Liebe Leserinnen und Leser,
vier Tage nach unserem letzten Newsletter ist schon wieder einiges passiert.
Eine Umgehungsstraße, von der man kaum noch etwas hört. Neue Klagen bei Hillwood. Millionenfragen bei TO HUUS. Die A7 bleibt ein Nadelöhr. Dazu Fluglärm, Zuschüsse, das Fest der Nationen – und natürlich Carla Columna.
Also: Newsletter Nr. 4.
Inhalt
- Umgehungsstraße V9: Wie geht es weiter?
- Hillwood: Jetzt klagt der Investor
- TO HUUS: Was kostet der „Dritte Ort“ wirklich?
- Waldschule: Was kostet der Ganztag?
- A7: Das Verkehrsproblem betrifft nicht nur Hillwood
- Fluglärm: Quickborn sitzt mit am Tisch
- Zuschüsse: Wo liegt der große Sparhebel?
- 43 Jahre Fest der Nationen
- Carla Columna
- Kurz gesagt
🚧 Umgehungsstraße V9: Wie geht es eigentlich weiter?
Die geplante Umgehungsstraße sollte eines der wichtigen Quickborner Verkehrsprojekte werden.
Anfang 2026 war noch von einem möglichen Baubeginn im Herbst die Rede. Inzwischen ist es auffällig ruhig geworden.
Wir wollen deshalb wissen: Wie weit ist das Projekt tatsächlich? Welche Untersuchungen liegen vor? Welche Schritte fehlen noch?
Quickborn Aktuell hat Akteneinsicht in die Unterlagen beantragt.
Vielleicht erfahren wir dann auch, warum über eines der größeren Verkehrsprojekte der vergangenen Jahre derzeit so wenig zu hören ist.
⚖️ Hillwood: Jetzt klagt der Investor
Kaum hatte Quickborn seine eigene Untätigkeitsklage gegen den Kreis Segeberg zurückgezogen, gibt es die nächste Wendung:
Hillwood klagt nun selbst – gegen den Kreis Segeberg und gegen die Stadt Quickborn.
Der Investor möchte den Baustopp für das Logistikzentrum in Ellerau überwinden.
Statt ursprünglich 1.600 Lkw sollen nach den geänderten Planungen noch rund 700 Lkw täglich über Quickborner und Ellerauer Straßen fahren. Der Baustopp besteht weiter.
Damit dürfte die Auseinandersetzung noch eine Weile weitergehen.
Die interessante Frage bleibt: Welcher der inzwischen zahlreichen rechtlichen Wege führt am Ende tatsächlich zu einer Entscheidung?
🏠 TO HUUS: Was kostet der „Dritte Ort“ wirklich?
TO HUUS soll Stadtbücherei, Treffpunkt, Arbeitsort und Veranstaltungsfläche auf rund 2.000 Quadratmetern verbinden.
Unsere Modellrechnung kommt auf eine Größenordnung von rund 2 Millionen Euro Gesamtkosten pro Jahr.
Das wären etwa 1,3 Millionen Euro mehr als heute.
Wichtig: Das ist keine offizielle Kostenberechnung der Stadt. Genau die fehlt bislang.
Auch im aktuellen Haushaltsentwurf sind die späteren zusätzlichen Kosten des Projekts noch nicht zu erkennen.
Deshalb bleibt die einfache Frage:
Was kostet TO HUUS über 20 oder 30 Jahre tatsächlich?
Mehr zu TO HUUS bei Quickborn Aktuell
🏫 Waldschule: Was kostet der Ganztag?
Auch bei der Waldschule lohnt sich ein Blick auf die Zahlen.
Für einen freien Träger sind rund 290.000 Euro eingeplant. Dazu kommen weitere Aufwendungen für Kooperationen und Angebote.
Gleichzeitig steigen die Gesamtkosten der Waldschule deutlich.
Dabei geht es nicht darum, den Ganztag infrage zu stellen. Interessant ist vielmehr:
Was kostet die neue Organisationsform insgesamt – und welche finanziellen Veränderungen hat sie gegenüber der bisherigen Lösung gebracht?
Eine nachvollziehbare Vorher-Nachher-Rechnung wäre dafür hilfreich.
🚗 A7: Das Verkehrsproblem betrifft nicht nur Hillwood
Das Verkehrsgutachten zum Hillwood-Projekt enthält eine Aussage, die für Quickborn weit über Hillwood hinaus wichtig ist:
Die Anschlussstelle Quickborn der A7 ist bereits heute stark belastet.
Das betrifft damit auch Quickborns eigene Gewerbeentwicklung.
EQ Businesspark, Halenberg und weitere Flächen erzeugen ebenfalls zusätzlichen Verkehr.
Neue Gewerbeflächen sind wichtig. Aber ebenso wichtig ist die Frage, ob Straßen und Anschlussstellen diesen Verkehr überhaupt aufnehmen können.
Verkehr kennt eben keine Gemeindegrenzen.
Zum ausführlichen Beitrag bei Quickborn Aktuell
✈️ Fluglärm: Quickborn sitzt mit am Tisch
Fluglärm ist auch in Quickborn ein Thema – je nach Wetterlage und Flugroute mal mehr, mal weniger.
Weniger bekannt ist: Quickborn ist in der Fluglärmschutzkommission vertreten.
Dort geht es unter anderem um Flugrouten, Flughöhen, Verfahren und Möglichkeiten zur Verringerung vermeidbarer Belastungen.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, einen Sitz in der Kommission zu haben.
Entscheidend ist, wie Quickborn seine Interessen dort vertritt und wie regelmäßig darüber informiert wird.
Nicht gegen den Flughafen – sondern gemeinsam gegen vermeidbaren Fluglärm.
💶 Zuschüsse: Viel Diskussion um vergleichsweise kleine Beträge
Am 15. September berät der Ausschuss für Kinder, Jugend und Soziales über zahlreiche Zuschüsse an Vereine, Verbände und soziale Einrichtungen.
Allein zehn der von uns betrachteten Positionen summieren sich auf gut 100.000 Euro. Insgesamt geht es um deutlich mehr.
Das ist Geld, über das zu Recht genau gesprochen wird.
Interessant ist aber die Größenordnung: Der Haushaltsentwurf für 2027 weist ein Defizit von 15,24 Millionen Euro aus.
Die Zuschüsse sind deshalb ein Teil der Haushaltsdebatte – aber sicher nicht deren Lösung.
Und gerade beim Ehrenamt lohnt auch die umgekehrte Frage:
Wie viel Leistung bekommt die Stadt für vergleichsweise wenig Geld?
Zum ausführlichen Beitrag bei Quickborn Aktuell
🌍 43 Jahre Fest der Nationen
Zum Schluss etwas, das einfach Freude machen darf.
Am 26. September findet rund um die katholische Kirche St. Marien wieder das Fest der Nationen statt.
Seit inzwischen 43 Jahren treffen sich dort Menschen unterschiedlicher Herkunft zum gemeinsamen Feiern.
Es gibt internationale Spezialitäten, Musik, Tanz und Begegnung. Bereits am Vortag gehört traditionell auch Fußball zum Programm.
Ein schönes Stück Quickborn.
✍️ Carla Columna
Und was sagt Carla zu dieser Woche?
„Quickborn kann Großprojekte. Man muss sie offenbar nur mit Wasser füllen.“
Mehr Carla gibt es wie immer bei Quickborn Aktuell.
📌 Kurz gesagt
Es passiert gerade erstaunlich viel.
Bei einigen Themen geht es um Millionen. Bei anderen um Verkehr, Transparenz oder Lebensqualität. Und manches darf einfach Spaß machen.
Genau deshalb gibt es diesen Newsletter.
Die ausführlichen Beiträge und Hintergründe findet Ihr bei Quickborn Aktuell.
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