30. September 2026 · Carla Quickborn
Manchmal gibt es Wochen, da muss Carla gar nicht lange nach einem roten Faden suchen. Der liegt einfach da. Diesmal heißt er: Quickborn XXL.
🌡️ 26,7 Grad – ganz cool bleiben
Das beginnt ausgerechnet beim Wetter. 26,7 Grad wurden im September in Quickborn gemessen. Damit lag unsere kleine Stadt beim höchsten Septemberwert in Schleswig-Holstein ganz vorne.
Nun könnte Carla natürlich sofort einen Pokal bestellen:
🏆 Quickborn – heißeste Adresse im Land.
Aber irgendwie ist einem bei solchen Temperaturen im September nicht so recht nach Siegerehrung. Für norddeutsche Verhältnisse ist das ungefähr so, als würde beim Weihnachtsmarkt plötzlich jemand Sonnencreme verteilen.
Der Klimawandel ist also offenbar auch in Quickborn angekommen. Ohne Antrag, ohne Beschlussvorlage, ohne Ausschussberatung und – soweit Carla weiß – sogar ohne vorherige Bürgerbeteiligung. 😇
Einfach da.
Carla will daraus nun wirklich keine Klimavorlesung machen. Vielleicht genügt die Feststellung, dass sich unsere Jahreszeiten inzwischen ein bisschen so benehmen, als hätte jemand den Kalender falsch sortiert.
Der Sommer macht Überstunden, der Herbst beginnt zunächst im Homeoffice und der Winter meldet sich vermutlich irgendwann mit dem Hinweis, dass sich seine Ankunft aus organisatorischen Gründen verzögert.
Carla sagt deshalb nur: Ganz cool bleiben. 😎
Wobei das bei 26,7 Grad natürlich leichter gesagt als getan ist.
🦉 Das Eulenfest war einfach gut
Und weil man bei all den großen Quickborner Themen auch einmal etwas einfach nur schön finden darf, kommen wir zum 50. Eulen- und Schützenfest.
Das war nämlich eine ziemlich runde Geschichte. Viele Menschen waren unterwegs, Vereine und Ehrenamtliche haben sich eingebracht, es gab reichlich Programm und die Stimmung passte. Selbst das Wetter spielte fast vollständig mit. Die Sonne hatte zwar offenbar anderswo einen Termin, aber immerhin blieb es trocken.
Und das Feuerwerk am Abend?
Carla bleibt dabei: Spitze. 🎆
Ganz klassisch. Schön festlich. Kein Lasergewitter, keine multimediale Erlebniswelt und keine Lichtinstallation, bei der anschließend jemand erklären muss, welche gesellschaftliche Transformation der dritte blaue Strahl von links symbolisieren sollte.
Es knallt. Es leuchtet. Alle schauen nach oben. Fertig.
Carla weiß, das ist furchtbar oldschool. Aber schön war es trotzdem.
🎬 Und im Film war es immer noch gut
Inzwischen kann man sogar überprüfen, ob einen die Erinnerung vielleicht getäuscht hat. Die Stadt hat nämlich einen kleinen Film über das Jubiläumsfest veröffentlicht.
Carla hat sich den selbstverständlich angesehen.
Rein journalistisch natürlich. 😇
Und muss nach sorgfältiger Prüfung leider feststellen:
Das Eulenfest war auch im Film immer noch gut. 😂
Da kann Carla nun wirklich nichts machen.
Keine überraschende Wendung. Kein versteckter Skandal. Keine Szene, bei der man sagen könnte: „Ha! Wir haben es doch gewusst.“
Stattdessen Menschen, die Spaß haben, viel ehrenamtliches Engagement und ein Fest, das Quickborn offensichtlich gutgetan hat.
Manchmal ist selbst für Carla einfach nichts zu meckern.
Das kommt selten genug vor und sollte deshalb ordnungsgemäß dokumentiert werden.
Vielleicht archiviert die Stadt den Film vorsichtshalber unter:
🎬 „Historische Aufnahmen – Carla Quickborn findet etwas gut.“
Und allen, die geplant, aufgebaut, organisiert, ausgeschenkt, musiziert, begleitet und hinterher wieder aufgeräumt haben, darf man einfach einmal Danke sagen. ❤️
So. Jetzt aber wirklich genug Harmonie.
🏛️ Herr Jaeger bekommt gefühlt halb Quickborn
Denn inzwischen hat Quickborn auch einen neuen Fachbereichsleiter für Bildung, Jugend und Kultur: Steffen Jaeger.
Carla gratuliert herzlich.
Wobei sie sich bei der Aufzählung seines Zuständigkeitsbereichs kurz gefragt hat, ob Herr Jaeger eigentlich einen Fachbereich übernommen hat – oder gleich eine mittelgroße Kommune.
Schulen, Jugend, Kultur, Bücherei, VHS, Freibad, Veranstaltungen und dazu einige der Projekte, bei denen schon die Überschriften im Haushaltsplan ein gewisses Gewicht entwickeln.
Andere Menschen bekommen zum Dienstantritt einen Blumenstrauß, einen Büroschlüssel und den Hinweis:
„Die Kaffeemaschine steht hinten links.“
In Quickborn scheint die Begrüßung ungefähr so zu funktionieren:
„Herzlich willkommen, Herr Jaeger. Hier ist Ihr Büro. Und da hinten liegt Ihr Aufgabenbereich.“
„Wo?“
„Quickborn.“ 😂
Allein die Goethe-Schule dürfte dafür sorgen, dass es ihm in den nächsten Monaten nicht langweilig wird. Andere lesen während ihrer Einarbeitung ein Organigramm.
In Quickborn liest man Goethe.
Und zwar offenbar in Fortsetzungen. 😇
⚖️ Bitte die schweren Euros zuerst
Besonders aufmerksam wurde Carla bei der Aussage, dass angesichts der vielen Aufgaben jeder Euro gut abgewogen werden müsse.
Das klingt vernünftig. Sehr vernünftig sogar.
Nur dürfte das mit dem Abwiegen in diesem Fachbereich eine körperlich anspruchsvolle Tätigkeit werden. Goethe-Schule, Schule am Mühlenberg, Bücherei, Freibad, Kultur, Jugend und To Huus – wir reden da nicht unbedingt über ein paar lose Centstücke aus der Portokasse.
Carla empfiehlt deshalb keine Briefwaage.
Eine Fahrzeugwaage dürfte geeigneter sein. 😂
Und wenn ohnehin jeder Euro auf die Waage kommt, hätte Carla einen kleinen Wunsch: Vielleicht beginnen wir einfach mit den besonders schweren.
Den Millionen.
Wenn die ordentlich gewogen, geprüft und sortiert sind, können wir uns anschließend immer noch darüber unterhalten, ob irgendwo ein Kugelschreiber zu viel bestellt wurde.
Carla nennt das: XXL-Sparen von oben nach unten. 😎
Aber Herr Jaeger soll erst einmal ankommen. Wer gleich zu Beginn Goethe-Schule, Mühlenberg und die übrige Quickborner Bildungs-, Jugend- und Kulturwelt in die Aktentasche gelegt bekommt, hat sich vermutlich wenigstens eine kurze Schonfrist verdient.
🚂 Speeldeel oder AKN?
Zum Schluss hat Carla noch etwas Kulturelles entdeckt. Und das ist so schön, dass Quickborn die Pointe praktisch selbst mitliefert.
Die Quickborner Speeldeel spielt eine Komödie mit dem Titel:
🚂 „Es fährt kein Zug nach Irgendwo.“
Carla hat den Titel gelesen.
Dann noch einmal.
Und sich kurz gefragt:
Speeldeel oder AKN? 😇
Wer in Quickborn einen Satz liest, der mit „Es fährt kein Zug …“ beginnt, denkt schließlich nicht automatisch an Theater.
Man denkt erst einmal an den Bahnhof.
Und schaut vorsichtshalber nach, was die AKN dazu sagt. 😂
Im Theater strandet ein Zug außerplanmäßig, die Reisenden sitzen fest und müssen irgendwie mit der Situation klarkommen.
Für Zuschauer aus anderen Städten ist das eine Komödie.
Für Quickborner hat das stellenweise fast dokumentarischen Charakter.
Carla sieht deshalb schon die ersten Besucher vor dem Theater stehen:
„Entschuldigung, wann fährt der Zug nach Irgendwo?“
„19.30 Uhr.“
„Vom Bahnhof?“
„Nein, von der Bühne.“
„Ach so. Dann besteht ja Hoffnung, dass er pünktlich anfängt.“ 😎
Dabei kann die Speeldeel natürlich überhaupt nichts dafür. Im Gegenteil: Einen Stücktitel zu finden, bei dem schon vor der ersten Vorstellung die halbe Stadt ihren eigenen Witz im Kopf hat, ist eigentlich eine großartige Leistung.
Vielleicht sollte man die Zusammenarbeit sogar ausbauen:
Die Speeldeel macht das Theater.
Die AKN liefert die Authentizität. 🚂🦉
Quickborn XXL – Kultur und Nahverkehr endlich aus einem Guss.
🦉 Mehr Quickborn passt kaum in eine Woche
Und damit wären wir wieder bei unserem roten Faden.
Quickborn XXL.
Da haben wir im September 26,7 Grad und sollen trotzdem ganz cool bleiben. Wir hatten ein großes Jubiläumsfest, das sogar bei nachträglicher filmischer Beweisaufnahme noch immer gut aussieht. Wir haben einen neuen Fachbereichsleiter, dem man zum Amtsantritt gefühlt Schulen, Bücherei, Jugend, Kultur, Freibad und noch ein paar Großprojekte in die Aktentasche gepackt hat.
Und zum Schluss fährt auch noch ein Zug nach Irgendwo.
Mehr Quickborn bekommt man in eine Woche kaum hinein.
Nur eine Bitte hätte Carla noch:
Wenn schon kein Zug nach Irgendwo fährt, dann lasst wenigstens bei der Speeldeel den Vorhang pünktlich aufgehen. 😂
Denn wo die Reise in Quickborn überall hingeht, wissen wir nicht immer.
Aber langweilig wird sie bestimmt nicht.
Ganz cool bleiben. 🦉😎
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