Quickborn, 9. Oktober 2026, 20:12 Uhr | Quickborn Aktuell
Großeinsatz der Kriminalpolizei in Quickborn: Bei einer Razzia am Donnerstag (8. Oktober) haben zahlreiche Polizeibeamte acht Objekte in Schleswig-Holstein und Niedersachsen durchsucht. Allein fünf davon befinden sich in Quickborn. Die Ermittler stellten mehrere Kilogramm Cannabis, Kokain, Bargeld im fünfstelligen Bereich und verschreibungspflichtige Medikamente sicher. Außerdem entdeckten sie eine illegal betriebene Glücksspielhalle mit fünf Automaten. Ein 40-jähriger Quickborner sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Ermittlungen laufen bereits seit April
Hinter dem Polizeieinsatz stehen umfangreiche Ermittlungen der Ermittlungsgruppe Rauschgift der Kriminalinspektion Pinneberg. Seit April 2026 haben die Beamten zwei Männer im Alter von 40 und 65 Jahren aus Quickborn im Visier.
Beide stehen im Verdacht, mit illegalen Betäubungsmitteln und Cannabis in nicht geringer Menge gehandelt zu haben.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe hatte das Amtsgericht Itzehoe insgesamt acht Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Am Donnerstagnachmittag schlugen die Ermittler zu.
Fünf Durchsuchungen allein in Quickborn
Die Polizei durchsuchte fünf Objekte in Quickborn, zwei weitere in Henstedt-Ulzburg und eines im niedersächsischen Landkreis Uelzen.
Ein Großaufgebot an Polizeibeamten war an den Durchsuchungen beteiligt. Zwei Personen wurden für weitere polizeiliche Maßnahmen auf Dienststellen gebracht.
Wo genau sich die durchsuchten Objekte befinden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht mit.
Drogen, Bargeld und eine illegale Glücksspielhalle
Bei den Durchsuchungen machten die Ermittler umfangreiche Funde. Sichergestellt wurden:
- Mehrere Kilogramm Cannabis
- Eine geringe Menge Kokain
- Bargeld im fünfstelligen Bereich
- Eine Vielzahl verschreibungspflichtiger Medikamente
- Mehrere Mobiltelefone
- Fünf Glücksspielautomaten
Besonders bemerkenswert: In einem der durchsuchten Objekte stießen die Beamten auf eine illegal betriebene Glücksspielhalle. Dort beschlagnahmten sie fünf Glücksspielautomaten.
Ob die Glücksspielhalle in direktem Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Drogenhandel steht, geht aus der bisherigen Mitteilung nicht hervor. Auch der genaue Standort wurde nicht genannt.
40-jähriger Quickborner kommt in Untersuchungshaft
Für einen der beiden Beschuldigten hatte die Razzia unmittelbare Konsequenzen.
Am Freitag (9. Oktober) wurde der 40-jährige Hauptbeschuldigte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe einem Haftrichter am Amtsgericht Itzehoe vorgeführt.
Der Richter erließ den beantragten Untersuchungshaftbefehl. Der Mann wird in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Auch gegen den 65-jährigen Quickborner laufen die Ermittlungen weiter.
Wie geht es weiter?
Mit den Durchsuchungen ist das Verfahren noch lange nicht abgeschlossen. Die Kriminalpolizei wird nun die sichergestellten Beweismittel auswerten. Dazu gehören insbesondere die Mobiltelefone, die möglicherweise weitere Erkenntnisse über den mutmaßlichen Drogenhandel liefern können.
Auch die Umstände rund um die illegale Glücksspielhalle dürften Gegenstand weiterer Ermittlungen sein.
Ob es zu einer Anklage kommt und welche konkreten Straftaten den beiden Männern letztlich zur Last gelegt werden, bleibt abzuwarten.
Für beide Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Quelle: Gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Itzehoe und der Polizeidirektion Bad Segeberg vom 9. Oktober 2026. Originalmeldung bei Presseportal.
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