Newsletter Nr. 1

28. August 2026 · Rückblick auf die vergangenen vier Wochen Liebe Leserinnen und Leser, willkommen zum ersten Newsletter von Quickborn Aktuell. Wir berichten über das, was Quickborn bewegt: Kommunalpolitik, Verwaltung, Schulen, Wirtschaft, Verkehr, Vereine und Veranstaltungen. Wir lesen Vorlagen und Haushaltsunterlagen. Wir fragen bei Behörden und Unternehmen nach. Wir vergleichen Aussagen. Wir rechnen nach. Der…

28. August 2026 · Rückblick auf die vergangenen vier Wochen

Liebe Leserinnen und Leser,

willkommen zum ersten Newsletter von Quickborn Aktuell.

Wir berichten über das, was Quickborn bewegt: Kommunalpolitik, Verwaltung, Schulen, Wirtschaft, Verkehr, Vereine und Veranstaltungen.

Wir lesen Vorlagen und Haushaltsunterlagen. Wir fragen bei Behörden und Unternehmen nach. Wir vergleichen Aussagen. Wir rechnen nach.

Der Newsletter fasst die wichtigsten Themen der vergangenen Wochen zusammen. Mit Fakten, Zahlen und den Hintergründen, die man braucht, um einen Vorgang auch ohne kommunalpolitisches Vorwissen einordnen zu können.


🏫 Goetheschule: Die Entscheidung ist noch nicht gefallen

Die Zukunft der Goetheschule ist eines der größten Investitionsprojekte der kommenden Jahre.

Untersucht werden zwei wesentliche Varianten:

Transformation des Bestands: rund 25,2 Millionen Euro
Neubau: rund 28,7 Millionen Euro
Differenz: rund 3,5 Millionen Euro

Darauf lässt sich die Diskussion leicht verkürzen: Für 3,5 Millionen Euro mehr gibt es einen Neubau.

Diese Rechnung trägt nicht.

Das beauftragte Fachbüro gibt für seine Kostenschätzung eine Schwankungsbreite von plus/minus 40 Prozent an. Bei einer solchen Bandbreite ist eine Differenz von 3,5 Millionen Euro keine belastbare Grundlage für eine Investitionsentscheidung.

Quickborn Aktuell hat deshalb selbst gerechnet.

Für einen Neubau ist eine Größenordnung von rund 35 Millionen Euro realistisch. Bei höheren Baupreisen, zusätzlichen Arbeiten und weiteren Kostensteigerungen kann es deutlich teurer werden.

Zum Schulgebäude kommen weitere Kosten: Abriss, Schadstoffentsorgung, Sporthalle, Außenanlagen, Einrichtung, Ganztagsflächen, Planung und Finanzierung.

Ein großer Teil der Investition muss über Kredite finanziert werden. Damit entstehen über Jahrzehnte Zinsen. Der Neubau muss außerdem abgeschrieben werden.

Diese zusätzlichen Belastungen sind im bisherigen städtischen Haushalt nicht abgebildet.

Die politische Entscheidung ist noch nicht gefallen. Der bisherige Weg führt in Richtung Neubau. Die Varianten sollen erneut beraten werden.

Vor einer Entscheidung über mehrere Jahrzehnte müssen belastbare Gesamtkosten vorliegen.

Toiletten: von mehr als 275.000 Euro auf rund 31.000 Euro

Auch der bestehende Schulstandort kostet weiter Geld.

Für die Sanitärbereiche war zunächst eine Maßnahme von mehr als 275.000 Euro vorgesehen.

Diese wurde auf eine kleinere Lösung von rund 31.000 Euro einschließlich WC-Anhänger reduziert.

Zum Beginn des Schuljahres waren die Arbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen.

Auch Schadstoffe im Gebäude bleiben ein Thema. Die Stadt hat ein weiteres Gutachten beauftragt.


🛒 EDEKA am Forumsplatz: Die Nachnutzung muss schnell kommen

Der EDEKA-Markt am Forumsplatz schließt spätestens zum 31. März 2027.

EDEKA Nordwest nennt wirtschaftliche Rahmenbedingungen und hohen Investitionsbedarf als Gründe für die Beendigung des Mietverhältnisses.

Für Quickborn ist jetzt die Nachnutzung entscheidend.

EDEKA bringt täglich Kunden in das Forum. Davon profitieren auch andere Geschäfte. Fällt dieser Frequenzbringer weg, verliert der Standort an Attraktivität.

Damit bekommt auch eine alte Diskussion neue Bedeutung: Parkplätze sind für innerstädtischen Einzelhandel wichtig.

Wer Lebensmittel einkauft, kommt nicht ausschließlich mit Fahrrad oder Bus. Gute Erreichbarkeit gehört zu einem funktionierenden Handelsstandort.

Quickborn Aktuell sieht ein weiteres Risiko.

Auch Aldi befindet sich im Forum.

Sinkt die Kundenfrequenz nach der EDEKA-Schließung deutlich, kann auch Aldi den eigenen Standort neu bewerten.

Es gibt dazu keine Ankündigung von Aldi. Es ist unsere Befürchtung.

Das mögliche Szenario ist einfach: Man wäre gerne geblieben, aber ohne EDEKA reicht die Kundenfrequenz nicht mehr.

Hoffen wir, dass es nicht so kommt.

Die Stadt braucht deshalb schnell eine starke Nachnutzung für die EDEKA-Fläche.


🔨 Hagebau: Braucht Quickborn keinen Baumarkt mehr?

Am Halenberg sollen rund 2.000 Quadratmeter zusätzliche Einzelhandelsfläche entstehen.

Gleichzeitig steht die Zukunft des Hagebaumarktes zur Diskussion.

Hagebau ist der einzige klassische Baumarkt in Quickborn.

Wenn die vorhandene Fläche zu klein ist, muss über eine Erweiterung gesprochen werden. Flächen im Umfeld sind vorhanden.

Stattdessen bringt die Stadt neue Einzelhandelsnutzungen ohne Baumarkt ins Spiel.

Soll eine Stadt mit rund 22.000 Einwohnern künftig keinen eigenen Baumarkt mehr haben?

Quickborn wächst. Es gibt zahlreiche Einfamilienhäuser, Handwerksbetriebe und private Bau- und Sanierungsprojekte.

Ein Baumarkt gehört zur örtlichen Versorgung.

Zu einer Sicherung oder Erweiterung des Baumarktstandortes äußern sich Stadt und Wirtschaftsförderung bislang nicht.

Wer neue Einzelhandelsflächen plant, muss gleichzeitig beantworten, was mit dem einzigen Baumarkt der Stadt passiert.


🏙️ Masterplan Quickborn: Rund 400.000 Euro – war es das Geld wert?

Seit Mitte 2024 lässt die Stadt einen Masterplan für die weitere Entwicklung Quickborns erarbeiten.

Die Gesamtkosten liegen nach unseren Unterlagen bei rund 400.000 Euro.

Der Masterplan soll beantworten, wo gebaut werden soll, wie stark Quickborn wachsen kann, wo nachverdichtet wird, welche Infrastruktur gebraucht wird und wie sich Verkehr und Freiflächen entwickeln.

Ein zentrales Ergebnis sind die städtebaulichen Leitlinien.

Sie sollen künftig die Entwicklung der Stadt prägen.

Das klingt zunächst wichtig.

Der Inhalt bleibt allgemein.

Innenentwicklung soll Vorrang haben. Flächen sollen effizient genutzt werden. Grünräume sollen erhalten bleiben. Klimaschutz und Mobilität sollen berücksichtigt werden. Neue Entwicklung soll sich an vorhandener Infrastruktur orientieren.

Das wusste man auch vorher.

Die uns bekannten Datengrundlagen sind im Wesentlichen öffentlich zugänglich und leicht zusammenzustellen.

War der Masterplan rund 400.000 Euro wert oder wurde am Ende vor allem das aufgeschrieben, was ohnehin bekannt oder absehbar war?

Bürgerbeteiligung: wenig Wirkung

Der größere Bürgerdialog fand am 22. April 2026 statt.

Der Masterplan-Prozess lief zu diesem Zeitpunkt bereits fast zwei Jahre.

Ein konkreter Punkt wurde aus der Beteiligung aufgenommen: Die Verkehrsplanung soll vertieft werden. Ein Verkehrsentwicklungsplan soll folgen.

Die übrigen uns bekannten Anregungen wurden nicht übernommen.

Gleichzeitig hat die Stadt sogenannte Innenentwicklungspotenziale kartieren lassen.

Diese Karten zeigen, wo weitere Bebauung möglich sein könnte.

Die Karten werden nicht veröffentlicht.

Die Verwaltung kennt damit die Flächen, die für zusätzliche Entwicklung infrage kommen. Die Bürger kennen sie nicht.

Nach rund 400.000 Euro muss am Ende mehr stehen als allgemein formulierte Leitlinien.


🏢 comdirect bleibt in Quickborn

comdirect bleibt in Quickborn.

Der Mietvertrag für den Standort wurde verlängert.

Damit bleibt einer der bekanntesten Unternehmensstandorte der Stadt erhalten.

Das sichert Arbeitsplätze und Kaufkraft und stärkt den Wirtschaftsstandort.

Das ist eine gute Nachricht für Quickborn.


💶 Stadtfinanzen: Wo soll das Geld herkommen?

Quickborn plant gleichzeitig an vielen Stellen.

Goetheschule, Straßen, Stadtentwicklung, Verkehr, weitere Infrastruktur und zahlreiche kleinere Projekte kosten Geld.

Was davon kann sich die Stadt tatsächlich leisten?

Diese Frage gehört an den Anfang einer Planung. Nicht erst an das Ende.

Es ist wenig sinnvoll, erhebliche Summen für Planungen in alle Richtungen auszugeben und später festzustellen, dass die Projekte nicht finanziert werden können.

Die Goetheschule zeigt das Problem deutlich.

Ein Neubau kann rund 35 Millionen Euro oder mehr kosten.

Dazu kommen Kreditzinsen, Abschreibungen und laufende Betriebskosten.

Diese Belastungen stehen bisher nicht im Haushalt.

Quickborn hat gleichzeitig ein strukturelles Defizit im Ergebnishaushalt.

Vor neuen Millionenplanungen muss deshalb geklärt werden:

  • Welche Investitionen sind zwingend?
  • Welche können warten?
  • Welche lassen sich finanzieren?
  • Welche Folgekosten entstehen?

Planen ohne Finanzierungsrahmen ist keine nachhaltige Finanzpolitik.


🚧 Verkehr: Sperrungen zeigen die Schwächen des Quickborner Straßennetzes

Baustellen und Sperrungen haben den Verkehr in den vergangenen Wochen erneut belastet.

Betroffen waren unter anderem der Buchenweg, der Harksheider Weg sowie Bereiche der Hamburger Straße und des Kiefernwegs.

Hinzu kommen Störungen auf der A7.

Am 17. August führte ein Lkw-Unfall zu einer Vollsperrung.

Der Ausweichverkehr war auch in Quickborn deutlich zu spüren.

Fällt eine Hauptverbindung aus, landet der Verkehr schnell auf wenigen innerstädtischen Straßen.

Mit dem Ausbau der AKN zur S5 kommen weitere Sperrungen hinzu.

Quickborn braucht deshalb eine Verkehrsplanung, die nicht nur einzelne Baustellen betrachtet, sondern das gesamte Netz.


🎉 50. Eulen- und Schützenfest: Back to the Roots

Im September feiert Quickborn das 50. Eulen- und Schützenfest.

Ein vollständiges Gesamtprogramm konnten wir bisher noch nicht finden. Bis zum Fest sind aber auch noch knapp zwei Wochen Zeit.

Viele Punkte stehen bereits fest.

Der Gedanke „Back to the Roots“, den keiner so recht aussprechen mag, findet tatsächlich statt.

Schützenumzug, Budenzauber, Musik, Laternenumzüge und Feuerwerk gehören wieder deutlich zum Bild des Festes.

Das passt zum Jubiläum.

Neu ist die große 360-Grad-Bühne mit Catwalk vor dem Rathaus.

Wir sind gespannt, wie das funktioniert.

Passen bei Bühne und Catwalk noch genügend Zuschauer vor das Rathaus?

Wir werden es sehen.

Sobald das vollständige Programm vorliegt, stellen wir es auf Quickborn Aktuell zusammen.

Für das 50. Eulen- und Schützenfest wünschen wir allen Beteiligten und Gästen schon jetzt viel Spaß, tolle Tage und vor allem super Wetter.


Quickborn Aktuell

Das war unser erster Newsletter.

Wir fassen künftig regelmäßig die wichtigsten Quickborner Themen zusammen – mit Zahlen, Hintergründen und klarer Einordnung.

Hinweise, Ergänzungen und Themenvorschläge sind willkommen.

Quickborn Aktuell – Homepage:
https://quickbornaktuell.de

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Verantwortlich für die journalistisch-redaktionellen Inhalte:
Thomas Köppl

Die vollständigen Anbieterinformationen und Datenschutzhinweise finden Sie auf quickbornaktuell.de.

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