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Hundeschwimmen im Quickborner Freibad: Badespaß braucht vor allem Verantwortung
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Am Sonnabend gehört das Quickborner Freibad den Hunden. Impfpass und Haftpflicht sind vorgeschrieben. Mindestens ebenso wichtig sind Sozialverträglichkeit, sichere Einstiege und ein wachsamer Halter.
Am Sonnabend, 26. September, dürfen zum Saisonabschluss die Hunde ins Quickborner Freibad. Von 10 bis 14 Uhr wird geplanscht und geschwommen. Die Stadt macht dafür einige formale Vorgaben. Aus Sicht von Quickborn Aktuell kommt es allerdings mindestens ebenso auf etwas anderes an: Hundehalter müssen ihren eigenen Hund kennen, mögliche Gefährdungssituationen einschätzen und vor Ort vernünftig entscheiden. Vollkommen ungefährlich ist das Leben schließlich weder für Menschen noch für Hunde – und ein Freibad bildet da keine Ausnahme.
Veröffentlicht am 23. September 2026 | Thomas Köppl, Quickborn Aktuell
Das Hundeschwimmen kann für viele Vierbeiner ein schöner Abschluss des Sommers sein. Gleichzeitig treffen möglicherweise zahlreiche fremde Hunde in einer ungewohnten Umgebung aufeinander. Dazu kommen Wasser, Bewegung, Spielzeug und ein Schwimmbecken, das ursprünglich für Menschen und nicht für Hunde gebaut wurde.
Wie entspannt der Vormittag verläuft, wird deshalb nicht allein von Impfpass, Versicherung und Hundemarke abhängen. Eine entscheidende Rolle spielen die Sozialverträglichkeit der Tiere, der tatsächliche Andrang und die Aufmerksamkeit der jeweiligen Hundehalter.
Inhaltsverzeichnis
- Das Angebot der Stadt
- Impfpass, Haftpflicht und Hundemarke
- Sozialverträglichkeit ist mindestens ebenso wichtig
- Je voller es wird, desto anspruchsvoller wird die Situation
- Edelstahlbecken: Sicher hinein – und sicher wieder heraus
- Spielzeug kann zusätzlichen Konfliktstoff schaffen
- Freibad oder Naturgewässer?
- Verantwortung kann keine Vorschrift ersetzen
- Einordnung von Quickborn Aktuell
- Termin und Voraussetzungen
- Quellen
Das Angebot der Stadt
Nach dem Ende des regulären Badebetriebs bekommt das Quickborner Freibad noch einmal ungewöhnliche Gäste. Am Sonnabend, 26. September, dürfen Hunde von 10 bis 14 Uhr ins Wasser.
Der Eintritt ist kostenlos. Vor Ort kann für das Tierheim gespendet werden. Außerdem sollen verschiedene Stände über Themen rund um Tiergesundheit und Ernährung informieren.
Für das Hundeschwimmen wird das Becken nach dem Ende der regulären Saison nicht mehr gechlort. Nach Angaben der Stadt dürfen die Hunde springen, planschen, schwimmen oder auch erst einmal vorsichtig ausprobieren, ob ihnen das Wasser überhaupt gefällt.
Das Hundeschwimmen bildet zugleich den Abschluss einer für das Freibad sehr erfolgreichen Saison. Mehr als 65.000 Besucherinnen und Besucher wurden 2026 gezählt. Der bisherige Besucherrekord wurde damit nach Angaben der Stadt deutlich übertroffen.
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Impfpass, Haftpflicht und Hundemarke
Für die Teilnahme nennt die Stadt mehrere Voraussetzungen. Mitgebracht werden müssen ein gültiger Impfpass mit nachgewiesener Tollwutimpfung, der Nachweis einer Hundehaftpflichtversicherung sowie eine Hundemarke als Identitätsnachweis.
Solche Anforderungen sind bei Hundeschwimmtagen in Freibädern nicht ungewöhnlich. Sie schaffen einen organisatorischen Rahmen und sichern bestimmte gesundheitliche und haftungsrechtliche Fragen ab.
Trotzdem lohnt sich die Frage, worauf es bei einer solchen Veranstaltung für die tatsächliche Sicherheit besonders ankommt.
Ein Impfpass lässt sich kontrollieren. Eine Versicherungsbescheinigung ebenfalls. Auch die Hundemarke ist schnell überprüft.
Ob ein Hund mit vielen fremden Artgenossen umgehen kann, ob er im Wasser sicher ist und wie er unter Stress reagiert, lässt sich dagegen nicht auf einem Dokument nachlesen.
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Sozialverträglichkeit ist mindestens ebenso wichtig
Der entscheidende Punkt beginnt deshalb beim Hundehalter selbst.
Wer seinen Hund zu einer Veranstaltung mit vielen anderen Tieren mitnimmt, sollte ihn gut einschätzen können. Ist der Hund sozialverträglich? Wie reagiert er auf fremde Hunde? Lässt er andere Tiere in Ruhe? Wird er bei engem Kontakt nervös oder unsicher? Verteidigt er Spielzeug oder Futter? Wie reagiert er, wenn mehrere aufgeregte Hunde gleichzeitig um ihn herum sind?
Das sind keine theoretischen Fragen. Eine Situation mit vielen fremden Hunden unterscheidet sich deutlich vom üblichen Spaziergang.
Wasser sorgt bei vielen Tieren zusätzlich für Aufregung. Hunde rennen zum Becken, springen hinein, kommen wieder heraus, schütteln sich und laufen zurück. Andere Tiere sind vielleicht vorsichtiger, älter oder unsicher.
Ein Hund, der im normalen Alltag völlig entspannt ist, kann in einer solchen Situation anders reagieren.
Verantwortlicher Umgang mit einem Hund bedeutet deshalb auch, seine Grenzen zu kennen. Zeigt das Tier Stress, Unsicherheit oder Überforderung, sollte der Halter reagieren.
Manchmal ist die verantwortungsvollste Entscheidung ganz einfach: Leine dran und wieder nach Hause.
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Je voller es wird, desto anspruchsvoller wird die Situation
Wie groß die tatsächliche Herausforderung beim Hundeschwimmen wird, dürfte wesentlich vom Andrang abhängen.
Ein Freibad, in dem sich nur einige wenige Hunde verteilen, bietet reichlich Raum. Die Tiere können Abstand halten und sich gegenseitig aus dem Weg gehen.
Bei starkem Andrang verändert sich die Situation.
Je mehr Hunde gleichzeitig am und im Becken unterwegs sind, desto häufiger entstehen direkte Begegnungen. Ein- und Ausstiegsstellen werden stärker frequentiert. Tiere kommen sich enger nahe. Aufregung kann sich innerhalb einer Gruppe schnell übertragen.
Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass etwas passiert. Die Situation wird jedoch anspruchsvoller und verlangt mehr Aufmerksamkeit.
Deshalb kann dieselbe Veranstaltung für denselben Hund um 10 Uhr bei überschaubarem Betrieb völlig problemlos sein und eine Stunde später bei großem Andrang schon ganz anders aussehen.
Hundehalter sollten sich diese Entscheidung deshalb nicht nur zu Hause treffen. Auch der Blick auf die konkrete Situation vor Ort gehört dazu.
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Edelstahlbecken: Sicher hinein – und sicher wieder heraus
Eine Besonderheit des Quickborner Freibades sind die Edelstahlbecken.
Grundsätzlich spricht ein Edelstahlbecken nicht gegen ein Hundeschwimmen. Trotzdem sollte man sich bewusst machen, dass ein öffentliches Schwimmbecken in erster Linie für Menschen konstruiert wurde.
Menschen nutzen vorgesehene Treppen, Leitern und Einstiege. Ein Hund orientiert sich anders. Er springt möglicherweise an einer Stelle ins Wasser und versucht später dort wieder herauszukommen, wo er gerade den Beckenrand erreicht.
Gerade auf nassen und glatten Oberflächen kann das zum Problem werden.
Findet ein Hund beim Ausstieg mit den Pfoten keinen sicheren Halt, kann er abrutschen. Ein zunächst gelassenes Tier kann dadurch hektisch oder unsicher werden.
Bei jungen, kräftigen und wassererfahrenen Hunden mag das kaum eine Rolle spielen. Bei älteren, schweren, körperlich eingeschränkten oder unsicheren Tieren kann die Situation anders aussehen.
Für einen hundegerechten Badebetrieb sind deshalb sichere und gut erreichbare Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten besonders wichtig. Auch rutschhemmende Bereiche, Matten oder geeignete Rampen können dabei eine Rolle spielen.
Welche besonderen Vorkehrungen beim Quickborner Hundeschwimmen an den Edelstahlbecken getroffen werden, geht aus der Bürgerinformation der Stadt nicht hervor.
Für Hundehalter bleibt deshalb ein ganz einfacher Rat: Erst ansehen, wie der Hund wieder sicher aus dem Wasser kommt – und danach entscheiden, ob er hineinspringen soll.
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Spielzeug kann zusätzlichen Konfliktstoff schaffen
Die Stadt empfiehlt neben einem Handtuch für den Heimweg auch das Lieblings-Wasserspielzeug des Hundes.
Für viele Hunde gehört ein Ball oder anderes Spielzeug selbstverständlich zum Badespaß dazu.
Allerdings reagieren Hunde auch hier sehr unterschiedlich. Manche teilen ihren Ball problemlos mit anderen Tieren. Andere verteidigen Spielzeug deutlich.
Was mit einem einzelnen Hund im Garten hervorragend funktioniert, kann innerhalb einer größeren Gruppe eine ganz andere Dynamik entwickeln.
Ein Halter, der weiß, dass sein Hund bei Spielzeug zu Besitzverhalten neigt, sollte dies berücksichtigen.
Der Lieblingsball darf also durchaus einmal einen freien Vormittag bekommen.
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Freibad oder Naturgewässer?
Viele Hunde schwimmen ausgesprochen gern. Für ihr natürliches Bewegungsverhalten erscheinen geeignete Seen, Flüsse oder andere naturnahe Badeplätze häufig zunächst näherliegend als ein gefliestes oder aus Edelstahl gebautes Schwimmbecken.
Ein flacher natürlicher Einstieg hat einen offensichtlichen Vorteil: Der Hund kann selbstständig ins Wasser gehen und häufig ebenso selbstständig wieder herauskommen.
Auch Naturgewässer sind allerdings nicht automatisch sicher.
Strömungen, schlechte Wasserqualität, Blaualgen, steile Böschungen, Glasscherben, Angelhaken oder andere Gegenstände können dort erhebliche Risiken schaffen.
Auch die Pinnau wird nicht allein dadurch zum geeigneten Hundebadeplatz, dass es sich um einen natürlichen Fluss handelt. Wasserstand, Strömung, Uferbeschaffenheit und Wasserqualität müssen jeweils berücksichtigt werden.
Die entscheidende Frage lautet daher weniger: Freibad oder Natur?
Wichtiger ist: Passt dieser konkrete Badeplatz zu diesem konkreten Hund?
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Verantwortung kann keine Vorschrift ersetzen
Das Leben eines Hundes lässt sich nicht vollständig risikofrei organisieren.
Das gilt letztlich genauso für Menschen.
Wer jedes denkbare Risiko vermeiden wollte, dürfte mit seinem Hund kaum noch eine Straße überqueren, im Wald spazieren gehen, andere Hunde treffen oder ihn ins Wasser lassen.
Verantwortung bedeutet deshalb nicht, jede theoretisch denkbare Gefährdung durch immer neue Regeln auszuschließen.
Verantwortung bedeutet, erkennbare Risiken zu analysieren, vernünftig damit umzugehen und die eigenen Möglichkeiten sowie die Fähigkeiten des Hundes realistisch einzuschätzen.
Genau an diesem Punkt sind Hundehalter selbst gefragt.
Sie kennen im Idealfall den Charakter ihres Tieres. Sie wissen, ob der Hund gern schwimmt, ob er fremde Hunde mag, ob er Spielzeug verteidigt, ob er schnell gestresst ist und ob er körperlich noch sicher genug unterwegs ist.
Kein Veranstalter und keine Einlasskontrolle können diese individuelle Einschätzung vollständig ersetzen.
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Einordnung von Quickborn Aktuell
Das Hundeschwimmen ist zunächst einmal eine nette Idee zum Abschluss einer sehr erfolgreichen Freibadsaison.
Wer einen wasserbegeisterten und sozialverträglichen Hund hat, kann dort sicherlich einen schönen Vormittag erleben.
Die Stadt schafft mit Impfpass, nachgewiesener Tollwutimpfung, Hundehaftpflichtversicherung und Hundemarke einen klaren organisatorischen Rahmen.
Aus Sicht von Quickborn Aktuell sollte Sicherheit allerdings nicht vor allem über möglichst viele formale Nachweise definiert werden.
Wichtiger erscheinen die praktischen Fragen.
Ist der Hund sozialverträglich? Kann der Halter sein Verhalten zuverlässig einschätzen? Wie viele Hunde befinden sich gleichzeitig im Bad? Gibt es ausreichend Raum? Sind die Ein- und Ausstiege sicher? Findet der Hund auf den nassen Flächen genügend Halt? Und merkt der Halter rechtzeitig, wenn sein Tier genug hat?
Auch der Veranstalter trägt seinen Teil der Verantwortung. Gerade bei einem für Menschen konstruierten Edelstahlbecken sollten sichere Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten vorhanden sein und die Situation bei größerem Andrang im Blick behalten werden.
Daneben sollte man den Hundehaltern aber auch zutrauen, Verantwortung für ihr eigenes Tier zu übernehmen.
Vollständige Sicherheit gibt es nicht. Weder beim Hundeschwimmen noch beim Spaziergang durch Quickborn.
Vernünftige Hundehaltung bedeutet deshalb, Gefahren weder zu ignorieren noch sie größer zu machen, als sie tatsächlich sind.
Wer seinen Hund kennt, die Situation beobachtet und gegebenenfalls auch einmal entscheidet, dass es heute einfach zu voll oder zu hektisch ist, handelt verantwortungsvoll.
Gesunder Menschenverstand dürfte dafür mindestens genauso wichtig sein wie der Blick in den Impfpass.
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Termin und Voraussetzungen
Hundeschwimmen im Freibad Quickborn
Sonnabend, 26. September 2026
10 bis 14 Uhr
Freibad Quickborn
Am Freibad 4A
25451 Quickborn
Eintritt: kostenlos
Spenden für das Tierheim sind willkommen.
Nach Angaben der Stadt müssen mitgebracht werden:
- gültiger Impfpass mit nachgewiesener Tollwutimpfung,
- Hundehaftpflichtversicherung,
- Hundemarke als Identitätsnachweis.
Ein Handtuch für den Heimweg wird ebenfalls empfohlen.
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Quellen
Stadt Quickborn: Bürgerinformation Nr. 293/2026 „Zum Saisonabschluss gehört das Freibad den Fellnasen“, 23. September 2026. Angaben zu Veranstaltung, Teilnahmebedingungen, chlorfreiem Becken und Saisonbilanz. PM 293 Zum Saisonabschluss gehört das Freibad den Fellnasen.docx
Stadt Quickborn: Bürgerinformation Nr. 293/2026. Angaben zur Freibadsaison 2026, zu Veranstaltungen sowie zum Hundeschwimmen am 26. September 2026. PM 293 Zum Saisonabschluss gehört das Freibad den Fellnasen.docx

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