Das Wichtigste vorweg: Ellerau orientiert sich bei seiner künftigen Verwaltung klar in Richtung Barmstedt. Die Verwaltungsgemeinschaft mit Quickborn endet Ende 2027. Die Ellerauer Gemeindevertretung hat Barmstedt zum bevorzugten Partner erklärt. Dort werden nun die Voraussetzungen für eine mögliche Zusammenarbeit geprüft.
Veröffentlicht am 24. September 2026, 10:23 Uhr | Von Thomas Köppl
Ellerau setzt auf Barmstedt
Die Richtung ist inzwischen ziemlich klar. Ellerau möchte die Gespräche mit Barmstedt zum Abschluss bringen. In der Gemeindevertretung gab es dafür ein deutliches Votum. Ein neuer Vertrag mit Quickborn spielt nach dem derzeitigen Stand praktisch keine Rolle mehr.
Barmstedt verwaltet bereits das Amt Hörnerkirchen. Mit Ellerau würde die betreute Einwohnerzahl auf rund 20.500 steigen. Damit würde dort eine deutlich größere Verwaltungseinheit entstehen.
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Rund 19 zusätzliche Stellen
Bemerkenswert ist der erwartete Personalbedarf. Nach einer ersten Einschätzung des Beratungsunternehmens Kienbaum werden für die Übernahme der Ellerauer Aufgaben rund 19 zusätzliche Vollzeitstellen benötigt. Projekt- und Übergangskosten soll Ellerau tragen.
Die Zahl zeigt, dass der Wechsel einer Verwaltung keineswegs nur eine organisatorische Frage ist. Personal, IT, Fachverfahren und zusätzliche Strukturen müssen aufgebaut und dauerhaft finanziert werden.
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Größe, Digitalisierung und KI
Der Schritt nach Barmstedt führt zugleich zu einer grundsätzlichen Frage: Wie sollten kommunale Verwaltungen künftig aufgestellt sein?
Größere Einheiten können bessere Voraussetzungen schaffen, Fachwissen zu bündeln und moderne Technik wirtschaftlich einzusetzen. Gleichzeitig fällt auf, dass zusätzlicher Verwaltungsaufwand noch immer sehr stark über zusätzliches Personal abgebildet wird.
Gerade angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels dürften deshalb Digitalisierung, automatisierte Abläufe und künstliche Intelligenz eine immer größere Rolle spielen. Sie ersetzen keine qualifizierten Beschäftigten, können aber Routinearbeiten reduzieren und vorhandenes Personal entlasten.
Barmstedt macht mit Ellerau einen deutlichen Wachstumsschritt. Spannend wird nun, wie stark bei der neuen Konstruktion neben zusätzlichem Personal auch Synergien, Digitalisierung und neue technische Möglichkeiten genutzt werden.
Weitere Hintergründe zu den Quickborner Verwaltungsgemeinschaften gibt es hier:
Vom Erfolgsmodell zum Auslaufmodell: Die Quickborner Verwaltungsgemeinschaften seit 2013
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Quellen
- sh:z / Barmstedter Zeitung, Michael Bunk: „Ellerau und Barmstedt prüfen eine gemeinsame Verwaltung“, 10. September 2026:
https://www.shz.de/lokales/elmshorn-barmstedt/artikel/ellerau-barmstedt-pruefen-eine-gemeinsame-verwaltung-51399895 - Kieler Nachrichten, Klaus-Ulrich Tödter: „Nach Trennung von Quickborn: Ellerau favorisiert Barmstedt als neuen Partner“, 14. September 2026:
https://www.kn-online.de/lokales/segeberg/scheidung-von-quickborn-ellerau-favorisiert-barmstedt-als-neuen-partner-WAFO3SUZCBBITHYEL67D32OZFI.html
Stand: 24. September 2026, 10:23 Uhr
Verfasser: Thomas Köppl


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