📰 𝗖𝗔𝗥𝗟𝗔 𝗤𝗨𝗜𝗖𝗞𝗕𝗢𝗥𝗡 – 𝗗𝗜𝗘 𝗪𝗢𝗖𝗛𝗘 𝗠𝗜𝗧 𝗦𝗣𝗜𝗧𝗭𝗘 🦉Heute: Lochkunde für Fortgeschrittene

Carla hat in dieser Woche festgestellt: Quickborn kann Löcher. Kleine, große, teure – und manche sind sogar noch gar nicht da. 😇 Beginnen wir mit der erfreulichen Sorte. Rund 790.000 Euro steckt die Stadt in neue Asphaltdecken. Etwa 15.000 Quadratmeter Fahrbahn werden erneuert. Carla findet das gut. Beim klassischen Schlagloch ist die Welt nämlich noch…

Carla hat in dieser Woche festgestellt: Quickborn kann Löcher. Kleine, große, teure – und manche sind sogar noch gar nicht da. 😇

Beginnen wir mit der erfreulichen Sorte. Rund 790.000 Euro steckt die Stadt in neue Asphaltdecken. Etwa 15.000 Quadratmeter Fahrbahn werden erneuert. Carla findet das gut. Beim klassischen Schlagloch ist die Welt nämlich noch wunderbar übersichtlich: Man sieht das Problem, bestellt Asphalt, fährt mit der Walze drüber – Loch weg.

Keine Machbarkeitsstudie „Schlagloch 2040“, keine Bürgerwerkstatt und kein Ideenwettbewerb darüber, ob das Loch vielleicht an anderer Stelle besser aufgehoben wäre. 😂

Leider funktioniert das beim Haushaltsloch nicht ganz so elegant. Für 2027 stehen rund 15 Millionen Euro Minus im Raum.

Carla hätte ja denselben Bautrupp geschickt:

„Moin, wo ist das Loch?“

„Im Haushalt.“

„Wie groß?“

„15 Millionen.“

„Euro?“

„Ja.“

Und schon fährt die Kolonne wieder nach Hause.

Noch spannender wird es bei der V9. Die geplante neue Straßenverbindung soll Verkehr entlasten, kostet aber natürlich erst einmal Geld. Zur Finanzierung spielen auch neue Gewerbeflächen eine Rolle.

Und genau hier hat Carla einen bemerkenswerten technischen Fortschritt entdeckt:

Die neue Straße hat noch gar keine Schlaglöcher.

Sie existiert schließlich noch nicht.

Trotzdem kann sie bereits etwas, wofür andere Straßen viele Jahre brauchen:

Sie kann vorher schon das Haushaltsloch vergrößern. 😎

Noch keine Straße.
Noch kein Schlagloch.
Aber das Haushaltsloch ist schon da.

Das nennt Carla echte kommunale Vorsorge.

🌳 Dann gibt es erfreulicherweise noch das klassische Baumloch. In der Bahnhofstraße soll ein neuer Baum gepflanzt werden. Rund 10.000 Euro sind einschließlich Pflanzung und mehrjähriger Pflege vorgesehen.

Und bevor jemand „10.000 EURO FÜR EINEN BAUM!!!“ in die Kommentare hämmert: Nein, da steckt mehr drin als Baum, Schaufel und zwei Säcke Blumenerde.

Trotzdem gefällt Carla dieses Projekt besonders.

Was kommt ins Loch?

Ein Baum.

Was passiert anschließend?

Er wird gepflegt.

Klare Aufgabenstellung. Carla ist beeindruckt. 😇

🚲 Und dann war da noch die Waldschule. Polizei, Schulverkehr, Fahrräder, Tempo 30 – Carla stellte schon einmal den Satiremodus auf volle Leistung.

Und was passierte?

Fast alles war in Ordnung.

Die Kinder kamen sicher zur Schule, die Fahrräder waren weitgehend ordentlich, Eltern hatten offenbar auf frühere Hinweise reagiert.

Probleme angesprochen. Mängel behoben. Situation besser.

So geht das doch nicht. 😂

„Skandal an der Waldschule: Menschen lösen ein Problem.“

Wenn sich das durchsetzt, müssen wir bei Quickborn Aktuell am Ende noch häufiger gute Nachrichten schreiben.

Und natürlich gehört ein bisschen Nabelschau dazu: Wir haben diese Woche Haushaltszahlen verglichen, V9-Unterlagen gelesen, Behörden angeschrieben, Fahrräder gezählt und uns mit Bäumen beschäftigt.

Andere Menschen fragen morgens: „Was machen wir heute Abend?“

Bei uns heißt es gelegentlich:

„Hat eigentlich schon jemand die Naturschutzbehörde gefragt?“

Wir wissen: Ganz normal ist das vermutlich auch nicht. 😇

Carla bleibt trotzdem dabei:

Quickborn kann Löcher.

Bei den Straßen machen wir sie zu. Beim Baum wissen wir immerhin, was hineinkommt.

Und bei dem einen besonders großen Loch mit den 15 Millionen Euro?

Da wäre Carla schon zufrieden, wenn wir nicht noch eine neue Straße hineinlegen. 🦉😂

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