kein sachlicher Grund, diese Aufgabe im Schulhaushalt unterzubringen.

    Bei einem längeren Stromausfall kann der Unterricht eingestellt werden. Soll das Schulzentrum dagegen als Anlaufstelle oder zur Versorgung der Bevölkerung dienen, erfüllt es eine andere Aufgabe: Dann geht es um die Krisenbewältigung für die Stadt.

    Diese Aufgabe muss auch im Haushalt erkennbar sein. Das gilt besonders für ein mobiles Aggregat, das an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden kann.

    Die Abgrenzung ist zudem für spätere Schulkostenbeiträge wichtig. Schulbezogene Aufwendungen, Nettoabschreibungen und gesetzlich berechnete Zinsen können grundsätzlich in die Beiträge eingehen, die andere Gemeinden für ihre Schülerinnen und Schüler zahlen. Allgemeine Krisenvorsorge wird aber nicht dadurch zur Schulträgeraufgabe, dass sie beim Gymnasium gebucht wird.

    Bei der geplanten Anschaffung sollte deshalb von Anfang an feststehen, welcher Aufgabe die Anlage dient und wie ihre Kosten abgegrenzt werden. Ein tatsächlicher schulischer Anteil wäre nachvollziehbar auszuweisen. Diese Bewertung ist eine redaktionelle Einordnung von Quickborn Aktuell; der CDU-Fragenkatalog spricht die Zuordnung zu den Schulkostenbeiträgen nicht an.

    Warum die Ganztagsförderung vergleichsweise niedrig bleibt

    Die CDU fragte außerdem, weshalb die Landeszuweisungen für die Ganztagsbetreuung so niedrig ausfallen, obwohl eine Förderung von 75 Prozent angekündigt wurde.

    Die Erklärung liegt vor allem im schrittweisen Aufbau der Förderung. Der Rechtsanspruch beginnt im Schuljahr 2026/27 mit der ersten Klasse. Jährlich kommt ein weiterer Jahrgang hinzu. Erst ab 2029/30 umfasst er alle vier Grundschuljahrgänge.

    Außerdem gelten Fördergrenzen und Pauschalen. Die 75 Prozent beziehen sich deshalb nicht auf sämtliche tatsächlichen Betreuungskosten aller Grundschulkinder. Elternbeiträge werden bei der Finanzierung ebenfalls berücksichtigt.

    Die Verwaltung kündigte für den zweiten Haushaltsentwurf höhere Landeszuweisungen an. Für die drei Grundschulen sollen die vorgesehenen Einnahmen von insgesamt 93.900 auf rund 197.763 Euro steigen. Das verbessert die Planung um knapp 104.000 Euro.

    Rund 289.000 Euro Finanzierungslücke bei zwei Schulen

    Dennoch bleibt ein erheblicher städtischer Zuschussbedarf. Allein für die Betreuung durch freie Träger und ergänzende Kurse an Waldschule und Grundschule Mühlenberg stehen zusammen 484.200 Euro im Haushaltsplan.

    Nach Abzug der korrigierten Landeszuweisungen und der vorgesehenen Elternbeiträge verbleiben bei diesen Positionen rund 289.000 Euro, die Quickborn finanzieren muss.

    Das ist noch nicht das vollständige Ganztagsdefizit. Weitere zugehörige Personal-, Gebäude-, Verwaltungs- und Sachkosten sind in dieser Teilrechnung nicht enthalten. Auch die Goetheschule ist damit nicht vollständig erfasst. Eine gesonderte Gesamtrechnung für die Ganztagsbetreuung aller drei Grundschulen fehlt in den vorliegenden Unterlagen.

    Der Berechnung liegt bei Mühlenberg der Haushaltsansatz von 167.800 Euro für die Trägerbetreuung zugrunde, zuzüglich 13.200 Euro für Kurse. Im CDU-Fragenkatalog wird abweichend ein Betreuungsbetrag von 197.800 Euro genannt.

    Die laufende Betreuung und ihre Finanzierung betreffen den Ergebnishaushalt. Der verbleibende Zuschussbedarf muss Jahr für Jahr gedeckt werden.

    40.000 Euro weniger bei Schulkostenbeiträgen

    Eine weitere einstimmige Entscheidung betrifft die von Quickborn zu zahlenden Schulkostenbeiträge. Der Ansatz wird von 700.000 auf 660.000 Euro gesenkt. Nach Darstellung der Verwaltung lassen die Erfahrungen der vergangenen Haushaltsjahre eine niedrigere Planung zu.

    Die CDU hat mit ihrem Fragenkatalog wichtige Kostenpositionen aufgegriffen. Die günstigere Notstromlösung und die korrigierten Förderansätze sind vernünftige Schritte. Ebenso notwendig bleiben eine vollständige Ganztagsrechnung und ein klarer Ausweis der Kosten für die allgemeine Krisenvorsorge.


    Quellen: Stadt Quickborn: Unterlagen und öffentliches Protokoll des Ausschusses für Bildung, Kultur und Freizeit vom 6. Oktober 2026, Tagesordnungspunkt 8, einschließlich CDU-Fragenkatalog vom 29. September 2026 und Verwaltungsantworten.

  • Newsletter Nr. 10 – Quickborns nächste Millionenbaustelle, gute Nachrichten für die Waldschule und Streit um den Haushalt


    Newsletter Nr. 10 – Quickborn Aktuell


    QUICKBORN AKTUELL

    Newsletter Nr. 10

    15. Oktober 2026

    Quickborns nächste Millionenbaustelle, gute Nachrichten
    für die Waldschule und Streit um den Haushalt

    Liebe Leserinnen und Leser,

    die vergangenen Tage haben wieder einmal gezeigt,
    wie dicht gute und weniger gute Nachrichten in
    Quickborn beieinanderliegen.

    Während für die Waldschule eine wichtige Hürde
    bei der Millionenförderung genommen wurde,
    zeichnet sich an der Gronau die nächste
    kostspielige Baustelle ab.
    Die Grünen warnen angesichts der Haushaltslage
    vor einer Überschuldung, und bei der Goethe-Schule
    gibt es neue Erkenntnisse zur geplanten Übergangslösung.

    Dazu kommen eine erstaunlich langwierige Angelegenheit
    vor dem Rathaus, politische Nachrichten und natürlich
    Carla Quickborn.

    15. Oktober 2026

    1. Gronaubrücke: Die nächste Millionenbaustelle wartet schon

    Die geplante Umgehungsstraße V9 soll den Verkehr
    im Bereich der Autobahn A7 neu ordnen.
    Doch auf der vorgesehenen Verkehrsverbindung wartet
    bereits ein Problem: die sanierungsbedürftige Brücke
    über die Gronau an der Feldbehnstraße.

    Eine Instandsetzung könnte nach bisherigen Angaben
    rund 100.000 Euro kosten. Sollte die Brücke wegen
    der künftigen Verkehrsanforderungen ersetzt werden
    müssen, wäre mit einer ganz anderen Größenordnung
    zu rechnen.

    Ein Ersatzneubau könnte nach überschlägiger
    Einschätzung rund zwei Millionen Euro kosten.
    Eine amtliche Kostenberechnung liegt bislang nicht vor.

    Hinzu kommt, dass die Gronau in diesem Bereich
    zu einem europäischen FFH-Schutzgebiet gehört.
    Ein Brückenneubau müsste deshalb auch naturschutz-
    und wasserrechtliche Anforderungen erfüllen.
    Welche zusätzlichen Kosten dadurch entstehen könnten,
    ist noch offen.

    Die Verkehrsuntersuchung für die V9 soll erst 2027
    Ergebnisse liefern. Ob die vorhandene Brücke den
    künftig vorgesehenen Verkehr aufnehmen kann,
    ist daher noch nicht abschließend geklärt.

    Die eigentliche Kostenfrage:
    Was nützt eine neue Umgehungsstraße, wenn ihre
    anschließende Verkehrsinfrastruktur anschließend
    ebenfalls für Millionenbeträge erneuert werden muss?


    Den vollständigen Brückenbericht lesen →

    12. Oktober 2026

    2. Waldschule: Gute Nachrichten bei 4,92 Millionen Euro Förderung

    Für die Waldschule gibt es erfreuliche Nachrichten.
    Die Stadt Quickborn hat für den Ausbau der
    Ganztagsbetreuung rund 4,92 Millionen Euro
    Fördermittel beantragt.

    Eine zentrale Berechnungsgrundlage hat die erste
    Prüfung durch die Investitionsbank Schleswig-Holstein
    (IB.SH) bestanden.

    Die Stadt hat 20,8 Prozent der gesamten Baukosten
    dem Offenen Ganztag zugeordnet.
    Maßgeblich ist der Anteil der Gebäudeflächen,
    der künftig für die Ganztagsbetreuung genutzt werden soll.
    Die Förderbank bewertet diesen Ansatz als
    grundsätzlich nachvollziehbar.

    Das ist ein wichtiger Fortschritt. Denn bei den großen
    Schulprojekten entscheidet nicht allein die Höhe der
    Baukosten, sondern auch, welcher Anteil tatsächlich
    förderfähig ist.

    Eine endgültige Förderzusage ist damit noch nicht
    verbunden. Die erste positive Bewertung schafft aber
    eine deutlich bessere Grundlage für das weitere Verfahren.


    Alle Einzelheiten zur Waldschulförderung →

    12. Oktober 2026

    3. Goethe-Schule: Schulaufsicht begleitet die Übergangslösung

    Rund 260 Kinder der Goethe-Grundschule sollen
    während des geplanten Schulneubaus vorübergehend
    in Räume an der Feldbehnstraße umziehen.
    Dort werden bereits Schulen in freier Trägerschaft betrieben.

    Die Schulaufsicht des Kreises Pinneberg hat nun bestätigt,
    dass sie die Planungen begleitet und bereits konkrete
    Anforderungen an die künftige Unterbringung formuliert hat.

    Noch sind allerdings wichtige Punkte offen.
    Der Mietvertrag zwischen der Stadt und dem privaten
    Schulträger ist nicht abgeschlossen.
    Die Schulkonferenz der Goethe-Grundschule soll bei ihrer
    nächsten Sitzung angehört werden.

    Auch das Bildungsministerium ist eingebunden.
    Es prüft, welche Auswirkungen die Unterbringung einer
    zusätzlichen öffentlichen Grundschule auf die bestehende
    Genehmigung der Freien Gemeinschaftsschule haben könnte.
    Eine Stellungnahme des privaten Schulträgers wurde angefordert.

    Positiv ist, dass die Schulaufsicht frühzeitig beteiligt wurde.
    Jetzt kommt es darauf an, die organisatorischen und
    rechtlichen Voraussetzungen für einen sicheren Schulbetrieb
    rechtzeitig zu klären.


    Zum vollständigen Bericht über die Schulaufsicht →

    13. Oktober 2026

    4. Haushalt: Grüne warnen vor Überschuldung – SPD unterstützt Kurswechsel

    Die Quickborner Grünen schlagen angesichts der
    Finanzplanung Alarm. Für 2027 stehen rund
    89 Millionen Euro Erträge mehr als 104 Millionen Euro
    Aufwendungen gegenüber.

    Das geplante Defizit liegt damit bei etwa
    15 Millionen Euro. Nach der mittelfristigen Planung
    könnte das Eigenkapital der Stadt bis 2030 aufgebraucht sein.

    Die Grünen fordern deshalb, die geplante
    Umgehungsstraße V9 um mehrere Jahre zu verschieben
    und den Neubau der Goethe-Schule zu priorisieren.
    Ein zweiter Antrag verlangt konkrete Vorschläge zur
    Verringerung der Verwaltungsausgaben und zur
    Verbesserung der Einnahmen.

    Die SPD unterstützte beide Anträge.
    Die FDP lehnte sie ab, die CDU stimmte im Ausschuss
    für kommunale Dienstleistungen dagegen und enthielt
    sich im Finanzausschuss.

    Beim Haushaltsentwurf standen schließlich CDU und FDP
    auf der einen sowie SPD und Grüne auf der anderen Seite.
    Damit wird die Auseinandersetzung um Quickborns Finanzen
    zunehmend zu einer Debatte über politische Prioritäten.


    Zum ausführlichen Bericht →

    10. Oktober 2026

    5. 15,2 Millionen Euro Defizit: Wo bleiben die Einsparergebnisse?

    Bereits 2025 hatte das Innenministerium von Quickborn
    Konsolidierungsmaßnahmen im Umfang von mindestens
    2,5 Millionen Euro verlangt.
    Eine aktuelle Anfrage von Quickborn Aktuell sollte klären,
    welche Einsparungen tatsächlich erreicht wurden.

    Das Ministerium bestätigte zwar eingeleitete Maßnahmen,
    nannte aber keine konkreten finanziellen Ergebnisse.
    Ihre Wirkung könne teilweise erst mittel- bis
    langfristig eintreten.

    Unterdessen steigt das geplante Defizit von
    12,5 Millionen Euro für 2026 auf 15,2 Millionen Euro
    im Entwurf für 2027.
    Bis 2030 summieren sich die erwarteten Fehlbeträge
    auf rund 60 Millionen Euro.

    Besonders problematisch ist die Beendigung der
    Verwaltungsgemeinschaften mit Ellerau, Hasloh
    und Bönningstedt.
    Ab 2028 entfallen dadurch rund 3,4 Millionen Euro
    jährliche Einnahmen.
    Gleichzeitig sollen zunächst rund 70 Prozent der
    bislang zugeordneten Personalkosten bestehen bleiben.

    Hinzu kommen weitere Projekte wie der geplante
    Dritte Ort „TO HUUS“, für den noch keine
    Kostenberechnung vorliegt.
    Die finanzielle Gesamtbelastung der Stadt könnte
    daher über die bisherige Planung hinausgehen.


    Die vollständige Haushaltsanalyse lesen →

    12. Oktober 2026

    6. AKN: Wieder Zugverkehr – aber ab 26. Oktober die nächste Sperrung

    Seit dem 10. Oktober fährt die AKN-Linie A1
    nach fast acht Wochen Schienenersatzverkehr
    wieder durch Quickborn.
    Für Pendler und Schüler ist das eine willkommene Erleichterung.

    Allerdings nur vorübergehend:
    Vom 26. Oktober bis zum 12. Dezember 2026
    wird die Strecke zwischen Quickborn und Ulzburg Süd
    erneut gesperrt.
    Grund sind weitere Oberleitungsarbeiten für die künftige S5.
    Während dieser Zeit fahren Ersatzbusse.

    Auch vom 16. bis 21. November sind weitere Arbeiten
    im Bahnhof Quickborn vorgesehen, die zusätzliche
    Einschränkungen mit sich bringen.

    Ab 2028 soll die S5 Quickborn im 15-Minuten-Takt
    mit Hamburg verbinden.
    Bis dahin bleibt der Ausbau für viele Fahrgäste
    eine Geduldsprobe.


    Alle Sperrzeiten und Hintergründe →

    13. Oktober 2026

    7. Rathaus: 48.544 Euro für Poller – und noch immer fehlt die Erklärung

    Vor dem Quickborner Rathaus steht eine hydraulische
    Polleranlage, die 48.544,40 Euro gekostet hat.
    Die Poller können abgesenkt werden, damit Menschen
    mit Gehbehinderung möglichst nah an das Rathaus
    heranfahren können.

    Das ist sinnvoll. Allerdings fehlt weiterhin eine
    verständliche öffentliche Information darüber,
    wie Betroffene diese Möglichkeit nutzen können.

    Bereits im Mai 2025 wurde im zuständigen Ausschuss
    angeregt, die Bedienung beziehungsweise Anmeldung
    auf der städtischen Homepage zu erklären.
    Im Juni 2026 kündigte die Stadt nach unserer Anfrage
    an, die Informationen zeitnah zu veröffentlichen.

    Bei unserer erneuten Prüfung am 12. Oktober
    war der Hinweis auf den naheliegenden Internetseiten
    noch immer nicht auffindbar.

    Fast 17 Monate für eine einfache Information
    zur Barrierefreiheit – ein bemerkenswerter Zeitraum.


    Den vollständigen Bericht lesen →

    12. Oktober 2026

    8. CDU Quickborn: Neuer Vorstand mit fünf statt neun Mitgliedern

    Die CDU Quickborn hat am 7. Oktober ihren
    Ortsvorstand neu gewählt und dabei deutlich verkleinert.

    Mirko Beckmann bleibt Vorsitzender,
    Barbara Peña de Müller seine Stellvertreterin
    und Andi Wendt Schatzmeister.
    Birgit Hanke und Dr. Reinhardt Ax gehören dem Vorstand
    als Beisitzer an.

    Aus neun Vorstandsmitgliedern wurden damit fünf.
    Neue Gesichter gibt es nicht.
    Warum der Vorstand verkleinert wurde, geht aus
    der veröffentlichten Mitteilung nicht hervor.

    Sechs Monate vor der Landtagswahl standen in der
    öffentlichen Berichterstattung vor allem Personalien
    und Ehrungen im Mittelpunkt.
    Konkrete politische Schwerpunkte zu den aktuellen
    Quickborner Problemen wurden nicht vorgestellt.


    Weitere politische Nachrichten →

    14. Oktober 2026

    9. Annabell Krämer: Eine Rede über die Schulden von morgen

    Die FDP-Landtagsabgeordnete Annabell Krämer hat
    im Schleswig-Holsteinischen Landtag vor einer
    zunehmenden kommunalen Verschuldung gewarnt.

    Ihre Aussagen treffen auch in Quickborn einen
    empfindlichen Punkt.
    Die Stadt plant hohe Investitionen, während
    die laufenden Defizite wachsen und die künftigen
    Zinsbelastungen steigen.

    Die Rede wirft damit eine grundsätzliche Frage auf:
    Wie lange können Kommunen ihre notwendigen
    Investitionen über zusätzliche Schulden finanzieren,
    ohne ihre zukünftige Handlungsfähigkeit einzuschränken?

    Wir haben die Rede aufgegriffen, weil sie auch in
    der Quickborner Ratsversammlung eine wichtige
    Diskussion auslösen könnte.


    Zum Beitrag über die Rede →

    15. Oktober 2026

    10. Carla Quickborn: Was bedeutet eigentlich „zeitnah“?

    Unsere Carla hat sich diesmal ein besonders schönes
    Wort aus dem Quickborner Verwaltungsalltag
    vorgenommen: zeitnah.

    Bei den Rathauspollern bedeutet das offenbar,
    dass zwischen Ankündigung und Umsetzung schon einmal
    viele Monate vergehen können.

    Dazu kommen die AKN-Baustellen, ein Silent Book Club
    und natürlich Carlas gewohnt scharfer Blick auf das
    Geschehen in der Stadt.

    Eine unterhaltsame Wochenrückschau, die zeigt,
    dass Quickborn auch abseits der großen politischen
    Debatten genügend Stoff für ein Schmunzeln liefert.


    Die aktuelle Carla-Kolumne lesen →

    Zum Schluss

    Liebe Leserinnen und Leser,

    zwischen Millionenprojekten und Baustellen gibt es
    in Quickborn auch erfreuliche Entwicklungen.
    Die positive Rückmeldung der Förderbank zur Waldschule
    ist dafür ein gutes Beispiel.

    Ebenso wichtig sind die vielen Menschen,
    die sich in Vereinen, Schulen, Unternehmen
    und Nachbarschaften engagieren.

    Wir freuen uns deshalb ausdrücklich auch über Hinweise
    auf Veranstaltungen, Jubiläen, besondere Leistungen
    und gute Nachrichten aus unserer Stadt.

    Empfehlt unseren kostenlosen Newsletter gerne weiter.
    Je mehr Menschen informiert sind, desto lebendiger
    wird die Diskussion über Quickborn.

    Herzliche Grüße
    Thomas Köppl
    Quickborn Aktuell


  • CDU Quickborn: Vorstand schrumpft – politische Botschaft Fehlanzeige

    CDU Quickborn: Vorstand schrumpft – politische Botschaft Fehlanzeige

    12. Oktober 2026 | Quickborn Aktuell

    Sechs Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat die CDU Quickborn ihren Vorstand neu gewählt. Aus neun Mitgliedern werden fünf. Neue Gesichter gibt es nicht. Politische Botschaften? Fehlanzeige.

    Vorstand von neun auf fünf verkleinert

    Am 7. Oktober traf sich die CDU Quickborn zur Mitgliederversammlung. Mirko Beckmann bleibt Vorsitzender, Barbara Peña de Müller seine Stellvertreterin. Andi Wendt ist weiterhin Schatzmeister. Birgit Hanke und Dr. Reinhardt Ax komplettieren als Beisitzer den Vorstand.

    Damit wurde das Führungsgremium von neun auf fünf Mitglieder verkleinert. Warum, erklärt die CDU nicht. Ob weniger Kandidaten zur Verfügung standen oder die Verkleinerung bewusst beschlossen wurde, bleibt offen.

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    Landtagswahl? War da noch etwas?

    Am 18. April 2027 wird in Schleswig-Holstein ein neuer Landtag gewählt. Die CDU-Landtagskandidatin Jennifer Drews leitete die Vorstandswahl.

    Eigentlich ein guter Zeitpunkt, um politische Schwerpunkte zu setzen. Schließlich gibt es in Quickborn genügend Gesprächsstoff.

    Ein Haushaltsdefizit von rund 15 Millionen Euro. Millioneninvestitionen in Schulen. Eine umstrittene Verkehrsplanung rund um die A7. Dazu eine ganze Reihe offener Finanzierungsfragen.

    Doch davon ist in der veröffentlichten CDU-Mitteilung nichts zu lesen.

    Stattdessen: Vorstandswahlen, Ehrungen langjähriger Mitglieder und ein gemütliches Beisammensein.

    Auch Quickborn1 berichtet über die Mitgliederversammlung. Viel mehr politische Substanz findet sich dort allerdings ebenfalls nicht.

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    Zwei Berichte, wenig Politik

    Natürlich wissen wir nicht, ob hinter verschlossenen Türen über politische Themen gesprochen wurde. Die öffentliche Darstellung lässt jedenfalls wenig davon erkennen.

    Gerade sechs Monate vor einer Landtagswahl wäre interessant gewesen, welche Ziele die CDU Quickborn verfolgt, welche Antworten sie auf die Probleme der Stadt hat und welche politischen Akzente sie setzen möchte.

    Doch die veröffentlichte Bilanz beschränkt sich weitgehend auf Personalien und Ehrungen.

    Immerhin: Der neue Vorstand steht. Und er ist deutlich kleiner.

    Wir hätten gerne mehr über die politische Arbeit der CDU Quickborn berichtet. Aber selbst die CDU hatte offenbar nicht mehr zu schreiben.

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