Goetheschule: PCB-Belastung bestätigt – was die neuen Untersuchungen bedeuten
Die Diskussion über die Zukunft der Goetheschule bekommt durch die neuesten Schadstoffuntersuchungen eine weitere wichtige Grundlage.
Die jüngste Bewertung stammt vom 21. August 2026. Sie bestätigt PCB-belastete Baustoffe und erhöhte PCB-Werte in der Raumluft einzelner Räume.
Wichtig dabei: Die Untersuchungen wurden nicht ohne Anlass immer weiter ausgeweitet.
Ausgangspunkt war eine orientierende Gefahrstoffuntersuchung im Zusammenhang mit der weiteren Planung für Schulgebäude und Sporthalle.
Nachdem dabei erhöhte PCB-Gehalte in verschiedenen Baustoffen festgestellt worden waren, hielt der Gutachter Raumluftmessungen für erforderlich.
Nachdem auch dort erhöhte Werte gefunden wurden, folgten weitere Messungen.
Und auch damit soll nach Einschätzung der Gutachter noch nicht Schluss sein.
Die AB – Dr. A. Berg GmbH empfiehlt ausdrücklich weitere Raumluftmessungen.
Eine abschließende Bewertung sei erst möglich, wenn die PCB-haltigen Verwendungen weiter eingegrenzt und die Primärquellen geklärt worden seien.
Inhaltsverzeichnis
- Warum wurde überhaupt untersucht?
- Warum weitere Untersuchungen empfohlen werden
- Welche PCB-Belastungen wurden gefunden?
- Was zeigen die Raumluftmessungen?
- Wie sind die gemessenen Werte einzuordnen?
- Was macht PCB im Körper?
- Warum ist PCB bei Kindern besonders relevant?
- Was bedeutet das für eine Kernsanierung?
- Was steckt möglicherweise noch im Gebäude?
- Auch ein Abriss wird durch PCB aufwendiger
- Sanierung und Neubau müssen vollständig verglichen werden
- Unsere Bewertung
- Unsere Schlussfolgerung: Neubau
- Quellen und Originalunterlagen
Warum wurde überhaupt untersucht?
Auftraggeber der Untersuchungen ist die Stadt Quickborn.
Die Gutachter erläutern als Ausgangslage, dass Schulgebäude und Sporthalle in den kommenden Jahren saniert oder zurückgebaut werden sollen.
Deshalb wurden die Gebäudeteile zunächst orientierend auf Gefahrstoffe untersucht.
Dabei wurden erhöhte PCB-Gehalte unter anderem in Fassadenfugen, Korrosionsschutzbeschichtungen und alten Holzfenstern festgestellt.
Aufgrund dieser Materialbefunde hielt der Gutachter zusätzliche Untersuchungen der Raumluft für erforderlich.
Der Hintergrund ist einfach: Für die gesundheitliche Bewertung reicht es nicht aus zu wissen, wie viel PCB in einem einzelnen Baustoff steckt.
Entscheidend ist auch, ob PCB aus diesen Materialien freigesetzt wird und in die Raumluft gelangt.
Nachdem bei den ersten Raumluftmessungen erhöhte Konzentrationen festgestellt worden waren, wurde die Untersuchung am 7. August 2026 auf weitere Räume ausgeweitet.
Ziel war es ausdrücklich, festzustellen, in welchem Umfang auch in weiteren Räumen erhöhte PCB-Raumluftkonzentrationen zu erwarten sind und gleichzeitig die ersten Ergebnisse abzusichern.
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Warum weitere Untersuchungen empfohlen werden
Bereits die erste Bewertung vom 20. August 2026 kommt zu dem Ergebnis, dass die bisherige Zahl der untersuchten Räume für eine abschließende Beurteilung nicht ausreicht.
Auch die Bewertung vom 21. August bleibt ausdrücklich vorläufig.
Die Gutachter schließen nicht aus, dass insbesondere schlecht belüftete oder bislang nicht sanierte Räume, Lagerbereiche oder Technikräume ebenfalls erhöhte PCB-Werte aufweisen können.
Deshalb empfehlen sie weitere Raumluftmessungen.
Eine finale Bewertung sei erst möglich, wenn die PCB-haltigen Verwendungen weiter eingegrenzt und insbesondere die Primärquellen genauer geklärt worden seien.
Mit anderen Worten:
Die bisherige Untersuchung ist ein wichtiger Zwischenstand – aber keine abschließende Schadstoffbewertung des gesamten Gebäudes.
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Welche PCB-Belastungen wurden gefunden?
PCB wurde nicht nur an einer einzigen Stelle nachgewiesen.
Gefunden wurden unter anderem:
Korrosionsschutzbeschichtungen an Heizkörpern: etwa 411 bis 1.063 mg/kg
Korrosionsschutzbeschichtungen an Türzargen: etwa 510 bis 3.888 mg/kg
Anschlagdichtungen an Türzargen: bis etwa 630 mg/kg
Farbanstriche auf alten Holzfensterrahmen: bis etwa 426 mg/kg
Bohnerwachs: bis etwa 68 mg/kg
Besonders auffällig ist die flexible Fugenmasse zwischen den Waschbetonplatten der Außenfassade.
Dort wurden rund 298.500 mg PCB pro Kilogramm Material festgestellt.
Die Gutachter gehen nach dem derzeitigen Kenntnisstand davon aus, dass eine Primärquelle für die Raumluftbelastung verantwortlich ist.
Als deutlich PCB-belastete Primärquelle wird insbesondere die außenliegende Fugenabdichtung zwischen den Waschbetonfassadenplatten genannt.
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Was zeigen die Raumluftmessungen?
Die Gutachter nennen für die bisherige PCB-Richtlinie folgende Werte:
300 ng/m³: Vorsorgewert
3.000 ng/m³: Interventionswert
Daneben werden die 2025 veröffentlichten neueren Innenraumrichtwerte genannt:
80 ng/m³: Richtwert I beziehungsweise Zielwert
800 ng/m³: Richtwert II beziehungsweise Interventionswert
Bei der ersten Untersuchung vom 3. Juli 2026 wurden sechs Räume untersucht.
Vier davon lagen im Erdgeschoss, zwei im ersten Obergeschoss.
Dabei wurde im Raum R30 der Wert von 80 ng/m³ überschritten.
Im Raum R40 wurde sogar der bisherige Vorsorgewert von 300 ng/m³ überschritten.
Bei zusätzlichen Messungen am 7. August wurden je zwei weitere Räume pro Geschoss überprüft.
Im Erdgeschoss kamen keine weiteren Überschreitungen von 80 ng/m³ hinzu.
Im ersten Obergeschoss wurde dagegen auch im Raum R43 ein Wert oberhalb von 80 ng/m³ gemessen.
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Wie sind die gemessenen Werte einzuordnen?
Der höchste dokumentierte Wert liegt bei 383,9 ng/m³.
Weitere im ersten Obergeschoss dokumentierte Messwerte liegen bei:
92,5 ng/m³
11,0 ng/m³
9,95 ng/m³
Mit 383,9 ng/m³ wird der bislang maßgebliche Vorsorgewert von 300 ng/m³ überschritten.
Der bisherige Interventionswert von 3.000 ng/m³ wird jedoch deutlich unterschritten.
Auch der neuere Richtwert II von 800 ng/m³ wird nicht erreicht.
Eine akute Situation, aus der sich nach dem vorliegenden Gutachten zwingend eine sofortige Schließung der Schule ergeben würde, wird damit nicht festgestellt.
Für den Raum mit dem höchsten Messwert empfehlen die Gutachter zunächst regelmäßiges Lüften und regelmäßiges Reinigen.
Interessant ist zugleich, dass gerade dieser Raum zu den wenigen Bereichen gehört, die bislang nicht grundlegend saniert wurden.
Dort befinden sich unter anderem noch alte Holzfenster, alte Türzargen und alter Teppichboden.
Eine Lüftungsanlage ist nicht vorhanden.
Die Gutachter halten es für möglich, dass die ausschließlich manuelle Lüftung zu einer stärkeren Anreicherung ausgasender PCB-Belastungen beitragen kann.
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Was macht PCB im Körper?
PCB steht für polychlorierte Biphenyle.
Es handelt sich um eine Gruppe chemisch sehr stabiler Verbindungen, die früher wegen ihrer technischen Eigenschaften in zahlreichen Produkten eingesetzt wurden.
Gerade diese Stabilität ist heute das Problem.
PCB werden in der Umwelt und im menschlichen Körper nur sehr langsam abgebaut.
Viele PCB-Verbindungen sind fettlöslich und können sich deshalb insbesondere im Fettgewebe anreichern.
Bei belasteten Gebäuden kann PCB über die Raumluft und über belastete Staubpartikel aufgenommen werden.
Eine einmalige kurze Belastung ist dabei anders zu bewerten als eine langfristige Aufnahme über Monate oder Jahre.
Zu den gesundheitlichen Wirkungen, die bei PCB wissenschaftlich untersucht und beschrieben worden sind, gehören unter anderem Auswirkungen auf:
das Nervensystem
das Immunsystem
die Schilddrüse
die Leber
die Fortpflanzung
die Haut
das Herz-Kreislauf-System
PCB besitzen zudem ein krebserzeugendes Potenzial.
Wichtig bleibt dabei die Unterscheidung:
Die Überschreitung eines Vorsorge- oder Richtwertes bedeutet nicht automatisch, dass bei einer bestimmten Person bereits eine konkrete Erkrankung oder gesundheitliche Schädigung eingetreten ist.
Raumluftwerte dienen vielmehr der Bewertung und Vorsorge.
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Warum ist PCB bei Kindern besonders relevant?
Kinder sind gegenüber Umweltbelastungen besonders schutzbedürftig.
Ihr Körper befindet sich noch in der Entwicklung.
Das gilt insbesondere für Nervensystem, Immunsystem und Stoffwechsel.
Gerade deshalb spielen Vorsorgewerte in Schulen eine besondere Rolle.
Kinder halten sich dort regelmäßig viele Stunden am Tag und über viele Jahre auf.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass aus den an der Goetheschule gemessenen Werten eine konkrete gesundheitliche Schädigung einzelner Schülerinnen oder Schüler abgeleitet werden kann.
Eine solche Aussage geben die vorhandenen Untersuchungen nicht her.
Es erklärt aber, warum eine festgestellte PCB-Belastung in einer Grundschule nicht einfach als technisches Detail behandelt werden sollte.
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Was bedeutet das für eine Kernsanierung?
Besonders wichtig werden die Untersuchungen bei der Frage, ob die bestehende Schule umfassend saniert werden sollte.
Eine Kernsanierung bedeutet, dass zahlreiche Bauteile geöffnet oder entfernt werden.
Bodenaufbauten werden aufgenommen, Decken geöffnet, technische Anlagen erneuert, Leitungen freigelegt und Verkleidungen entfernt.
Genau dabei können bislang verdeckte PCB-Quellen freigelegt werden.
Die Gutachter weisen ausdrücklich darauf hin, dass bei Innenentkernung, Modernisierung oder größeren Instandsetzungsarbeiten Stäube entstehen und bislang abgedeckte Schadstoffquellen freigelegt werden können.
Für entsprechende Arbeiten müssen Gefährdungsbeurteilungen erstellt und Schutzmaßnahmen festgelegt werden.
Ein Teil der Arbeiten müsste nach Einschätzung der Gutachter ohnehin unter Bedingungen durchgeführt werden, wie sie auch bei einer PCB-Sanierung erforderlich wären.
Hinzu kommt ein weiterer Punkt:
Wenn die eigentlichen Primärquellen im Gebäude verbleiben, können sie auch nach einer Modernisierung weiter PCB abgeben.
Neu eingebaute Materialien können sich dadurch nach Einschätzung der Gutachter im Laufe der Zeit erneut mit PCB anreichern.
Mit höheren Temperaturen und Hitzeperioden kann dieser Vorgang zusätzlich beschleunigt werden.
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Was steckt möglicherweise noch im Gebäude?
Genau hier liegt aus unserer Sicht eines der größten Risiken einer umfassenden Bestandssanierung.
PCB ist inzwischen bekannt.
Aber was wissen wir noch nicht?
Welche weiteren Schadstoffe könnten erst gefunden werden, wenn Decken, Wände oder Bodenaufbauten geöffnet werden?
Wie sieht der tatsächliche Zustand der Leitungen und technischen Anlagen aus?
Gibt es verdeckte Feuchtigkeitsschäden?
Gibt es konstruktive Schäden oder andere Baumängel?
Gibt es weitere Altlasten aus früheren Bau- oder Sanierungsphasen?
Die vorliegenden PCB-Gutachten beantworten diese Fragen nicht.
Es wäre deshalb falsch zu behaupten, solche Schäden seien vorhanden.
Ebenso wenig kann man derzeit behaupten, dass solche Risiken ausgeschlossen seien.
Gerade bei einer umfangreichen Sanierung eines älteren Gebäudes besteht das grundsätzliche Risiko, dass der tatsächliche Zustand einzelner Bauteile erst nach deren Öffnung vollständig sichtbar wird.
Das kann Kosten, Bauzeiten und gegebenenfalls sogar ein ursprünglich geplantes Sanierungskonzept verändern.
Eine seriöse Sanierungskalkulation darf deshalb nicht nur aus Quadratmeterpreisen für neue Fenster, neue Leitungen, neue Sanitäranlagen, Elektrik oder Innenausbau bestehen.
Sie braucht auch eine angemessene Risikovorsorge für Schadstoffe und bislang unbekannte Befunde im Bestand.
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Auch ein Abriss wird durch PCB aufwendiger
Ein Neubau bedeutet nicht, dass die PCB-Problematik beim Abriss einfach verschwindet.
PCB-belastete Materialien müssen erkannt, getrennt ausgebaut und fachgerecht entsorgt werden.
Auch darauf weisen die Gutachter ausdrücklich hin.
Beim Abbruch ist deshalb mit einem erhöhten Aufwand für die Trennung PCB-haltiger Materialien zu rechnen.
Die Schadstoffproblematik verursacht damit sowohl bei einer Sanierung als auch bei einem Abriss zusätzliche Kosten.
Der Unterschied liegt darin, was anschließend entsteht.
Bei einer Sanierung wird erheblich in einen älteren Baukörper investiert, dessen vollständiger Zustand erst im Laufe der Arbeiten sichtbar wird.
Bei einem Abriss werden die Schadstoffe kontrolliert entfernt und anschließend entsteht ein vollständig neues Schulgebäude.
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Sanierung und Neubau müssen vollständig verglichen werden
Eine Sanierung darf nicht schöngerechnet werden.
Ein Neubau aber genauso wenig.
Bei einer Sanierung gehören unter anderem in die Rechnung:
vollständige weitere Schadstoffdiagnostik
PCB-Sanierung
Schutzmaßnahmen
Entsorgung belasteter Baustoffe
technische Kernsanierung
energetische Sanierung
Brandschutz
Barrierefreiheit
Interimslösung für die Schule
Risikovorsorge für bislang unbekannte Befunde
Bei einem Neubau gehören unter anderem hinein:
schadstoffgerechter Rückbau
Entsorgung
Neubaukosten
Außenanlagen
Ausstattung
Interimslösung
Finanzierungskosten
Erst wenn beide Varianten vollständig und mit denselben Maßstäben betrachtet werden, ist ein belastbarer wirtschaftlicher Vergleich möglich.
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Unsere Bewertung
Die vorliegenden Untersuchungen sind kein Anlass für Panik.
Sie belegen keine akute Situation, aus der sich nach den bisherigen gutachterlichen Bewertungen zwingend eine sofortige Schließung der Schule ergibt.
Das sollte genauso klar gesagt werden wie die andere Seite:
Die Goetheschule ist nachweislich mit PCB belastet.
PCB wurde in mehreren Baustoffen gefunden.
PCB wurde in der Raumluft nachgewiesen.
Ein Raum überschreitet den bisherigen Vorsorgewert von 300 ng/m³.
Mehrere Räume liegen oberhalb des neueren Richtwertes von 80 ng/m³.
Und die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.
Die Gutachter selbst empfehlen weitere Messungen und weitere Untersuchungen.
Genau deshalb geht es aus unserer Sicht nicht darum, einzelne Messwerte zu dramatisieren.
Es geht um die langfristige Frage, ob es sinnvoll ist, sehr viel öffentliches Geld in die vollständige Sanierung eines alten und nachweislich schadstoffbelasteten Gebäudes zu investieren, dessen tatsächlicher Zustand noch nicht vollständig bekannt ist.
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Unsere Schlussfolgerung: Neubau
Für Quickborn Aktuell spricht inzwischen sehr viel dafür, eine klare Entscheidung zu treffen:
Die alte Goetheschule sollte abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Nicht, weil das vorhandene Gutachten eine akute Gefährdung behauptet.
Das tut es nicht.
Sondern weil die Stadt vor der Entscheidung steht, sehr viel Geld entweder in einen alten, schadstoffbelasteten Baukörper mit weiterhin bestehenden Unwägbarkeiten zu investieren oder nach einem kontrollierten Rückbau ein neues Schulgebäude für die kommenden Jahrzehnte zu errichten.
Aus unserer Sicht gehört deshalb noch eine zweite Frage dringend auf den Tisch:
Wie können die Schülerinnen und Schüler möglichst zügig aus dem alten Gebäude herausgebracht werden?
Wenn eine vernünftige Interimslösung möglich ist, sollte sie ernsthaft geprüft werden.
Nicht aus Panik.
Aber auch nicht nach dem Prinzip: Solange niemand eine sofortige Schließung verlangt, bleibt alles möglichst lange, wie es ist.
Gerade bei einer Grundschule sollte Vorsorge ein besonderes Gewicht haben.
Die entscheidende Frage lautet deshalb inzwischen nicht nur:
Was wissen wir heute?
Sondern auch:
Was wissen wir noch nicht – und was entdecken wir möglicherweise erst, wenn dieses Gebäude im Zuge einer Kernsanierung tatsächlich geöffnet wird?
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Quellen und Originalunterlagen
AB – Dr. A. Berg GmbH, Planungsbüro für Schadstoffsanierung und Brandschutz
„Vorläufige Bewertung der Gefahrstoffuntersuchung von Materialproben und PCB-Raumluftmessungen“
IS26.113-1 vom 20.08.2026
„Bewertung der zusätzlichen PCB-Raumluftmessungen im Hauptgebäude“
IS26.113-2 vom 21.08.2026
Auftraggeber: Stadt Quickborn
Die Originalunterlagen sind öffentlich über FragDenStaat abrufbar:
https://fragdenstaat.de/a/377410
Jeder kann die Gutachten dort selbst nachlesen und sich ein eigenes Bild machen.
Zur gesundheitlichen Bewertung von PCB siehe außerdem die Veröffentlichungen des Umweltbundesamtes und des Ausschusses für Innenraumrichtwerte zu PCB in der Innenraumluft.
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