Stadt Quickborn erwog Kauf eines Schulgebäudes

Das Angebot wurde konkret geprüft. Ein Erwerb des Gebäudes wurde ernsthaft in Erwägung gezogen. Während öffentlich über Erweiterungen, Sanierungen und Neubauten an den Quickborner Grundschulen gesprochen wurde, lag damit innerhalb der Verwaltung noch eine völlig andere Möglichkeit auf dem Tisch: der Kauf eines bereits bestehenden Schulgebäudes. Um welches Gebäude es sich handelte, wer es angeboten…

Das Angebot wurde konkret geprüft. Ein Erwerb des Gebäudes wurde ernsthaft in Erwägung gezogen.

Während öffentlich über Erweiterungen, Sanierungen und Neubauten an den Quickborner Grundschulen gesprochen wurde, lag damit innerhalb der Verwaltung noch eine völlig andere Möglichkeit auf dem Tisch: der Kauf eines bereits bestehenden Schulgebäudes.

Um welches Gebäude es sich handelte, wer es angeboten hatte und für welche Schule ein Erwerb geprüft wurde, geht aus den bislang vorliegenden Unterlagen nicht hervor.

Eine mögliche Alternative zum Neubau

Gerade angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt Quickborn hätte ein solcher Kauf eine wirtschaftlich interessante Alternative zu einem Neubau oder einer umfangreichen Erweiterung sein können.

Ob diese Lösung tatsächlich günstiger, pädagogisch sinnvoll und langfristig tragfähig gewesen wäre, lässt sich ohne Kenntnis des Gebäudes, des Kaufpreises, möglicher Umbau- und Sanierungskosten, des Standortes und des tatsächlichen Raumbedarfs nicht beurteilen.

Aber genau diese Abwägung hätte in die politische Diskussion gehört.

Wusste die Quickborner Politik davon?

Ob die Quickborner Politik über das Kaufangebot und dessen konkrete Prüfung informiert wurde, ist Quickborn Aktuell bislang nicht bekannt.

Sollten die politischen Gremien darüber nicht informiert worden sein, wäre das ein gravierender Vorgang. Eine mögliche Alternative zum Neubau oder zur Erweiterung eines Schulstandortes ist bei Investitionen in Millionenhöhe eine wesentliche Information für die politische Entscheidungsfindung.

Ohne Kenntnis einer solchen Option können Kosten, Nutzen und Alternativen nicht vollständig gegeneinander abgewogen werden.

Sollte die Politik dagegen informiert gewesen sein, stellt sich eine andere Frage: Warum wurde die Öffentlichkeit nicht beteiligt?

Schulstandorte, Neubauten und Investitionen in dieser Größenordnung betreffen die gesamte Stadt. Wenn eine grundlegende Alternative wie der Kauf eines bestehenden Schulgebäudes geprüft wird, die Bürgerinnen und Bürger davon aber nichts erfahren, ist das ein schwer nachvollziehbarer Umgang mit öffentlicher Beteiligung.

Bei Millioneninvestitionen gehören alle Varianten auf den Tisch

Gerade bei der derzeitigen Haushaltslage Quickborns können unterschiedliche Lösungen finanzielle Auswirkungen in Millionenhöhe haben. Deshalb müssen realistische Alternativen transparent auf den Tisch: Neubau, Erweiterung, Sanierung – und eben auch der mögliche Kauf eines vorhandenen Gebäudes.

Eine verantwortliche Entscheidung setzt voraus, dass alle wesentlichen Varianten bekannt sind und miteinander verglichen werden können. Dazu gehören Kaufpreis, Bau- und Sanierungskosten, Folgekosten, Standort, Verkehr, Schülerzahlen, vorhandene Räume und der tatsächliche zukünftige Bedarf.

Der jetzt bekannt gewordene Vorgang ist deshalb keine Randnotiz. Er wirft eine grundsätzliche Frage auf:

Welche Alternativen zur heutigen Schulplanung wurden tatsächlich geprüft – und wer wusste wann davon?

Quickborn Aktuell liegen die entsprechenden Unterlagen vor. Wir werden den Vorgang weiter aufarbeiten.

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