Mal verliert man, mal gewinnt man: 498.240 Euro Bundesförderung für das Quickborner Freibad

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498.240 Euro Bundesförderung für das Quickborner Freibad. Solarthermie und Beckenabdeckung kommen – rund 609.000 Euro muss Quickborn selbst finanzieren.

Mal verliert man, mal gewinnt man. Beim Förderprogramm des Landes für Schwimmstätten ging Quickborn leer aus. Beim Bund hat es jetzt geklappt: Das Quickborner Freibad erhält 498.240 Euro für eine energetische Sanierung.

Gefördert werden eine Solarthermieanlage zur Unterstützung der Beckenwassererwärmung und eine Beckenabdeckung gegen Wärmeverluste. Die gute Nachricht überbrachte der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Kreis Pinneberg, Daniel Kölbl (CDU).

Für Quickborn ist das eine gute Entscheidung. Knapp eine halbe Million Euro kommen vom Bund. Nach den bisher bekannten Zahlen muss die Stadt für das Projekt selbst mit rund 609.000 Euro rechnen.

Veröffentlicht am 23. September 2026, 18:17 Uhr | Von Thomas Köppl

Fast 500.000 Euro vom Bund

Das Geld stammt aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“. Bundesweit stehen dafür 250 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Maßnahmen in Quickborn sind klar umrissen: Solarthermie soll Energie für die Beckenwassererwärmung liefern. Die Beckenabdeckung soll Wärmeverluste reduzieren. Beides soll den Energieverbrauch und damit die laufenden Kosten des Freibades senken.

Wie hoch die Einsparung jährlich ausfallen soll, ist bisher nicht veröffentlicht.

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Rund 609.000 Euro für Quickborn

Der Bund fördert regulär bis zu 45 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die Quickborner Fördersumme passt exakt zu diesem Fördersatz:

  • Gesamtkosten: rund 1.107.000 Euro
  • Bundesförderung: rund 498.000 Euro
  • verbleibender Finanzierungsanteil: rund 609.000 Euro

Der vollständige Förderbescheid liegt Quickborn Aktuell bislang nicht vor. Weitere Förder- oder Drittmittel für den Quickborner Anteil sind bisher nicht bekannt.

Bei Mehrkosten wird es einfach: Die Bundesförderung steigt nicht automatisch mit. Kosten oberhalb des anerkannten Projektvolumens muss die Stadt grundsätzlich zusätzlich tragen.

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Die Mittel fehlen noch im Haushalt 2026

Im Haushalt 2026 gibt es für Solarthermie und Beckenabdeckung noch keine entsprechende Investitionsposition. Der städtische Finanzierungsanteil muss deshalb haushalterisch berücksichtigt werden.

Auch der Ergebnishaushalt wird belastet. Bei einer angenommenen Nutzungsdauer von 20 Jahren ergeben sich aus dem städtischen Anteil grob 30.000 Euro Abschreibungen pro Jahr. Hinzu kommen gegebenenfalls Finanzierungskosten.

Dem stehen die Einsparungen bei den Energiekosten gegenüber. Diese Zahl fehlt bislang. Sie gehört spätestens mit der Finanzierung auf den Tisch.

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Es bleibt nicht bei dieser Förderung

Finanziert wird das Programm aus dem 500 Milliarden Euro umfassenden sogenannten Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes. Tatsächlich handelt es sich um kreditfinanzierte Ausgaben. Quickborn Aktuell hält deshalb den Begriff „Sonderschulden“ für treffender.

Für Quickborn bleibt es bei den knapp 500.000 Euro für das Freibad allerdings nicht. Schleswig-Holstein erhält aus dem Programm rund 3,4 Milliarden Euro. Rund 2,1 Milliarden Euro davon gehen über eine kommunale Säule an Städte, Gemeinden und Kreise. Auch Quickborn erhält darüber ein eigenes Budget.

Wenn der große Kuchen verteilt wird, ist es aus Quickborner Sicht gut, wenn ein möglichst großes Stück davon in der eigenen Stadt landet.

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Von 2,1 Millionen Euro auf null

Die neue Förderung löst den älteren Sanierungsbedarf des Freibades nicht.

Die Pläne waren einmal deutlich größer. Im Doppelhaushalt 2021/2022 war für die „Modernisierung Freibad / Gesamtkonzept“ eine Verpflichtungsermächtigung von 2,1 Millionen Euro vorgesehen.

Später wurden die Planungen erheblich reduziert. Im Haushalt 2025 wurden keine neuen Mittel für die große Modernisierung eingestellt. Rund 130.000 Euro aus dem Vorjahr sollten noch als Haushaltsrest genutzt werden. Für die Folgejahre stand bei dieser Investitionsposition jeweils null Euro.

Die Stadt meldete 2025 eine Renovierung der bestehenden Umkleiden, die Reinigung des Daches und den Einbau einer Rückschlagklappe nach dem Starkregenereignis. Ein eigener Betrag nur für die Renovierung der Umkleiden wird in den vorliegenden Unterlagen nicht ausgewiesen.

Von der ursprünglich geplanten umfassenden Modernisierung ist damit bislang wenig umgesetzt. Die jetzt geförderte Solarthermie und die Beckenabdeckung ändern daran nichts. Der Sanierungsbedarf bei Umkleiden, Sanitäranlagen und Gebäuden bleibt bestehen.

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Fazit

Die Bundesförderung ist eine gute Nachricht für Quickborn. Solarthermie und Beckenabdeckung sollen den Energieverbrauch des Freibades senken.

Für den städtischen Haushalt bleiben rund 609.000 Euro zu finanzieren. Dazu kommen mögliche Mehrkosten. Jährlich entstehen grob 30.000 Euro Abschreibungen sowie gegebenenfalls Finanzierungskosten.

Offen ist vor allem noch, wie viel Energie und Geld die neue Technik tatsächlich einsparen wird.

Der ältere Sanierungsstau des Freibades bleibt eine zweite Baustelle.

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Quellen

  • Daniel Kölbl, Mitglied des Deutschen Bundestages: „Bund fördert energetische Sanierung des Quickborner Freibades“, September 2026.
  • Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung: Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“, Projektaufruf 2026.
  • Finanzministerium Schleswig-Holstein: Informationen zum Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität sowie zur kommunalen Säule.
  • Land Schleswig-Holstein: Förderprogramm für Schwimmsportstätten 2026.
  • Stadt Quickborn: Haushaltspläne 2021/2022, 2025 und 2026.
  • Stadt Quickborn: Berichte zur Freibaderöffnung 2025 und zu den durchgeführten Maßnahmen an Umkleiden und Freibadgebäuden.

Stand: 23. September 2026, 18:17 Uhr | Thomas Köppl | Quickborn Aktuell


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