VHH-Betriebshof an der Kieler Straße: Ausschuss stimmt zu – Platz für bis zu 95 Busse
25. September 2026, 10:32 Uhr | Thomas Köppl
QUICKBORN. Der geplante neue Betriebshof von vhh.mobility an der Kieler Straße ist einen wichtigen Schritt weiter. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan sowie der notwendigen Änderung des Flächennutzungsplans zugestimmt. Anfang Oktober muss nun noch die Ratsversammlung entscheiden.
Mit der aktuellen Planung werden zugleich erstmals konkrete Größenordnungen genannt: Das Gelände soll rund 28.500 Quadratmeter beziehungsweise 2,85 Hektar umfassen. Perspektivisch sollen dort bis zu 95 Busse Platz finden.
Inhalt
28.500 Quadratmeter für den neuen Betriebshof
Auf dem neuen Gelände an der Kieler Straße ist ein Verwaltungs- und Werkstattgebäude vorgesehen. Hinzu kommen Mitarbeiterparkflächen sowie Abstellflächen für die Busflotte mit der notwendigen Ladeinfrastruktur.
Die Dimension ist deutlich größer als am bisherigen Standort an der Ellerauer Straße. Die Anlage soll so geplant werden, dass sie auch für eine weiter wachsende E-Bus-Flotte genutzt und bei Bedarf später erweitert werden kann.
Komplett auf Elektromobilität ausgerichtet
Der neue Betriebshof soll vollständig auf den Einsatz von Elektrobussen ausgerichtet werden. Die Stadtwerke Quickborn übernehmen dabei als örtlicher Netzbetreiber den Stromnetzanschluss für den neuen Standort. Nach Angaben der Stadt laufen dazu bereits konkrete Planungsbesprechungen zwischen Stadtwerken und vhh.mobility.
Auf dem Gelände sollen neben den Ladeeinrichtungen auch moderne Werkstatt- und Arbeitsbereiche entstehen. vhh.mobility geht davon aus, mit dem zunehmenden Einsatz elektrisch betriebener Busse mehrere tausend Tonnen CO₂ pro Jahr gegenüber Dieselbussen einsparen zu können.
Ratsversammlung und weitere Planung
Mit dem Ausschussbeschluss ist der Betriebshof noch nicht endgültig beschlossen. Anfang Oktober muss zunächst die Ratsversammlung zustimmen.
Danach kann das eigentliche Bauleitplanverfahren beginnen. Für dieses Verfahren rechnet die Stadt derzeit mit einer Bearbeitungszeit von etwa 15 Monaten. Erst anschließend kann der Bauantrag eingereicht werden. Nach dessen Genehmigung könnte der Bau beginnen.
Damit steht fest: Der Umzug wird nicht kurzfristig erfolgen. Mit der aktuellen Entscheidung wird aber das formelle Planungsverfahren auf den Weg gebracht.
Was mit dem alten Gelände passieren soll
Mit dem späteren Umzug des Betriebshofs wird auch das heutige Gelände an der Ellerauer Straße frei. Dort gibt es bereits seit längerem Überlegungen für eine neue innenstadttypische Mischung aus Wohnen, Dienstleistungen und Gewerbe.
Auch die frühere Friedhofsfläche könnte in diesem Zusammenhang zu einer parkähnlichen Grünfläche entwickelt werden. Konkrete Planungen für das gesamte Areal stehen nach Angaben der Stadt allerdings weiterhin ganz am Anfang.
Die Verlagerung des Betriebshofs ist damit nicht nur ein Verkehrs- und Infrastrukturprojekt. Sie könnte langfristig auch größere Veränderungen für die Entwicklung der Quickborner Innenstadt ermöglichen.
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