🚧 Die Brücke – eine Stadt entdeckt ihre Umgebung
Nach jahrelangen Diskussionen, Tempo 30, Untersuchungen und Bohrkernen ist es endlich so weit: Die Brücke im Harksheider Weg bekommt neuen Asphalt.
Vom 2. bis 6. November wird dafür vollständig gesperrt.
Carla findet das konsequent. Wo niemand fahren darf, fährt auch niemand zu schnell.
Die Autofahrer dürfen derweil die Umgebung erkunden. Rund 15 Minuten zusätzlicher Fahrweg sind schließlich eine wunderbare Gelegenheit, Quickborn und seine Nachbargemeinden kennenzulernen.
Andere Städte bieten touristische Rundfahrten an. Quickborn organisiert sie ganz nebenbei.
Den Sprit muss man allerdings selbst bezahlen.
🚌 Die AKN – die Zukunft kommt mit dem Bus
Auch die Bahnreisenden dürfen wieder auf Entdeckungsreise gehen. Zwischen Quickborn und Ulzburg Süd fahren seit dem 26. Oktober Ersatzbusse. Bis zum 12. Dezember.
Die Strecke wird für die Zukunft ausgebaut. Das ist notwendig und sinnvoll.
Carla freut sich schon auf die S5.
Sie hofft nur, dass die Zukunft nicht wieder mit einem Ersatzbus anreist.
Bis dahin gilt: Wer früher losfährt, kommt vielleicht pünktlich an.
Eine Erkenntnis, für die andere Verkehrsbetriebe aufwendige Studien benötigen.
💰 Das Haushaltsloch – freie Fahrt in eine Richtung
Während Autofahrer Umwege machen und Bahnreisende länger unterwegs sind, kennt der Quickborner Haushalt wenigstens eine klare Richtung.
Abwärts.
Der zweite Haushaltsentwurf für 2027 sieht ein Defizit von 16,49 Millionen Euro vor.
Das ist beeindruckend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass überall vom Sparen gesprochen wird.
Carla hat inzwischen verstanden: In Quickborn wird gespart, indem man zunächst darüber berät, wo man sparen könnte.
Anschließend wird geprüft, welche Folgen das Sparen hätte. Und schließlich, ob man sich das Sparen überhaupt leisten kann.
Beim Haushaltsloch gibt es jedenfalls keine Umleitung. Da geht es auf direktem Weg weiter.
🐈 Die Katze und der deutsche Amtsschimmel
Ab 2027 stehen auch für Freigängerkatzen neue Pflichten an. Kastration, Kennzeichnung und Registrierung sollen dem Tierschutz dienen.
Eine vernünftige Sache.
Carla stellt sich trotzdem vor, wie der Nachbarskater morgens vor der Terrassentür sitzt.
„Freigang beantragt. Chip vorhanden. Registrierung abgeschlossen.“
Dann schaut er seine Besitzerin an.
„Und wer genehmigt mir jetzt den Besuch bei der Nachbarskatze?“
Carla vermutet, dass Katzen künftig noch häufiger auf dem Sofa liegen werden.
Nicht aus Faulheit. Sondern aus Verwaltungsfrust.
🗳️ Die Jugend macht Hoffnung
Es gibt aber auch erfreuliche Nachrichten.
Vom 24. bis 26. November wählen junge Quickbornerinnen und Quickborner zwischen sieben und 21 Jahren ihren neuen Kinder- und Jugendbeirat.
Carla findet das großartig. Junge Menschen, die Verantwortung übernehmen und ihre Stadt gestalten wollen, verdienen Unterstützung.
Vielleicht bringen sie ja auch frischen Wind in die Kommunalpolitik.
Carla stellt sich schon den ersten gemeinsamen Austausch vor:
„Wir haben eine Idee!“
„Sehr schön. Dann bilden wir einen Arbeitskreis.“
„Warum? Wir könnten doch einfach anfangen.“
Spätestens jetzt dürfte im Rathaus eine gewisse Unruhe entstehen.
🚒 Zwei Minuten, die Mut machen
Dass es auch anders geht, haben Steve Kohlscheen und Jan Kucek von der Freiwilligen Feuerwehr Quickborn bewiesen.
Bei einer internationalen Firefighter Challenge bewältigten sie einen anspruchsvollen Parcours mit schwerer Ausrüstung in gerade einmal 2 Minuten und 23,96 Sekunden.
Eine großartige Leistung!
Carla hat überlegt, ob die beiden nicht einmal einen kommunalpolitischen Hindernislauf organisieren könnten.
Mit Aktenordnern statt Feuerwehrschläuchen und einem Haushaltsentwurf als Zusatzgewicht.
Die beiden Feuerwehrleute haben übrigens einen bemerkenswert einfachen Rat für Menschen, die sich engagieren wollen:
„Einfach machen.“
Carla findet, diese zwei Worte sollten in Quickborn an einigen Bürotüren hängen.
🦉 Carlas Schlussgedanke
Quickborn ist eben eine Stadt voller Bewegung.
Manche bewegen sich im Kreis, andere die Haushaltszahlen. Und einige schaffen es tatsächlich ans Ziel.
Carla wollte zum Abschluss einen Spaziergang machen.
Ganz ohne Umleitung.
Aber vorher schaut sie lieber noch einmal auf die Internetseite der Stadt.
Sicher ist sicher.
Und wenn sie unterwegs eine Katze trifft, fragt sie nach dem kürzesten Weg. Die kennt sich mit Schleichwegen schließlich aus. 🦉
Carla Quickborn ist die satirische Kolumne von Quickborn Aktuell. Sie betrachtet das Stadtgeschehen mit Ironie, Übertreibung und einem Augenzwinkern.
Schlagwörter: Carla Quickborn, Quickborn, Satire, Stadtgeschehen, Verkehr, AKN, Haushalt, Kinder- und Jugendbeirat, Feuerwehr

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