Newsletter Nr. 10 – Quickborns nächste Millionenbaustelle, gute Nachrichten für die Waldschule und Streit um den Haushalt

Neue Millionenrisiken an der Gronaubrücke, 4,92 Millionen Euro beantragte Förderung für die Waldschule und neue Entwicklungen in Quickborns Haushalt und Schulen.


Newsletter Nr. 10 – Quickborn Aktuell


QUICKBORN AKTUELL

Newsletter Nr. 10

15. Oktober 2026

Quickborns nächste Millionenbaustelle, gute Nachrichten
für die Waldschule und Streit um den Haushalt

Liebe Leserinnen und Leser,

die vergangenen Tage haben wieder einmal gezeigt,
wie dicht gute und weniger gute Nachrichten in
Quickborn beieinanderliegen.

Während für die Waldschule eine wichtige Hürde
bei der Millionenförderung genommen wurde,
zeichnet sich an der Gronau die nächste
kostspielige Baustelle ab.
Die Grünen warnen angesichts der Haushaltslage
vor einer Überschuldung, und bei der Goethe-Schule
gibt es neue Erkenntnisse zur geplanten Übergangslösung.

Dazu kommen eine erstaunlich langwierige Angelegenheit
vor dem Rathaus, politische Nachrichten und natürlich
Carla Quickborn.

15. Oktober 2026

1. Gronaubrücke: Die nächste Millionenbaustelle wartet schon

Die geplante Umgehungsstraße V9 soll den Verkehr
im Bereich der Autobahn A7 neu ordnen.
Doch auf der vorgesehenen Verkehrsverbindung wartet
bereits ein Problem: die sanierungsbedürftige Brücke
über die Gronau an der Feldbehnstraße.

Eine Instandsetzung könnte nach bisherigen Angaben
rund 100.000 Euro kosten. Sollte die Brücke wegen
der künftigen Verkehrsanforderungen ersetzt werden
müssen, wäre mit einer ganz anderen Größenordnung
zu rechnen.

Ein Ersatzneubau könnte nach überschlägiger
Einschätzung rund zwei Millionen Euro kosten.
Eine amtliche Kostenberechnung liegt bislang nicht vor.

Hinzu kommt, dass die Gronau in diesem Bereich
zu einem europäischen FFH-Schutzgebiet gehört.
Ein Brückenneubau müsste deshalb auch naturschutz-
und wasserrechtliche Anforderungen erfüllen.
Welche zusätzlichen Kosten dadurch entstehen könnten,
ist noch offen.

Die Verkehrsuntersuchung für die V9 soll erst 2027
Ergebnisse liefern. Ob die vorhandene Brücke den
künftig vorgesehenen Verkehr aufnehmen kann,
ist daher noch nicht abschließend geklärt.

Die eigentliche Kostenfrage:
Was nützt eine neue Umgehungsstraße, wenn ihre
anschließende Verkehrsinfrastruktur anschließend
ebenfalls für Millionenbeträge erneuert werden muss?


Den vollständigen Brückenbericht lesen →

12. Oktober 2026

2. Waldschule: Gute Nachrichten bei 4,92 Millionen Euro Förderung

Für die Waldschule gibt es erfreuliche Nachrichten.
Die Stadt Quickborn hat für den Ausbau der
Ganztagsbetreuung rund 4,92 Millionen Euro
Fördermittel beantragt.

Eine zentrale Berechnungsgrundlage hat die erste
Prüfung durch die Investitionsbank Schleswig-Holstein
(IB.SH) bestanden.

Die Stadt hat 20,8 Prozent der gesamten Baukosten
dem Offenen Ganztag zugeordnet.
Maßgeblich ist der Anteil der Gebäudeflächen,
der künftig für die Ganztagsbetreuung genutzt werden soll.
Die Förderbank bewertet diesen Ansatz als
grundsätzlich nachvollziehbar.

Das ist ein wichtiger Fortschritt. Denn bei den großen
Schulprojekten entscheidet nicht allein die Höhe der
Baukosten, sondern auch, welcher Anteil tatsächlich
förderfähig ist.

Eine endgültige Förderzusage ist damit noch nicht
verbunden. Die erste positive Bewertung schafft aber
eine deutlich bessere Grundlage für das weitere Verfahren.


Alle Einzelheiten zur Waldschulförderung →

12. Oktober 2026

3. Goethe-Schule: Schulaufsicht begleitet die Übergangslösung

Rund 260 Kinder der Goethe-Grundschule sollen
während des geplanten Schulneubaus vorübergehend
in Räume an der Feldbehnstraße umziehen.
Dort werden bereits Schulen in freier Trägerschaft betrieben.

Die Schulaufsicht des Kreises Pinneberg hat nun bestätigt,
dass sie die Planungen begleitet und bereits konkrete
Anforderungen an die künftige Unterbringung formuliert hat.

Noch sind allerdings wichtige Punkte offen.
Der Mietvertrag zwischen der Stadt und dem privaten
Schulträger ist nicht abgeschlossen.
Die Schulkonferenz der Goethe-Grundschule soll bei ihrer
nächsten Sitzung angehört werden.

Auch das Bildungsministerium ist eingebunden.
Es prüft, welche Auswirkungen die Unterbringung einer
zusätzlichen öffentlichen Grundschule auf die bestehende
Genehmigung der Freien Gemeinschaftsschule haben könnte.
Eine Stellungnahme des privaten Schulträgers wurde angefordert.

Positiv ist, dass die Schulaufsicht frühzeitig beteiligt wurde.
Jetzt kommt es darauf an, die organisatorischen und
rechtlichen Voraussetzungen für einen sicheren Schulbetrieb
rechtzeitig zu klären.


Zum vollständigen Bericht über die Schulaufsicht →

13. Oktober 2026

4. Haushalt: Grüne warnen vor Überschuldung – SPD unterstützt Kurswechsel

Die Quickborner Grünen schlagen angesichts der
Finanzplanung Alarm. Für 2027 stehen rund
89 Millionen Euro Erträge mehr als 104 Millionen Euro
Aufwendungen gegenüber.

Das geplante Defizit liegt damit bei etwa
15 Millionen Euro. Nach der mittelfristigen Planung
könnte das Eigenkapital der Stadt bis 2030 aufgebraucht sein.

Die Grünen fordern deshalb, die geplante
Umgehungsstraße V9 um mehrere Jahre zu verschieben
und den Neubau der Goethe-Schule zu priorisieren.
Ein zweiter Antrag verlangt konkrete Vorschläge zur
Verringerung der Verwaltungsausgaben und zur
Verbesserung der Einnahmen.

Die SPD unterstützte beide Anträge.
Die FDP lehnte sie ab, die CDU stimmte im Ausschuss
für kommunale Dienstleistungen dagegen und enthielt
sich im Finanzausschuss.

Beim Haushaltsentwurf standen schließlich CDU und FDP
auf der einen sowie SPD und Grüne auf der anderen Seite.
Damit wird die Auseinandersetzung um Quickborns Finanzen
zunehmend zu einer Debatte über politische Prioritäten.


Zum ausführlichen Bericht →

10. Oktober 2026

5. 15,2 Millionen Euro Defizit: Wo bleiben die Einsparergebnisse?

Bereits 2025 hatte das Innenministerium von Quickborn
Konsolidierungsmaßnahmen im Umfang von mindestens
2,5 Millionen Euro verlangt.
Eine aktuelle Anfrage von Quickborn Aktuell sollte klären,
welche Einsparungen tatsächlich erreicht wurden.

Das Ministerium bestätigte zwar eingeleitete Maßnahmen,
nannte aber keine konkreten finanziellen Ergebnisse.
Ihre Wirkung könne teilweise erst mittel- bis
langfristig eintreten.

Unterdessen steigt das geplante Defizit von
12,5 Millionen Euro für 2026 auf 15,2 Millionen Euro
im Entwurf für 2027.
Bis 2030 summieren sich die erwarteten Fehlbeträge
auf rund 60 Millionen Euro.

Besonders problematisch ist die Beendigung der
Verwaltungsgemeinschaften mit Ellerau, Hasloh
und Bönningstedt.
Ab 2028 entfallen dadurch rund 3,4 Millionen Euro
jährliche Einnahmen.
Gleichzeitig sollen zunächst rund 70 Prozent der
bislang zugeordneten Personalkosten bestehen bleiben.

Hinzu kommen weitere Projekte wie der geplante
Dritte Ort „TO HUUS“, für den noch keine
Kostenberechnung vorliegt.
Die finanzielle Gesamtbelastung der Stadt könnte
daher über die bisherige Planung hinausgehen.


Die vollständige Haushaltsanalyse lesen →

12. Oktober 2026

6. AKN: Wieder Zugverkehr – aber ab 26. Oktober die nächste Sperrung

Seit dem 10. Oktober fährt die AKN-Linie A1
nach fast acht Wochen Schienenersatzverkehr
wieder durch Quickborn.
Für Pendler und Schüler ist das eine willkommene Erleichterung.

Allerdings nur vorübergehend:
Vom 26. Oktober bis zum 12. Dezember 2026
wird die Strecke zwischen Quickborn und Ulzburg Süd
erneut gesperrt.
Grund sind weitere Oberleitungsarbeiten für die künftige S5.
Während dieser Zeit fahren Ersatzbusse.

Auch vom 16. bis 21. November sind weitere Arbeiten
im Bahnhof Quickborn vorgesehen, die zusätzliche
Einschränkungen mit sich bringen.

Ab 2028 soll die S5 Quickborn im 15-Minuten-Takt
mit Hamburg verbinden.
Bis dahin bleibt der Ausbau für viele Fahrgäste
eine Geduldsprobe.


Alle Sperrzeiten und Hintergründe →

13. Oktober 2026

7. Rathaus: 48.544 Euro für Poller – und noch immer fehlt die Erklärung

Vor dem Quickborner Rathaus steht eine hydraulische
Polleranlage, die 48.544,40 Euro gekostet hat.
Die Poller können abgesenkt werden, damit Menschen
mit Gehbehinderung möglichst nah an das Rathaus
heranfahren können.

Das ist sinnvoll. Allerdings fehlt weiterhin eine
verständliche öffentliche Information darüber,
wie Betroffene diese Möglichkeit nutzen können.

Bereits im Mai 2025 wurde im zuständigen Ausschuss
angeregt, die Bedienung beziehungsweise Anmeldung
auf der städtischen Homepage zu erklären.
Im Juni 2026 kündigte die Stadt nach unserer Anfrage
an, die Informationen zeitnah zu veröffentlichen.

Bei unserer erneuten Prüfung am 12. Oktober
war der Hinweis auf den naheliegenden Internetseiten
noch immer nicht auffindbar.

Fast 17 Monate für eine einfache Information
zur Barrierefreiheit – ein bemerkenswerter Zeitraum.


Den vollständigen Bericht lesen →

12. Oktober 2026

8. CDU Quickborn: Neuer Vorstand mit fünf statt neun Mitgliedern

Die CDU Quickborn hat am 7. Oktober ihren
Ortsvorstand neu gewählt und dabei deutlich verkleinert.

Mirko Beckmann bleibt Vorsitzender,
Barbara Peña de Müller seine Stellvertreterin
und Andi Wendt Schatzmeister.
Birgit Hanke und Dr. Reinhardt Ax gehören dem Vorstand
als Beisitzer an.

Aus neun Vorstandsmitgliedern wurden damit fünf.
Neue Gesichter gibt es nicht.
Warum der Vorstand verkleinert wurde, geht aus
der veröffentlichten Mitteilung nicht hervor.

Sechs Monate vor der Landtagswahl standen in der
öffentlichen Berichterstattung vor allem Personalien
und Ehrungen im Mittelpunkt.
Konkrete politische Schwerpunkte zu den aktuellen
Quickborner Problemen wurden nicht vorgestellt.


Weitere politische Nachrichten →

14. Oktober 2026

9. Annabell Krämer: Eine Rede über die Schulden von morgen

Die FDP-Landtagsabgeordnete Annabell Krämer hat
im Schleswig-Holsteinischen Landtag vor einer
zunehmenden kommunalen Verschuldung gewarnt.

Ihre Aussagen treffen auch in Quickborn einen
empfindlichen Punkt.
Die Stadt plant hohe Investitionen, während
die laufenden Defizite wachsen und die künftigen
Zinsbelastungen steigen.

Die Rede wirft damit eine grundsätzliche Frage auf:
Wie lange können Kommunen ihre notwendigen
Investitionen über zusätzliche Schulden finanzieren,
ohne ihre zukünftige Handlungsfähigkeit einzuschränken?

Wir haben die Rede aufgegriffen, weil sie auch in
der Quickborner Ratsversammlung eine wichtige
Diskussion auslösen könnte.


Zum Beitrag über die Rede →

15. Oktober 2026

10. Carla Quickborn: Was bedeutet eigentlich „zeitnah“?

Unsere Carla hat sich diesmal ein besonders schönes
Wort aus dem Quickborner Verwaltungsalltag
vorgenommen: zeitnah.

Bei den Rathauspollern bedeutet das offenbar,
dass zwischen Ankündigung und Umsetzung schon einmal
viele Monate vergehen können.

Dazu kommen die AKN-Baustellen, ein Silent Book Club
und natürlich Carlas gewohnt scharfer Blick auf das
Geschehen in der Stadt.

Eine unterhaltsame Wochenrückschau, die zeigt,
dass Quickborn auch abseits der großen politischen
Debatten genügend Stoff für ein Schmunzeln liefert.


Die aktuelle Carla-Kolumne lesen →

Zum Schluss

Liebe Leserinnen und Leser,

zwischen Millionenprojekten und Baustellen gibt es
in Quickborn auch erfreuliche Entwicklungen.
Die positive Rückmeldung der Förderbank zur Waldschule
ist dafür ein gutes Beispiel.

Ebenso wichtig sind die vielen Menschen,
die sich in Vereinen, Schulen, Unternehmen
und Nachbarschaften engagieren.

Wir freuen uns deshalb ausdrücklich auch über Hinweise
auf Veranstaltungen, Jubiläen, besondere Leistungen
und gute Nachrichten aus unserer Stadt.

Empfehlt unseren kostenlosen Newsletter gerne weiter.
Je mehr Menschen informiert sind, desto lebendiger
wird die Diskussion über Quickborn.

Herzliche Grüße
Thomas Köppl
Quickborn Aktuell


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