FDP Goethe-Schule: Neubau beschlossen – 2024 waren rund 15 Millionen Euro Mehrkosten bekannt

Die FDP begrüßt den Neubau der Goethe-Schule und verweist auf moderne Pädagogik, größere Planungsfreiheit und weniger Risiken als bei einer Sanierung. Beim Blick zurück auf die Standortentscheidung von 2024 zeigt sich allerdings: Die teurere Lösung war von Anfang an bekannt.

Die Goethe-Schule soll an der Goethestraße neu gebaut werden. Für die FDP ist damit nach jahrelanger Diskussion die richtige Entscheidung gefallen.

Die Liberalen argumentieren vor allem mit den Vorteilen eines Neubaus: Das Gebäude könne ohne die Zwänge des Bestands geplant, energetisch modern ausgestattet und auf heutige pädagogische Anforderungen zugeschnitten werden. Gleichzeitig entfielen schwer kalkulierbare Risiken, die bei einer umfassenden Sanierung eines Gebäudes aus den 1960er-Jahren auftreten können.

Die FDP spricht deshalb von höherer Kostensicherheit und einem möglichst großen Gegenwert über die gesamte Lebensdauer der neuen Schule.

Der Kostenvergleich von 2024

Zum Gesamtbild gehört allerdings auch die Entscheidung, die bereits 2024 getroffen wurde.

Damals stand noch die Verlagerung der Goethe-Schule zum Schulzentrum Süd zur Diskussion. Weil Goethe-Schule und Elsensee-Gymnasium inzwischen mehr Platz benötigten, sollte am Elsensee-Gymnasium ein zusätzlicher Gebäuderiegel entstehen.

Für zwölf Klassenräume, Gruppen- und Nebenräume sowie eine zusätzliche Mensa wurden damals rund 19,9 Millionen Euro veranschlagt.

Hinzu kamen rund 4 Millionen Euro für die notwendige Erweiterung der Sporthalle Heidkamp.

Damit lag diese Variante bei rund 23,9 Millionen Euro.

Dem gegenüber stand der Neubau einer eigenständigen Goethe-Schule an der Goethestraße. Für diese Lösung wurden damals rund 15 Millionen Euro höhere Gesamtkosten genannt.

Schon bei der Standortentscheidung war also klar: Der Erhalt der eigenständigen Goethe-Schule an der Goethestraße sollte Quickborn erheblich mehr kosten.

Die CDU bezeichnete die damaligen 15 Millionen Euro Mehrkosten selbst als einen „harten Brocken“.

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Heute wird anders verglichen

Inzwischen geht es nicht mehr um den Vergleich Goethestraße gegen Schulzentrum Süd.

Nachdem die Entscheidung für den Standort Goethestraße gefallen war, wurden dort Neubau und umfassende Transformation des bestehenden Gebäudes untersucht.

Die Stadt erklärt heute, beide Varianten bewegten sich in einer ähnlichen Kostenbandbreite. Genau deshalb empfiehlt die Verwaltung den Neubau: größere planerische Freiheit und weniger Risiken im alten Gebäude.

Das ist ein anderer Vergleich als 2024.

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Bewertung von Quickborn Aktuell

Die Argumente für einen Neubau sind nachvollziehbar. Wenn Neubau und umfassende Sanierung am selben Standort annähernd gleich teuer werden, spricht vieles dafür, kein Millionenprojekt in ein rund 60 Jahre altes Gebäude zu investieren.

Zur finanziellen Wahrheit gehört aber auch: Quickborn hatte zuvor eine deutlich günstigere Standortlösung auf dem Tisch.

Für Gebäuderiegel und Sporthallenerweiterung waren rund 23,9 Millionen Euro angesetzt. Für den Neubau an der Goethestraße wurden damals rund 15 Millionen Euro höhere Gesamtkosten genannt.

Die Politik hat sich bewusst für diese teurere Lösung entschieden.

Das kann politisch gewollt und sachlich begründbar sein. Angesichts eines für 2027 geplanten Haushaltsdefizits von mehr als 15 Millionen Euro bleibt aber eine Frage:

Wie wird Quickborn die zusätzlichen Millionen dauerhaft finanzieren?

Der Satz, der Neubau biete mehr Kostensicherheit, beantwortet diese Frage noch nicht.

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Quellen

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