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  • Quickborn Aktuell – Newsletter Nr. 13: Finanzkrise, Millionenprojekte und Nachrichten aus unserer Stadt

    QUICKBORN AKTUELL – NEWSLETTER NR. 13
    4. November 2026

    Quickborns Finanzkrise verschärft sich – und die nächsten Millionenprojekte warten schon.

    Neue Haushaltsberatungen, zusätzliche Ausgaben für Schulen und Himmelmoor, Fragen zur Kita Nordlicht und lange Wartezeiten beim Schwerbehindertenausweis. Dazu aktuelle Verkehrsregeln, eine neue Hochspannungsleitung und ein Laternenumzug für die ganze Familie.

    Liebe Leserinnen und Leser,

    eigentlich sollte man meinen, dass ein Haushaltsdefizit von rund 17 Millionen Euro für genügend Gesprächsstoff sorgt. In Quickborn ist das offenbar nicht unbedingt der Fall.

    Der Finanzausschuss hat erneut über die städtischen Finanzen beraten. Die Probleme sind bekannt, die Zahlen liegen auf dem Tisch. Was weiterhin fehlt, ist ein überzeugender Weg, wie die Stadt ihre Einnahmen und Ausgaben dauerhaft wieder ins Gleichgewicht bringen will.

    Dabei geht es längst nicht mehr nur um den Haushalt 2027. Die Stadt steht vor Entscheidungen, die über Jahrzehnte Geld kosten werden. Schulen, öffentliche Gebäude und Investitionen im Himmelmoor müssen nicht nur gebaut oder angeschafft, sondern anschließend auch unterhalten und finanziert werden.

    Und während im Rathaus über Millionen gesprochen wird, beschäftigen die Menschen ganz andere Fragen: Warum dauert die Bearbeitung eines Schwerbehindertenausweises bis zu zehn Monate? Wer bezahlt die Klimatisierung einer angemieteten Kita? Und welche Regeln gelten eigentlich für E-Scooter und Elektrofahrräder?

    Es ist also wieder einiges zusammengekommen. Hier ist unser Newsletter Nr. 13.

    1. Finanzausschuss: Finanzkrise erkannt, Auftrag nicht erfüllt

    Der Quickborner Finanzausschuss hat sich erneut mit dem Haushalt 2027 beschäftigt. Inzwischen liegt bereits ein zweiter Haushaltsentwurf vor. Die finanzielle Situation hat sich dadurch nicht verbessert.

    Das Defizit bewegt sich in einer Größenordnung von rund 17 Millionen Euro. Bei einem Haushaltsvolumen von etwa 89 Millionen Euro fehlt damit rechnerisch fast ein Fünftel der benötigten Einnahmen.

    Das ist kein kleines Warnsignal mehr.

    Die Mitglieder des Finanzausschusses haben die Aufgabe, die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt zu sichern und die Haushaltsplanung kritisch zu begleiten. Dazu gehört insbesondere, Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung zu prüfen und entsprechende Entscheidungen vorzubereiten.

    Doch selbst zusätzliche Prüfaufträge, mit denen weitere Einsparmöglichkeiten und höhere Einnahmen untersucht werden sollten, fanden keine Mehrheit.

    Natürlich lassen sich die Finanzprobleme nicht in einer einzigen Sitzung lösen. Aber wenn die Ausgaben dauerhaft deutlich über den Einnahmen liegen, muss die Politik zumindest ernsthaft untersuchen, wie diese Lücke geschlossen werden kann.

    Wer Ausgaben nicht reduzieren will oder kann, muss sich auch mit zusätzlichen Einnahmen beschäftigen. Beides auszuschließen, ist keine Haushaltsstrategie.

    Die redaktionelle Bewertung von Quickborn Aktuell fällt deshalb deutlich aus: Der Finanzausschuss hat seinen eigentlichen Auftrag bislang nicht erfüllt.

    Zum vollständigen Bericht über den Finanzausschuss

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    2. Schulhaushalt: Krisenvorsorge ist sinnvoll – aber wer bezahlt sie?

    Im Ausschuss für Bildung, Kultur und Freizeit geht es auch um die Frage, wie Schulen im Krisenfall technisch ausgestattet werden sollen.

    Dabei steht insbesondere die Notstromversorgung im Mittelpunkt.

    Grundsätzlich ist es sinnvoll, dass sich eine Stadt mit Stromausfällen und anderen Krisensituationen beschäftigt. Allerdings muss klar sein, welche Einrichtungen tatsächlich dauerhaft funktionsfähig bleiben müssen.

    Eine Schule kann bei einem länger andauernden Stromausfall zunächst geschlossen werden. Sicherheitsrelevante Einrichtungen wie Feuerwehr, Rettungsdienst oder zentrale Stellen der öffentlichen Gefahrenabwehr haben dagegen andere Anforderungen.

    Soll ein Schulzentrum zusätzlich als Krisenstützpunkt dienen, ist das eine eigenständige Aufgabe der öffentlichen Sicherheit. Dann müssen auch die Anforderungen und Kosten entsprechend eingeordnet werden.

    Denn mit der Anschaffung eines Notstromaggregats ist es nicht getan. Hinzu kommen elektrische Anpassungen, Umschalttechnik, Wartung, regelmäßige Prüfungen und die Sicherstellung der Kraftstoffversorgung.

    Positiv fällt auf, dass die CDU im Ausschuss kritische Nachfragen gestellt hat. Genau diese Prüfung ist bei der gegenwärtigen Haushaltslage erforderlich.

    Krisenvorsorge ist wichtig. Aber auch sie muss sich eine Stadt leisten können.

    Zum vollständigen Bericht über Schulhaushalt und Krisenvorsorge

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    3. Himmelmoor: 1,2 Millionen Euro für Waagehaus und Nissenhütte

    Das Himmelmoor ist eines der schönsten und beliebtesten Ausflugsziele in Quickborn. Die historische Torfbahn, die Moorlandschaft und die alten Gebäude ziehen zahlreiche Besucher an.

    Jetzt möchte die Stadt rund 1,2 Millionen Euro investieren.

    Etwa 500.000 Euro sind für die Weiterentwicklung des Waagehauses vorgesehen. Es soll künftig als Besucherzentrum dienen und die Angebote besser miteinander verbinden.

    Weitere rund 700.000 Euro sind für die historische Nissenhütte geplant. Dort sollen unter anderem digitale Projektionen, Klanginstallationen und weitere moderne Ausstellungselemente entstehen.

    Für beide Vorhaben erhofft sich die Stadt erhebliche Fördermittel. Insgesamt stehen Zuschüsse von fast 960.000 Euro im Raum. Bei vollständiger Bewilligung bliebe ein städtischer Eigenanteil von rund 240.000 Euro.

    Das klingt zunächst günstig. Allerdings müssen Fördermittel erst tatsächlich bewilligt werden. Und auch geförderte Investitionen verursachen später laufende Kosten.

    Hinzu kommt ein ungelöstes Problem: Schon heute sind Parkplätze und Verkehrswege bei größeren Veranstaltungen stark belastet. Eine vernünftige Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr fehlt.

    Die Stadt selbst weist darauf hin, dass das Gebiet und die dort aktiven Vereine bereits an ihre Belastungsgrenzen stoßen.

    Das Waagehaus weiterzuentwickeln, ist nachvollziehbar. Ob die Nissenhütte für 700.000 Euro zu einer modernen Erlebniswelt umgebaut werden muss, verdient dagegen eine besonders sorgfältige Prüfung.

    Zum vollständigen Bericht über die Himmelmoor-Projekte

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    4. Kita Nordlicht: Bis zu 35 Grad – und viele offene Fragen

    Die AWO-Kita Nordlicht in Quickborn-Heide wurde 2019 als ökologisches Vorzeigeprojekt eröffnet.

    Heute gibt es dort offenbar erhebliche Probleme mit sommerlicher Hitze.

    Nach Angaben der Stadt sollen in den Gruppenräumen Temperaturen von bis zu 35 Grad erreicht worden sein. Im vergangenen Sommer mussten Eltern ihre Kinder teilweise vorzeitig abholen.

    Jetzt stehen technische Maßnahmen zur Diskussion, darunter eine Kühlung der Räume und eine Photovoltaikanlage.

    Dass Kinder und Beschäftigte vor übermäßiger Hitze geschützt werden müssen, steht außer Frage.

    Ungewöhnlich ist allerdings die Finanzierung: Das Gebäude gehört nicht der Stadt, sondern wird angemietet. Deshalb stellt sich die Frage, weshalb die Stadt die baulichen Verbesserungen vollständig bezahlen soll und welche Verpflichtungen der Eigentümer hat.

    Hinzu kommt ein weiteres Problem. Nach den vorliegenden Unterlagen wurden Durchlauferhitzer wegen einer möglichen Legionellengefahr entfernt. Eine Warmwasseraufbereitung ist deshalb nicht mehr vorhanden.

    Warum die Geräte ausgebaut werden mussten und wie die Warmwasserversorgung künftig sichergestellt werden soll, ist bislang nicht ausreichend erläutert.

    Auch die Kosten der geplanten technischen Maßnahmen waren in der veröffentlichten Beschlussvorlage nicht beziffert.

    Quickborn Aktuell hat deshalb bei der Stadt nachgefragt.

    Zum vollständigen Bericht über die Kita Nordlicht

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    5. Schwerbehindertenausweis: Zehn Monate Wartezeit für eine 95-Jährige

    Ein Bericht des NDR über eine 95-jährige Quickbornerin zeigt, wie belastend lange Verwaltungsverfahren sein können.

    Irma Weiher sitzt im Rollstuhl. Ihr Sohn Bernd holt sie regelmäßig aus dem Pflegeheim ab und unternimmt mit ihr kleine Ausflüge.

    Für die Nutzung eines Behindertenparkplatzes benötigt er einen entsprechenden Parkausweis. Voraussetzung dafür ist in diesem Fall das Merkzeichen „aG“ im Schwerbehindertenausweis seiner Mutter.

    Doch die Bearbeitung eines entsprechenden Antrags könnte bis zu zehn Monate dauern.

    Angesichts des hohen Alters seiner Mutter hat der Sohn schließlich auf den Antrag verzichtet.

    Der Fall steht für ein größeres Problem in Schleswig-Holstein. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit lag 2025 bei mehr als sechs Monaten. Das Land möchte sie auf höchstens drei Monate reduzieren.

    Zwölf zusätzliche befristete Stellen sollen helfen, die Rückstände abzubauen. Gleichzeitig werden weitere Möglichkeiten zur Digitalisierung der Verfahren geprüft.

    Das ist dringend notwendig.

    Denn zehn Monate sind für eine Verwaltung möglicherweise nur eine Bearbeitungszeit. Für eine 95-jährige Frau können sie einen erheblichen Teil ihrer verbleibenden Lebenszeit bedeuten.

    Quickborn Aktuell hat den Fall und die Hintergründe ausführlich dargestellt. Dort ist auch der Fernsehbeitrag des NDR verlinkt.

    Zum vollständigen Bericht mit NDR-Fernsehbeitrag

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    6. E-Scooter, Pedelec oder E-Bike: Was darf eigentlich auf die Straße?

    Eine aktuelle Polizeimeldung war für uns Anlass, die Verkehrsregeln für elektrisch unterstützte Zweiräder einmal verständlich zusammenzustellen.

    Denn längst nicht alles, was wie ein Fahrrad aussieht, ist rechtlich auch eines.

    Ein gewöhnliches Pedelec, dessen Motor nur beim Treten unterstützt und bei 25 km/h abschaltet, gilt grundsätzlich als Fahrrad. Dafür sind weder ein Versicherungskennzeichen noch ein Führerschein erforderlich.

    Anders sieht es bei schnellen S-Pedelecs aus, die bis zu 45 km/h unterstützen. Sie gehören zu den Kleinkrafträdern. Hier gelten unter anderem eine Versicherungs- und Fahrerlaubnispflicht.

    Auch E-Scooter benötigen eine eigene Haftpflichtversicherung und eine gültige Versicherungsplakette. Sie dürfen grundsätzlich ab 14 Jahren gefahren werden.

    Während gewöhnliche Pedelecs die für Fahrräder geltenden Regeln nutzen, dürfen S-Pedelecs nicht einfach auf normalen Radwegen fahren. Für E-Scooter gelten wiederum besondere Vorschriften.

    Wir haben die wichtigsten Regeln zu Alter, Versicherung, Führerschein und erlaubten Verkehrsflächen übersichtlich zusammengestellt.

    Zum ausführlichen Ratgeber über E-Scooter und Elektrofahrräder

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    7. Neue Hochspannungsleitung am Rantzauer Forst

    Auch beim Ausbau des Stromnetzes gibt es Neuigkeiten.

    Eine neue 110-Kilovolt-Hochspannungsleitung soll den Nordosten Quickborns berühren. Der Rantzauer Forst soll dabei vollständig überspannt werden.

    Der Baubeginn ist nach der bisherigen Planung für 2028 vorgesehen.

    Hintergrund ist der notwendige Ausbau der Stromnetze. Die Elektrifizierung von Verkehr und Wärmeversorgung sowie die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien verändern die Anforderungen an die Infrastruktur.

    Die geplante Trassenführung ist deshalb nicht nur für die Energieversorgung interessant, sondern auch für den Natur- und Landschaftsschutz.

    Quickborn Aktuell hat die Planungen und ihre Bedeutung für unsere Stadt zusammengefasst.

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    8. Samstag wird es gemütlich: Großer Laternenumzug bei famila

    Nach so vielen Haushaltszahlen und politischen Diskussionen gibt es zum Abschluss noch einen schönen Veranstaltungstipp.

    Am Samstag, 7. November, lädt famila Quickborn zum großen Laternenumzug auf dem Gelände an der Pascalstraße ein.

    Bereits ab 16 Uhr beginnt das Familienprogramm mit Feuerwehrfahrzeugen, Kinderschminken, Hüpfburg und weiteren Aktionen.

    Um 18.30 Uhr startet der Laternenumzug. Für die musikalische Begleitung sorgt der Spielmannszug Klein Nordende-Lieth.

    Auch die Quickborner Feuerwehr ist dabei. Ein großes Feuerwerk gehört ebenfalls zum angekündigten Programm.

    Gerade für Familien mit Kindern ist das eine schöne Gelegenheit, gemeinsam einen herbstlichen Abend zu verbringen.

    Also Laternen herausholen, warme Jacken anziehen und auf nach Quickborn!

    Alle Informationen zum famila-Laternenumzug

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    Zum Schluss

    Liebe Leserinnen und Leser,

    die vergangenen Tage zeigen wieder einmal, wie eng die großen politischen Entscheidungen mit dem Alltag in unserer Stadt verbunden sind.

    Wenn die Stadt zusätzliche Millionen ausgeben möchte, geht es nicht nur um Haushaltszahlen. Es geht um die Frage, welche Aufgaben künftig noch finanziert werden können und welche Belastungen auf die Bürgerinnen und Bürger zukommen.

    Gleichzeitig darf bei allen Sparbemühungen nicht vergessen werden, dass es um Menschen geht: um Kinder in Kindertagesstätten, um ältere Menschen, die auf schnelle Verwaltungsentscheidungen angewiesen sind, und um Familien, die eine lebenswerte Stadt erwarten.

    Wir werden die weiteren Haushaltsberatungen kritisch begleiten und auch künftig genau hinschauen, wenn öffentliche Gelder ausgegeben werden sollen.

    Und selbstverständlich berichten wir weiterhin über das, was Quickborn lebendig macht: Vereine, Veranstaltungen, ehrenamtliches Engagement und die vielen Menschen, die sich für unsere Stadt einsetzen.

    Wenn Ihr Hinweise, Anregungen oder interessante Nachrichten habt, schreibt uns gerne.

    Und wenn Euch unser Newsletter gefällt, empfehlt ihn weiter. Er ist kostenlos und soll möglichst viele Menschen in Quickborn erreichen.

    Herzliche Grüße

    Thomas Köppl
    Quickborn Aktuell

    Quickborn Aktuell – unabhängig, kritisch und nah dran.

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    E-Mail: redaktion@quickbornaktuell.de

  • Newsletter Nr. 12 – Quickborn streicht Stellen und sperrt Straßen

    QUICKBORN AKTUELL · NEWSLETTER NR. 12

    Quickborn streicht Stellen – und sperrt Straßen

    1. November 2026

    Neue Haushaltszahlen, Ärger um die Autobahnbrücke, Probleme mit dem AKN-Ersatzverkehr und junge Menschen, die Verantwortung übernehmen.

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wer in Quickborn derzeit unterwegs ist, braucht Geduld. Die AKN fährt teilweise mit Ersatzbussen, mehrere Straßen sind gesperrt und ab Montag ist auch die Autobahnbrücke im Harksheider Weg nicht mehr befahrbar.

    Im Rathaus bewegt sich ebenfalls einiges. Die Stadt will fünf Stellen streichen und damit rund 800.000 Euro jährlich einsparen. Gleichzeitig wachsen die Haushaltsprobleme weiter. Die politischen Parteien streiten darüber, wie die Stadt ihre Finanzen wieder in den Griff bekommen soll.

    Es gibt aber auch gute Nachrichten: Elf junge Menschen möchten sich im Kinder- und Jugendbeirat engagieren, und die Volkshochschule bietet im November wieder ein abwechslungsreiches Programm.

    Hier kommen die wichtigsten neuen Nachrichten seit unserem letzten Newsletter vom 25. Oktober.


    1. Quickborn streicht fünf Stellen – rund 800.000 Euro Einsparungen geplant

    Erstmals gibt es bei der Personalplanung der Stadt einen erkennbaren Schritt in Richtung Kostensenkung.

    Im zweiten Stellenplanentwurf für 2027 soll die Zahl der Stellen von 288 auf 283 sinken. Zusätzlich ist eine sechsmonatige Wiederbesetzungssperre vorgesehen. Insgesamt kalkuliert die Stadt mit Einsparungen von rund 800.000 Euro jährlich, davon etwa 233.000 Euro durch die Stellenreduzierung und weitere 552.500 Euro durch die verzögerte Wiederbesetzung.

    Das ist angesichts der angespannten Haushaltslage zu begrüßen. Allerdings wird die Umsetzung nicht einfach.

    Zum Jahresende 2027 enden die Verwaltungsgemeinschaften mit Ellerau, Hasloh und Bönningstedt. Ab 2028 muss Quickborn die entsprechenden Verwaltungsleistungen nicht mehr erbringen. Gleichzeitig fallen rund 3,4 Millionen Euro jährliche Einnahmen weg.

    Die Stadt muss deshalb ihre Verwaltungsorganisation neu aufstellen. Personal, das bislang Aufgaben für die Nachbargemeinden erledigt, könnte künftig in anderen Bereichen eingesetzt werden. Das setzt allerdings voraus, dass Qualifikationen und Aufgaben zusammenpassen.

    Eine pauschale Wiederbesetzungssperre kann diesen Umbau sogar erschweren, wenn dringend benötigte Fachkräfte nicht rechtzeitig ersetzt werden dürfen.

    Fünf Stellen weniger sind ein Anfang. Die eigentliche Herausforderung ist eine Verwaltung, die ab 2028 mit weniger Aufgaben, weniger Einnahmen und einer angepassten Personalstruktur auskommt.


    2. Haushalt 2027: Die Schulden wachsen weiter

    Die zweite Fassung des Quickborner Haushaltsentwurfs bringt keine Entwarnung.

    Das geplante Defizit für 2027 liegt weiterhin bei deutlich über 16 Millionen Euro. Hinzu kommen hohe Investitionen, die in erheblichem Umfang durch zusätzliche Kredite finanziert werden sollen.

    Nach der bisherigen Finanzplanung könnten die Investitionskredite bis 2030 um rund 53,9 Millionen Euro steigen. Die jährlichen Zinsaufwendungen würden von etwa 1,65 Millionen Euro im Jahr 2025 auf rund 3,42 Millionen Euro im Jahr 2030 wachsen.

    Das bedeutet: Ein immer größerer Teil der laufenden Einnahmen wird künftig für Zinsen benötigt und steht nicht mehr für Schulen, Straßen, Sportanlagen oder andere Aufgaben zur Verfügung.

    Besonders schwierig wird die Situation durch das Ende der Verwaltungsgemeinschaften. Die bisherigen Einnahmen fallen weg, während die Personalkosten nur schrittweise sinken sollen.

    Die Stadt braucht deshalb nicht nur einzelne Einsparungen, sondern eine nachvollziehbare Reihenfolge für ihre Investitionen. Welche Projekte sind zwingend notwendig? Welche lassen sich verschieben? Und wo können laufende Ausgaben dauerhaft reduziert werden?

    Das sind die entscheidenden Fragen für die kommenden Haushaltsberatungen.

    Weitere Berichte zur Quickborner Haushaltsplanung


    3. SPD fordert einen Kurswechsel – der Streit ums Sparen wird schärfer

    Auch politisch verschärft sich die Auseinandersetzung über Quickborns Finanzen.

    Die SPD fordert einen konsequenten Sparkurs und kritisiert die Haushaltspolitik von CDU und FDP. Die Sozialdemokraten sehen die Stadt angesichts der wachsenden Defizite unter erheblichem Handlungsdruck.

    Allerdings bleibt auch bei den Forderungen nach einem Kurswechsel die entscheidende Frage, welche konkreten Ausgaben reduziert werden sollen.

    Allein mit dem Hinweis auf die schlechte Finanzlage lässt sich noch kein Haushalt sanieren. Die großen Kostenblöcke liegen unter anderem beim Personal, bei den laufenden Leistungen und bei den geplanten Investitionen.

    Wer dauerhaft sparen will, muss deshalb auch benennen, welche Aufgaben künftig anders, später oder möglicherweise gar nicht mehr erfüllt werden sollen.

    Die anstehenden Haushaltsberatungen werden zeigen, ob aus den politischen Forderungen tatsächlich mehrheitsfähige Entscheidungen werden.


    4. Autobahnbrücke Harksheider Weg: Fünf Tage Vollsperrung

    Ab morgen, Montag, 2. November, wird die Autobahnbrücke im Harksheider Weg vollständig gesperrt. Die Arbeiten sollen bis Freitag, 6. November, dauern.

    Betroffen ist der Abschnitt zwischen Kugelfang und Kurzer Weg einschließlich der Zufahrt zum Parkplatz des Sporthotels. Die Stadt lässt die beschädigte Asphaltdecke erneuern.

    Seit längerer Zeit gilt auf der Brücke Tempo 30. Grund sind Schäden an der Fahrbahnoberfläche. Untersuchungen der Brückenkonstruktion hatten im Sommer dagegen keine Auffälligkeiten ergeben.

    Nach der Sanierung soll wieder Tempo 50 gelten.

    Problematisch ist vor allem die kurzfristige Ankündigung. Für Autofahrer bedeutet die Sperrung erhebliche Umwege, teilweise mit rund 15 Minuten zusätzlicher Fahrzeit. Auch die Buslinie 594 muss umgeleitet werden. Mehrere Haltestellen entfallen vorübergehend.

    Die Stadt verweist auf eine ausgeschilderte Umleitung über die Feldbehnstraße. Ob diese Verkehrsführung den zusätzlichen Verkehr problemlos aufnehmen kann, ist fraglich.

    Besonders ärgerlich ist, dass betroffene Sportvereine nach den uns vorliegenden Informationen nicht rechtzeitig über die Sperrung informiert wurden.

    Dass die Fahrbahn erneuert wird, ist erfreulich. Die Vorbereitung und Information der Betroffenen hätten allerdings besser laufen können.

    Sperrabschnitt und Busumleitung im Detail


    5. Straßensperrungen: Auch im November wird es eng

    Die Brücke im Harksheider Weg ist nicht die einzige Baustelle.

    In der Heidkampstraße ist zwischen Hausnummer 20 und dem AKN-Bahnübergang eine Vollsperrung im Zeitraum vom 29. Oktober bis zum 30. November angekündigt. Dort wird die Fahrbahn erneuert.

    Am 18. November kommt eine weitere Sperrung unmittelbar am Bahnübergang hinzu. Zwischen 7 und 17 Uhr sind dort Kranarbeiten vorgesehen.

    Auch die Klaus-Groth-Straße steht im November auf dem Asphaltprogramm der Stadt. Weitere Einschränkungen bestehen unter anderem im Bereich des Birkenwegs.

    Wer mit dem Auto durch Quickborn fährt, sollte sich deshalb vor allem in den kommenden Wochen über die aktuelle Verkehrsführung informieren. Das gilt besonders für Wege zu Schulen, Sportstätten und Arbeitsplätzen.

    Unsere Übersicht enthält die bekannten laufenden und angekündigten Sperrungen. Sie wird bei neuen Informationen ergänzt.

    Wichtig: Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer weitere Sperrungen oder wichtige Verkehrsbehinderungen kennt, kann sie gerne in den Kommentaren melden.

    Die aktuelle Übersicht aller bekannten Straßensperrungen


    6. AKN-Ersatzverkehr: 1.758 Zugausfälle – aber nicht 1.758 ersatzlos gestrichene Verbindungen

    Die FDP Quickborn fordert einen zuverlässigeren Schienenersatzverkehr zwischen Quickborn und Ulzburg Süd. Seit dem 26. Oktober ist die Bahnstrecke erneut gesperrt. Bis zum 12. Dezember fahren Ersatzbusse.

    Die FDP verweist auf 1.758 ausgefallene AKN-Zugfahrten im vergangenen Winter. Diese Zahl ist korrekt. Sie stammt aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Landtagsabgeordneten Annabell Krämer.

    Allerdings enthält die Landtagsantwort eine wichtige Ergänzung: Die ausgefallenen Zugleistungen konnten nahezu vollständig durch Ersatzbusse kompensiert werden. Die 1.758 Zugausfälle bedeuten also nicht, dass ebenso viele Verbindungen vollständig ersatzlos gestrichen wurden.

    Ursachen der damaligen Probleme waren unter anderem Schäden an Gleisanlagen in Ellerau, technische Störungen in Hamburg-Eidelstedt und ein außergewöhnlich hoher Krankenstand beim Fahrpersonal.

    Die AKN räumt ein, dass der Ersatzverkehr nicht immer zufriedenstellend funktioniert hat. Durch einen neuen Busanbieter erhofft sich das Unternehmen eine Stabilisierung.

    Unsere Nachfrage brachte noch eine weitere Erkenntnis: Die von der FDP geschilderten konkreten Beschwerden aus den vergangenen Monaten waren nach Auskunft der AKN vor der Pressemitteilung nicht unmittelbar an das Unternehmen weitergegeben worden.

    Die Forderung nach zuverlässigen Ersatzbussen ist berechtigt. Konkrete Beschwerden sollten aber auch dort ankommen, wo sie bearbeitet werden können.

    Unsere vollständige Recherche zur AKN


    7. Kinder- und Jugendbeirat: Elf junge Menschen wollen Quickborn mitgestalten

    Jetzt kommen wir zu einer ausgesprochen erfreulichen Nachricht.

    Vom 24. bis 26. November wird in Quickborn der Kinder- und Jugendbeirat neu gewählt. Elf junge Menschen haben sich zur Kandidatur bereit erklärt.

    Wahlberechtigt sind Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 21 Jahren mit Hauptwohnsitz in Quickborn, sofern sie im Wählerverzeichnis stehen.

    Jede wahlberechtigte Person hat bis zu fünf Stimmen. Pro Kandidatin oder Kandidat darf höchstens eine Stimme vergeben werden.

    Gewählt wird an mehreren Quickborner Schulen. Zusätzlich gibt es am 24. und 25. November jeweils von 15 bis 19 Uhr eine Wahlmöglichkeit im Kinder- und Jugendbüro Haus 25, Am Freibad 25.

    Der Kinder- und Jugendbeirat ist keine bloße Gesprächsrunde. Seine Mitglieder können eigene Vorschläge entwickeln, in politischen Ausschüssen mitreden und Anträge stellen.

    Dass daraus konkrete Ergebnisse entstehen, zeigt die bisherige Arbeit: Die Outdoor-Fitnessgeräte am Prophetensee gehen auf eine Initiative des Beirates zurück. Auch die Öffnung von Schulhöfen und Sportflächen außerhalb der Unterrichtszeiten wurde von ihm vorangetrieben.

    Wer sich schon in jungen Jahren für seine Stadt engagiert, verdient Anerkennung.

    Wir wünschen allen Kandidatinnen und Kandidaten viel Erfolg – und hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung.

    Alle Informationen zur Jugendbeiratswahl


    8. VHS Quickborn: Von Psychologie bis Entspannung

    Die Volkshochschule Quickborn bietet im November wieder ein abwechslungsreiches Programm. Neben Bewegung und Gesundheit geht es auch um gesellschaftliche Fragen und persönliche Begegnungen.

    Ein besonders interessantes Angebot ist die Gesprächsrunde „Sprechen & Zuhören“ am Mittwoch, 25. November, von 15.30 bis 17 Uhr.

    Dabei können Menschen über persönliche Erfahrungen sprechen, ohne unterbrochen oder bewertet zu werden. In kleinen Gruppen hat jede Person vier Minuten Zeit, während die anderen zuhören. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich.

    Am Freitag, 27. November, stehen von 18 bis 20 Uhr zwei Entspannungsangebote zur Auswahl: „Wochenausklang für Körper und Seele“ sowie „Yin Yoga mit Klangschalen“. Beide Workshops eignen sich auch für Menschen ohne Vorkenntnisse.

    Veranstaltungsort ist jeweils die VHS im Forum, Bahnhofstraße 112, im ersten Obergeschoss. Der Zugang befindet sich am AKN-Bahnsteig.

    Das weitere Novemberprogramm umfasst unter anderem Bewegungsangebote wie Pickleball und Veranstaltungen rund um psychologische Themen.

    Das vollständige VHS-Programm mit Terminen und Kursnummern


    9. Carla Quickborn: Hier bewegt sich was. Nur wohin?

    Unsere Carla hat sich in ihrer aktuellen Kolumne wieder durch die Quickborner Nachrichten gearbeitet.

    Die Autobahnbrücke wird gesperrt, die AKN fährt mit Ersatzbussen und der Haushalt bewegt sich zuverlässig in eine Richtung: abwärts.

    Carla sieht darin durchaus eine Form von Beständigkeit. Während Autofahrer neue Umwege kennenlernen, dürfen Bahnreisende den öffentlichen Nahverkehr aus einer anderen Perspektive erleben.

    Beim Haushalt dagegen scheint es keine Umleitung zu geben.

    Zum Glück gibt es auch erfreuliche Nachrichten. Die jungen Kandidatinnen und Kandidaten für den Kinder- und Jugendbeirat machen Hoffnung. Und zwei Quickborner Feuerwehrleute zeigen bei einem sportlichen Wettbewerb, dass man mit Einsatz und guter Vorbereitung erstaunlich schnell ans Ziel kommen kann.

    Carla fragt sich, ob sich davon vielleicht etwas auf die Kommunalpolitik übertragen ließe.

    Ihr Vorschlag für die Verwaltung: Zwei Worte an möglichst vielen Bürotüren – „Einfach machen“. 😉

    Carlas vollständige Wochenkolumne lesen


    Zum Schluss

    Liebe Leserinnen und Leser,

    die nächsten Wochen werden für Quickborn spannend. Die Haushaltsberatungen gehen weiter, die Verkehrsbehinderungen nehmen zu und die Stadt muss wichtige Entscheidungen über ihre künftige Verwaltungsorganisation treffen.

    Wir werden die Entwicklung begleiten, Unterlagen auswerten und dort nachfragen, wo Zahlen oder Entscheidungen einer Erklärung bedürfen.

    Genauso gerne berichten wir aber über die Menschen, die Quickborn lebenswert machen: über engagierte Jugendliche, erfolgreiche Sportler, aktive Vereine, kulturelle Veranstaltungen und besondere Leistungen unserer Feuerwehr.

    Wenn Ihr Hinweise, Anregungen oder Nachrichten für uns habt, schreibt uns gerne.

    Und wenn Euch unser Newsletter gefällt, empfehlt ihn weiter. Er ist kostenlos und soll möglichst viele Quickbornerinnen und Quickborner erreichen.

    Herzliche Grüße

    Thomas Köppl
    Quickborn Aktuell


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  • Newsletter Nr. 10 – Quickborns nächste Millionenbaustelle, gute Nachrichten für die Waldschule und Streit um den Haushalt


    Newsletter Nr. 10 – Quickborn Aktuell


    QUICKBORN AKTUELL

    Newsletter Nr. 10

    15. Oktober 2026

    Quickborns nächste Millionenbaustelle, gute Nachrichten
    für die Waldschule und Streit um den Haushalt

    Liebe Leserinnen und Leser,

    die vergangenen Tage haben wieder einmal gezeigt,
    wie dicht gute und weniger gute Nachrichten in
    Quickborn beieinanderliegen.

    Während für die Waldschule eine wichtige Hürde
    bei der Millionenförderung genommen wurde,
    zeichnet sich an der Gronau die nächste
    kostspielige Baustelle ab.
    Die Grünen warnen angesichts der Haushaltslage
    vor einer Überschuldung, und bei der Goethe-Schule
    gibt es neue Erkenntnisse zur geplanten Übergangslösung.

    Dazu kommen eine erstaunlich langwierige Angelegenheit
    vor dem Rathaus, politische Nachrichten und natürlich
    Carla Quickborn.

    15. Oktober 2026

    1. Gronaubrücke: Die nächste Millionenbaustelle wartet schon

    Die geplante Umgehungsstraße V9 soll den Verkehr
    im Bereich der Autobahn A7 neu ordnen.
    Doch auf der vorgesehenen Verkehrsverbindung wartet
    bereits ein Problem: die sanierungsbedürftige Brücke
    über die Gronau an der Feldbehnstraße.

    Eine Instandsetzung könnte nach bisherigen Angaben
    rund 100.000 Euro kosten. Sollte die Brücke wegen
    der künftigen Verkehrsanforderungen ersetzt werden
    müssen, wäre mit einer ganz anderen Größenordnung
    zu rechnen.

    Ein Ersatzneubau könnte nach überschlägiger
    Einschätzung rund zwei Millionen Euro kosten.
    Eine amtliche Kostenberechnung liegt bislang nicht vor.

    Hinzu kommt, dass die Gronau in diesem Bereich
    zu einem europäischen FFH-Schutzgebiet gehört.
    Ein Brückenneubau müsste deshalb auch naturschutz-
    und wasserrechtliche Anforderungen erfüllen.
    Welche zusätzlichen Kosten dadurch entstehen könnten,
    ist noch offen.

    Die Verkehrsuntersuchung für die V9 soll erst 2027
    Ergebnisse liefern. Ob die vorhandene Brücke den
    künftig vorgesehenen Verkehr aufnehmen kann,
    ist daher noch nicht abschließend geklärt.

    Die eigentliche Kostenfrage:
    Was nützt eine neue Umgehungsstraße, wenn ihre
    anschließende Verkehrsinfrastruktur anschließend
    ebenfalls für Millionenbeträge erneuert werden muss?


    Den vollständigen Brückenbericht lesen →

    12. Oktober 2026

    2. Waldschule: Gute Nachrichten bei 4,92 Millionen Euro Förderung

    Für die Waldschule gibt es erfreuliche Nachrichten.
    Die Stadt Quickborn hat für den Ausbau der
    Ganztagsbetreuung rund 4,92 Millionen Euro
    Fördermittel beantragt.

    Eine zentrale Berechnungsgrundlage hat die erste
    Prüfung durch die Investitionsbank Schleswig-Holstein
    (IB.SH) bestanden.

    Die Stadt hat 20,8 Prozent der gesamten Baukosten
    dem Offenen Ganztag zugeordnet.
    Maßgeblich ist der Anteil der Gebäudeflächen,
    der künftig für die Ganztagsbetreuung genutzt werden soll.
    Die Förderbank bewertet diesen Ansatz als
    grundsätzlich nachvollziehbar.

    Das ist ein wichtiger Fortschritt. Denn bei den großen
    Schulprojekten entscheidet nicht allein die Höhe der
    Baukosten, sondern auch, welcher Anteil tatsächlich
    förderfähig ist.

    Eine endgültige Förderzusage ist damit noch nicht
    verbunden. Die erste positive Bewertung schafft aber
    eine deutlich bessere Grundlage für das weitere Verfahren.


    Alle Einzelheiten zur Waldschulförderung →

    12. Oktober 2026

    3. Goethe-Schule: Schulaufsicht begleitet die Übergangslösung

    Rund 260 Kinder der Goethe-Grundschule sollen
    während des geplanten Schulneubaus vorübergehend
    in Räume an der Feldbehnstraße umziehen.
    Dort werden bereits Schulen in freier Trägerschaft betrieben.

    Die Schulaufsicht des Kreises Pinneberg hat nun bestätigt,
    dass sie die Planungen begleitet und bereits konkrete
    Anforderungen an die künftige Unterbringung formuliert hat.

    Noch sind allerdings wichtige Punkte offen.
    Der Mietvertrag zwischen der Stadt und dem privaten
    Schulträger ist nicht abgeschlossen.
    Die Schulkonferenz der Goethe-Grundschule soll bei ihrer
    nächsten Sitzung angehört werden.

    Auch das Bildungsministerium ist eingebunden.
    Es prüft, welche Auswirkungen die Unterbringung einer
    zusätzlichen öffentlichen Grundschule auf die bestehende
    Genehmigung der Freien Gemeinschaftsschule haben könnte.
    Eine Stellungnahme des privaten Schulträgers wurde angefordert.

    Positiv ist, dass die Schulaufsicht frühzeitig beteiligt wurde.
    Jetzt kommt es darauf an, die organisatorischen und
    rechtlichen Voraussetzungen für einen sicheren Schulbetrieb
    rechtzeitig zu klären.


    Zum vollständigen Bericht über die Schulaufsicht →

    13. Oktober 2026

    4. Haushalt: Grüne warnen vor Überschuldung – SPD unterstützt Kurswechsel

    Die Quickborner Grünen schlagen angesichts der
    Finanzplanung Alarm. Für 2027 stehen rund
    89 Millionen Euro Erträge mehr als 104 Millionen Euro
    Aufwendungen gegenüber.

    Das geplante Defizit liegt damit bei etwa
    15 Millionen Euro. Nach der mittelfristigen Planung
    könnte das Eigenkapital der Stadt bis 2030 aufgebraucht sein.

    Die Grünen fordern deshalb, die geplante
    Umgehungsstraße V9 um mehrere Jahre zu verschieben
    und den Neubau der Goethe-Schule zu priorisieren.
    Ein zweiter Antrag verlangt konkrete Vorschläge zur
    Verringerung der Verwaltungsausgaben und zur
    Verbesserung der Einnahmen.

    Die SPD unterstützte beide Anträge.
    Die FDP lehnte sie ab, die CDU stimmte im Ausschuss
    für kommunale Dienstleistungen dagegen und enthielt
    sich im Finanzausschuss.

    Beim Haushaltsentwurf standen schließlich CDU und FDP
    auf der einen sowie SPD und Grüne auf der anderen Seite.
    Damit wird die Auseinandersetzung um Quickborns Finanzen
    zunehmend zu einer Debatte über politische Prioritäten.


    Zum ausführlichen Bericht →

    10. Oktober 2026

    5. 15,2 Millionen Euro Defizit: Wo bleiben die Einsparergebnisse?

    Bereits 2025 hatte das Innenministerium von Quickborn
    Konsolidierungsmaßnahmen im Umfang von mindestens
    2,5 Millionen Euro verlangt.
    Eine aktuelle Anfrage von Quickborn Aktuell sollte klären,
    welche Einsparungen tatsächlich erreicht wurden.

    Das Ministerium bestätigte zwar eingeleitete Maßnahmen,
    nannte aber keine konkreten finanziellen Ergebnisse.
    Ihre Wirkung könne teilweise erst mittel- bis
    langfristig eintreten.

    Unterdessen steigt das geplante Defizit von
    12,5 Millionen Euro für 2026 auf 15,2 Millionen Euro
    im Entwurf für 2027.
    Bis 2030 summieren sich die erwarteten Fehlbeträge
    auf rund 60 Millionen Euro.

    Besonders problematisch ist die Beendigung der
    Verwaltungsgemeinschaften mit Ellerau, Hasloh
    und Bönningstedt.
    Ab 2028 entfallen dadurch rund 3,4 Millionen Euro
    jährliche Einnahmen.
    Gleichzeitig sollen zunächst rund 70 Prozent der
    bislang zugeordneten Personalkosten bestehen bleiben.

    Hinzu kommen weitere Projekte wie der geplante
    Dritte Ort „TO HUUS“, für den noch keine
    Kostenberechnung vorliegt.
    Die finanzielle Gesamtbelastung der Stadt könnte
    daher über die bisherige Planung hinausgehen.


    Die vollständige Haushaltsanalyse lesen →

    12. Oktober 2026

    6. AKN: Wieder Zugverkehr – aber ab 26. Oktober die nächste Sperrung

    Seit dem 10. Oktober fährt die AKN-Linie A1
    nach fast acht Wochen Schienenersatzverkehr
    wieder durch Quickborn.
    Für Pendler und Schüler ist das eine willkommene Erleichterung.

    Allerdings nur vorübergehend:
    Vom 26. Oktober bis zum 12. Dezember 2026
    wird die Strecke zwischen Quickborn und Ulzburg Süd
    erneut gesperrt.
    Grund sind weitere Oberleitungsarbeiten für die künftige S5.
    Während dieser Zeit fahren Ersatzbusse.

    Auch vom 16. bis 21. November sind weitere Arbeiten
    im Bahnhof Quickborn vorgesehen, die zusätzliche
    Einschränkungen mit sich bringen.

    Ab 2028 soll die S5 Quickborn im 15-Minuten-Takt
    mit Hamburg verbinden.
    Bis dahin bleibt der Ausbau für viele Fahrgäste
    eine Geduldsprobe.


    Alle Sperrzeiten und Hintergründe →

    13. Oktober 2026

    7. Rathaus: 48.544 Euro für Poller – und noch immer fehlt die Erklärung

    Vor dem Quickborner Rathaus steht eine hydraulische
    Polleranlage, die 48.544,40 Euro gekostet hat.
    Die Poller können abgesenkt werden, damit Menschen
    mit Gehbehinderung möglichst nah an das Rathaus
    heranfahren können.

    Das ist sinnvoll. Allerdings fehlt weiterhin eine
    verständliche öffentliche Information darüber,
    wie Betroffene diese Möglichkeit nutzen können.

    Bereits im Mai 2025 wurde im zuständigen Ausschuss
    angeregt, die Bedienung beziehungsweise Anmeldung
    auf der städtischen Homepage zu erklären.
    Im Juni 2026 kündigte die Stadt nach unserer Anfrage
    an, die Informationen zeitnah zu veröffentlichen.

    Bei unserer erneuten Prüfung am 12. Oktober
    war der Hinweis auf den naheliegenden Internetseiten
    noch immer nicht auffindbar.

    Fast 17 Monate für eine einfache Information
    zur Barrierefreiheit – ein bemerkenswerter Zeitraum.


    Den vollständigen Bericht lesen →

    12. Oktober 2026

    8. CDU Quickborn: Neuer Vorstand mit fünf statt neun Mitgliedern

    Die CDU Quickborn hat am 7. Oktober ihren
    Ortsvorstand neu gewählt und dabei deutlich verkleinert.

    Mirko Beckmann bleibt Vorsitzender,
    Barbara Peña de Müller seine Stellvertreterin
    und Andi Wendt Schatzmeister.
    Birgit Hanke und Dr. Reinhardt Ax gehören dem Vorstand
    als Beisitzer an.

    Aus neun Vorstandsmitgliedern wurden damit fünf.
    Neue Gesichter gibt es nicht.
    Warum der Vorstand verkleinert wurde, geht aus
    der veröffentlichten Mitteilung nicht hervor.

    Sechs Monate vor der Landtagswahl standen in der
    öffentlichen Berichterstattung vor allem Personalien
    und Ehrungen im Mittelpunkt.
    Konkrete politische Schwerpunkte zu den aktuellen
    Quickborner Problemen wurden nicht vorgestellt.


    Weitere politische Nachrichten →

    14. Oktober 2026

    9. Annabell Krämer: Eine Rede über die Schulden von morgen

    Die FDP-Landtagsabgeordnete Annabell Krämer hat
    im Schleswig-Holsteinischen Landtag vor einer
    zunehmenden kommunalen Verschuldung gewarnt.

    Ihre Aussagen treffen auch in Quickborn einen
    empfindlichen Punkt.
    Die Stadt plant hohe Investitionen, während
    die laufenden Defizite wachsen und die künftigen
    Zinsbelastungen steigen.

    Die Rede wirft damit eine grundsätzliche Frage auf:
    Wie lange können Kommunen ihre notwendigen
    Investitionen über zusätzliche Schulden finanzieren,
    ohne ihre zukünftige Handlungsfähigkeit einzuschränken?

    Wir haben die Rede aufgegriffen, weil sie auch in
    der Quickborner Ratsversammlung eine wichtige
    Diskussion auslösen könnte.


    Zum Beitrag über die Rede →

    15. Oktober 2026

    10. Carla Quickborn: Was bedeutet eigentlich „zeitnah“?

    Unsere Carla hat sich diesmal ein besonders schönes
    Wort aus dem Quickborner Verwaltungsalltag
    vorgenommen: zeitnah.

    Bei den Rathauspollern bedeutet das offenbar,
    dass zwischen Ankündigung und Umsetzung schon einmal
    viele Monate vergehen können.

    Dazu kommen die AKN-Baustellen, ein Silent Book Club
    und natürlich Carlas gewohnt scharfer Blick auf das
    Geschehen in der Stadt.

    Eine unterhaltsame Wochenrückschau, die zeigt,
    dass Quickborn auch abseits der großen politischen
    Debatten genügend Stoff für ein Schmunzeln liefert.


    Die aktuelle Carla-Kolumne lesen →

    Zum Schluss

    Liebe Leserinnen und Leser,

    zwischen Millionenprojekten und Baustellen gibt es
    in Quickborn auch erfreuliche Entwicklungen.
    Die positive Rückmeldung der Förderbank zur Waldschule
    ist dafür ein gutes Beispiel.

    Ebenso wichtig sind die vielen Menschen,
    die sich in Vereinen, Schulen, Unternehmen
    und Nachbarschaften engagieren.

    Wir freuen uns deshalb ausdrücklich auch über Hinweise
    auf Veranstaltungen, Jubiläen, besondere Leistungen
    und gute Nachrichten aus unserer Stadt.

    Empfehlt unseren kostenlosen Newsletter gerne weiter.
    Je mehr Menschen informiert sind, desto lebendiger
    wird die Diskussion über Quickborn.

    Herzliche Grüße
    Thomas Köppl
    Quickborn Aktuell