FDP kritisiert AKN-Ersatzverkehr – Landtagsantwort liefert zusätzliche Einordnung

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Die FDP fordert einen besseren AKN-Ersatzverkehr. Eine Landtagsantwort erläutert die Zugausfälle – und eine Nachfrage bei der AKN wirft eine weitere Frage auf.

FDP kritisiert AKN-Ersatzverkehr – Landtagsantwort liefert zusätzliche Einordnung

Die FDP Quickborn fordert angesichts der erneuten Streckensperrung zwischen Quickborn und Ulzburg Süd einen zuverlässigeren Schienenersatzverkehr. Sie berichtet über Beschwerden von Fahrgästen und verweist auf 1.758 Zugausfälle im vergangenen Winter.

Die Zahl stammt aus einer Kleinen Anfrage der FDP-Landtagsabgeordneten Annabell Krämer. Die Antwort der Landesregierung vom 5. Februar 2026 bestätigt die 1.758 ausgefallenen Fahrten auf der Linie A1 zwischen November 2025 und Januar 2026.

Landesregierung erläutert Ursachen und Ersatzverkehr

Wesentliche Ursachen waren Schäden an Gleisanlagen in Ellerau, technische Störungen in Hamburg-Eidelstedt und ein außergewöhnlich hoher Krankenstand beim Fahrpersonal.

Die Landesregierung stellte zugleich fest, dass die ausgefallenen Zugleistungen nahezu vollständig durch Ersatzbusse kompensiert werden konnten. Die 1.758 Zugausfälle sind daher nicht mit ebenso vielen ersatzlos gestrichenen Verbindungen gleichzusetzen.

Die FDP erwähnt den Busersatzverkehr in ihrer Pressemitteilung ebenfalls. Die Landtagsantwort macht allerdings dessen Umfang deutlicher. Sie bestätigt zugleich Defizite bei der Fahrgastinformation, insbesondere bei kurzfristigen Störungen.

AKN räumt Verbesserungsbedarf ein

Dass der bisherige Schienenersatzverkehr nicht immer zufriedenstellend funktionierte, ist auch der AKN bekannt. Die Bereitstellung ausreichender Buskapazitäten und geeigneten Fahrpersonals stellt die Verkehrsunternehmen vor organisatorische Herausforderungen.

Nach Auskunft der AKN gegenüber Quickborn Aktuell erhofft sich das Unternehmen durch einen neuen Anbieter einen stabileren Ersatzverkehr.

FDP-Beschwerden offenbar nicht direkt übermittelt

Eine weitere Frage betrifft den Umgang mit den Beschwerden, die nach Darstellung der FDP Quickborn zwischen August und Oktober bei ihr eingegangen sind.

Nach Auskunft der AKN auf Nachfrage von Quickborn Aktuell wurden diese konkreten Beschwerden von der FDP Quickborn vor ihrer jüngsten Pressemitteilung nicht direkt an das Unternehmen herangetragen. Auch eine Stellungnahme zu den aktuellen Vorwürfen wurde demnach nicht angefordert.

Quickborn Aktuell erhielt auf seine Presseanfrage unverzüglich eine Antwort.

Die Forderung nach einem zuverlässigen Ersatzverkehr ist nachvollziehbar. Offen bleibt allerdings, weshalb die FDP Quickborn die von ihr geschilderten konkreten Probleme nicht zunächst unmittelbar mit der AKN erörtert hat.

Eine öffentliche Pressemitteilung kann auf Missstände aufmerksam machen. Die direkte Weitergabe konkreter Beschwerden könnte zusätzlich dazu beitragen, sie zu beheben.

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