Neuer Infrastrukturbericht des Landes: Quickborns 9,79 Millionen Euro sind bereits fast vollständig verplant

Schleswig-Holstein hat heute den Infrastrukturbericht 2026 vorgestellt. Für Quickborn sind 9,79 Millionen Euro vorgesehen – fast alles ist bereits verplant.

29. September 2026 | Thomas Köppl

QUICKBORN. Das Land Schleswig-Holstein hat heute, am 29. September 2026, seinen neuen Infrastrukturbericht 2026 vorgestellt. Darin gibt die Landesregierung einen Überblick über laufende und geplante Investitionen sowie die verschiedenen Programme zur Finanzierung der Infrastruktur im Land.

Für Quickborn lohnt sich dabei insbesondere ein Blick auf die Mittel aus dem Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz, kurz LuKIFG. Allerdings bringt der heute vorgestellte Bericht der Stadt keinen plötzlich neuen Millionentopf. Die für Quickborn vorgesehenen Mittel waren bereits bekannt und sind im ersten Haushaltsentwurf 2027 nahezu vollständig verplant.

Rund 9,79 Millionen Euro für Quickborn

Schleswig-Holstein erhält aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes rund 3,4 Milliarden Euro. Ein erheblicher Teil davon wird für kommunale Investitionen zur Verfügung gestellt.

Für Quickborn beträgt das festgelegte Einzelbudget rund 9,79 Millionen Euro. Innerhalb der Förderbedingungen kann die Stadt entscheiden, für welche geeigneten Investitionsvorhaben sie diese Mittel einsetzt.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, wie viel Geld Quickborn aus diesem Programm erhält, sondern wofür die Stadt diesen Betrag einplant.

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7,8 Millionen für Goethe – 1,9 Millionen für V9

Der erste Quickborner Haushaltsplanentwurf 2027 gibt darauf bereits eine ziemlich klare Antwort.

Für den Neubau der Goethe-Grundschule sind insgesamt 7,8 Millionen Euro LuKIF-Mittel eingeplant. Weitere 1,9 Millionen Euro sind für die Trasse V9 vorgesehen.

Damit sind zusammen bereits 9,7 Millionen Euro des rund 9,79 Millionen Euro umfassenden Quickborner Budgets verplant. Rechnerisch bleibt lediglich ein Rest von rund 90.000 Euro.

Von einem neuen frei verfügbaren Millionenbetrag, der nun zusätzlich für Feuerwehr, weitere Schulen oder andere kommunale Projekte eingesetzt werden könnte, kann daher derzeit keine Rede sein.

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Neue Lage bei der Goethe-Schule

Interessant wird die Verteilung allerdings durch die jüngste Entwicklung bei der Goethe-Schule.

Im ersten Haushaltsentwurf 2027 waren neben den 7,8 Millionen Euro LuKIF-Mitteln noch 5,8006 Millionen Euro Förderung für den Ganztagsanteil des Neubaus eingeplant. Zusammen ergab das eine erwartete Förderung von rund 13,6 Millionen Euro.

Diese Rechnung ist inzwischen überholt.

Nach einer Rücksprache der Stadt mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein am 9. September 2026 ist nach aktuellem Stand nur noch mit rund drei Millionen Euro Ganztagsförderung zu rechnen. Ursprünglich war die Stadt von rund sechs Millionen Euro ausgegangen.

Hintergrund sind unter anderem die Förderbedingungen für Räume, die sowohl für den regulären Schulbetrieb als auch für den Ganztag genutzt werden. Entscheidend ist, welcher Anteil der Flächen tatsächlich dem förderfähigen Ganztagsbereich zugerechnet werden kann.

Gegenüber der Finanzplanung im ersten Haushaltsentwurf fehlen damit bei dieser Förderposition rund 2,8 Millionen Euro.

Hinzu kommt der erhebliche Zeitdruck. Die geförderten Maßnahmen des Ganztagsausbaus müssen nach der derzeitigen Planung bis Ende 2029 abgeschlossen sein.

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Die 1,9 Millionen für V9 werden interessanter

Vor diesem Hintergrund bekommt die zweite LuKIF-Position im Quickborner Haushalt eine neue Bedeutung.

Für die Trasse V9 sind derzeit 1,9 Millionen Euro aus demselben kommunalen Infrastruktur-Budget eingeplant.

Die Verteilung des kommunalen Budgets auf einzelne förderfähige Projekte erfolgt grundsätzlich durch die Stadt. Das Land schreibt Quickborn also nicht vor, dass exakt 7,8 Millionen Euro für die Goethe-Schule und exakt 1,9 Millionen Euro für die V9 verwendet werden müssen.

Ob diese Aufteilung noch verändert werden kann oder politisch verändert werden soll, ist damit allerdings nicht beantwortet. Dabei spielen unter anderem der Stand der jeweiligen Verfahren, bereits getroffene Entscheidungen und die weitere Haushaltsplanung eine Rolle.

Fest steht aber: Seit der Aufstellung des ersten Haushaltsentwurfs hat sich eine wichtige Grundlage verändert. Die erwartete Ganztagsförderung für die Goethe-Schule liegt inzwischen mehrere Millionen Euro niedriger.

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Kein neues Geld – aber eine neue Finanzierungsfrage

Der heute vom Land Schleswig-Holstein vorgestellte Infrastrukturbericht bringt Quickborn damit zunächst keine zusätzlichen 9,79 Millionen Euro. Das Geld war bereits bekannt und ist im Haushaltsentwurf nahezu vollständig eingeplant.

Die aktuelle Rechnung sieht derzeit so aus:

  • rund 9,79 Millionen Euro: gesamtes Quickborner LuKIF-Budget
  • 7,8 Millionen Euro: vorgesehen für den Neubau der Goethe-Grundschule
  • 1,9 Millionen Euro: vorgesehen für die Trasse V9
  • rund 90.000 Euro: rechnerischer Rest
  • rund 3 Millionen Euro: inzwischen erwartete Ganztagsförderung für die Goethe-Schule statt der im Haushaltsentwurf veranschlagten rund 5,8 Millionen Euro

Damit rückt eine andere Frage in den Mittelpunkt: Bleibt es angesichts der entstandenen Finanzierungslücke bei der bisherigen Verteilung der LuKIF-Mittel zwischen Goethe-Schule und V9?

Eine Antwort der Stadt auf diese Frage liegt Quickborn Aktuell derzeit nicht vor.

#Quickborn #News

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